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Krippen in der Pritzwalker Kirche

Diesjährige Ausstellung lockte viele Besucher an Krippen in der Pritzwalker Kirche

In zwei großen Nischen der Pritzwalker Sankt-Nikolai-Kirche waren bei der diesjährigen Krippenausstellung ganz besonders schöne Exponate zu sehen. Manchen Anlagen sind groß genug für einen Tisch, andere Krippen passen in eine Streichholzschachtel.

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Der Weihnachtsberg von Wolfgang Buschbeck aus dem Erzgebirge. Er hat ihn von seinem Vater geerbt und der wiederum von seinem.

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk. Manche sind so groß, dass sie einen ganzen Tisch für sich brauchen, mit Figuren, so lang wie ein Arm. Andere sind so klein, dass man sie beinahe übersehen könnte: Sie passen in eine Streichholzschachtel. Manche sind modern, andere ganz alt: Krippen. Eine sehr umfangreiche Sammlung kam in diesem Jahr bei der Krippenausstellung in der Sankt-Nikolai-Kirche in Pritzwalk zusammen.

Üblicherweise werden die Krippen, die private Besitzer aus Pritz­walk und Umgebung, aber auch von weiter weg als Leihgabe zur Verfügung stellen, während des Weihnachtsmarktes gezeigt: Dann ist die Kirche offen und ehrenamtliche Helfer stehen bereit, um Erklärungen abzugeben. „Wir hatten sogar ein Quiz dazu“, erzählt Pfarrerin Ina Piatkowski. Inhalt war eine Schätzfrage: „Wie viele Weihnachtskrippen haben Sie in unserer Ausstellung gesehen?“ Eine ganz schwierige Frage, zumal die Ausstellungsstücke hier und da ineinandergehen. Verraten wird aber noch nichts, da noch vor Weihnachten der Preis vergeben wird.

Weihnachtskrippe in der Streichholzschachtel

Weihnachtskrippe in der Streichholzschachtel.

Quelle: Beate Vogel

Organisiert hat die Krippenausstellung wieder Christel Berndt aus der Kirchengemeinde. Ein ganz großer Teil der Ausstellung – nämlich die gesamte linke Nische – kam diesmal von der Familie Möhring aus Werder (Havel), erzählt sie: „Sie waren nicht nur bereit, einen großen Teil ihrer Sammlung zur Verfügung zu stellen, sondern kamen sogar nach Pritzwalk und haben die Krippen selbst aufgebaut.“ Die Familie Möhring, eine Pfarrersfamilie, hat laut Christel Berndt bereits in den 1990er Jahren begonnen, Krippen zu sammeln. Gezeigt werden von ihnen zum Beispiel Krippen aus Tonfiguren, geschnitzte Krippen, Stücke, die vor Putz und Schmuck überquellen, aber auch ganz schlichte Varianten. Manche sind von hinten beleuchtet, andere von vorn angestrahlt. Zu finden ist auch eine Krippe mit Figuren, die aus Papprollen und Papier gebastelt sind.

Andere Aussteller haben sogar bewegliche Teile an ihren Krippen. „In der rechten Nische ist der Weihnachtsberg zu sehen, eine Leihgabe von Wolfgang Buschbeck aus dem Erzgebirge.“ Dieser hat die umfangreiche Anlagen mit etlichen Figuren von seinem Vater geerbt. „Und der hat sie von seinem Vater“, erzählt Christel Berndt. Alles ist selbst geschnitzt und gebaut. Mittels einer kleinen Mechanik und einem Motor defilieren die Heiligen drei Könige über der Stallszene vorbei, hoch zu Kamel und beladen mit den Geschenken für das Jesuskind.

Für so manche Krippe ist eine Sehhilfe nötig, so winzig ist sie. Gleich mehrere Modelle passen in Streichholzschachteln. „Die Aussteller haben sogar eine beleuchtete Lupe mitgebracht“, so die Organisatorin. Während die eine Schachtel den winzigen Stall in Bethlehem aus farbigen Papierfiguren zeigt, enthält die andere bemalte Plastiken im Miniaturformat, die auf zwei Etagen angeordnet sind. „Es ist wirklich sehenswert“, findet nicht nur Christel Berndt. Sie findet es auch schön, dass diesmal jemand dabei ist, dessen Hobby Schwibbögen sind. Das gab der Ausstellung einen zusätzlichen Lichteffekt.

In der Nachlese zur diesjährigen Krippenausstellung, die bis zur vergangenen Woche noch stand, soll über eine Verlängerung künftiger Ausstellungen nachgedacht werden. „Wir wollen darüber beraten, ob es nicht sinnvoller ist, die Krippen ein bisschen länger stehen zu lassen als nur für die drei Tage zum Weihnachtsmarkt“, sagt die Organisatorin. Immerhin sei es auch sehr aufwändig gewesen, die Ausstellung aufzubauen. Das müsse aber erst diskutiert werden.

Von Beate Vogel

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