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Kritik am Wegfall des RB 70

Pritzwalk Kritik am Wegfall des RB 70

Mit Kritik hat der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) auf die Einstellung des RB 70 zwischen Pritzwalk und Putlitz reagiert. Seit Montag fährt auf dieser Strecke nur noch ein Bus. Das sei jedoch keine Verbesserung, sagt der stellvertretende DBV-Landesvorsitzende, Bernd Böhnke. Denn der Service werde als Rufbus angeboten. Die Kunden müssen draufzahlen.

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Quelle: Schmettow

Pritzwalk. Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) kritisiert, dass das Bahnstrecken-Sterben in Brandenburg wieder weitergeht. Seit Montag fährt auf der RB 70-Strecke zwischen Pritz­walk und Putlitz ein Bus statt eines Zuges. Wenig Verbesserungen bringe das neue Busangebot für die Pendler und Schüler.

„Wie straßenlastig die Verkehrspolitik ist, zeige die Tatsache, dass beim Straßenbau seit Jahrzehnten nicht gekleckert, sondern geklotzt wird“, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende, Bernd Böhnke. Die Prignitz mag dünn besiedelt sein. Dennoch haben in den vergangenen Jahren Pritzwalk (zirka 11 900 Einwohner) Putlitz (zirka 2700 Einwohner), Kuhbier (zirka 200 Einwohner), Groß Pankow (zirka 9900 Einwohner) oder Breese (zirka 1480 Einwohner) ihre Ortsumgehung erhalten oder werden sie noch erhalten. Schwer- und Pendlerverkehre fänden auf der Straße statt.

„Komfortzulage“ für den Rufbus

Fast neun Jahre lang gab es auf Initiative des Landkreises ein Eisenbahn-Rumpfangebot zwischen Pritzwalk und Putlitz. Fünf Zugpaare am Tag, abgestimmt auf den Schülerverkehr, waren unterwegs. Jetzt fährt auch dort statt des Zuges der Bus. Eine durchgreifende Verbesserung sei es dennoch nicht, kritisiert Böhnke. Denn der Service werde häufig als Rufbus angeboten, muss dann rechtzeitig vorher angemeldet werden und kostet pro Fahrt einen Euro mehr („Komfortzuschlag“) und hat genauso unattraktive Fahrzeiten.

Der DBV sieht das Land in der Verantwortung, weil es seit zehn Jahren die gleiche Summe (sechs Millionen Euro für den Landkreis Prignitz) zur Finanzierung des Bahnverkehrs weitergibt. Lohn- und Preissteigerungen würden durch eigene Steuergelder, durch höhere Fahrpreise oder ein Zusammenstreichen des Angebotes ausgeglichen. Der Landkreis als Aufgabenträger sei verantwortlich für ein Angebot, das noch nicht einmal die wichtigsten Pendlerbeziehungen frühmorgens und abends mit interessanten Bahn- und Bus-Reisezeiten abdeckt. Aus und in die Prignitz pendelten täglich mehrere hundert Berufstätige von/nach Stendal, Ludwigslust, Parchim, Hamburg und Berlin.

Kosten: 40 Euro mehr im Monat

Dennoch sind aktuell die Reisezeiten mit Bahn und Bus in der Regel doppelt bis viermal so lange wie mit dem Auto. Es gebe zu wenige Verbindungen und die Umsteigezeiten seien völlig unattraktiv. Viele Busangebote sind neu als Rufbus konzipiert. Mit einer Vorbestellzeit von 90 Minuten montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr mag man sich beim neuen Betreiber auch Mühe geben, die Bestellzeiten recht kurz zu halten, gesteht der stellvertretende Landesvorsitzende zu. Jedoch kostet die Fahrt zusätzlich zum VBB-Tarif eben einen Euro„Komfortzuschlag“. Bei 20 Arbeitstagen pro Monat macht das 40 Euro mehr – da lohne es sich wieder das Auto.

Von MAZonline

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