Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Kritik am neuen Fahrplan für die Prignitz
Lokales Prignitz Kritik am neuen Fahrplan für die Prignitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 02.06.2016
In Felsenhagen bei Preddöhl fährt wegen zu geringer Fahrgastzahlen schon seit Jahren kein Bus mehr. Quelle: Beate Vogel
Anzeige
Gerdshagen/ Meyenburg

Die Verkehrsinfrastruktur in der Prignitz nimmt mit dem Fahrplan ab 1. August ab. So werden Dörfer unter 150 Einwohner vom Rufbus nicht mehr angefahren und manche Buslinie wird komplett eingestellt (die MAZ berichtete). „Das wird zu einem weiteren Dörfersterben führen“, befürchtet der Gerdshagener Gemeindevertreter Matthias Werger (Kreisbauernverband). Heike Zellmer (SPD-Freie Wähler) sieht die Reduzierung bereits jetzt als Folgeerscheinung der sinkenden Einwohnerzahlen, „weil zu wenig Fahrgäste da sind“.

Die Gerdshagener diskutierten in ihrer jüngsten Sitzung über die Einschränkungen. Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann hatte kurz erläutert, welche Änderungen mit der Übernahme des Nahverkehrs (ÖPNV) in der Prignitz durch die Arge Prignitzbus auf die Kommunen zukommen. „Es ist so, dass Orte unter 150 Einwohnern nicht mehr angefahren werden, außer, es wohnen Schüler dort.“ In den Ferien fahre dort kein Bus.

Keine Chance für ältere Menschen

Gerdshagen kommt noch gut weg, meinte Habermann. Hier liegt die Hauptverkehrsachse Meyenburg-Pritzwalk. „Alle Gemeindeteile werden durch den Schülerverkehr bedient“, erklärte er. In den Ferien werde es in Struck und Rapshagen aber keinen Busverkehr geben. „Für ältere Bürger besteht also dann keine Chance, wegzukommen“, versicherte sich der Rapshagener Markus Brücker.

Der neue Rufbus fährt laut Habermann nur noch zu festen Zeiten. Vor allem in Kümmernitztal gebe es einige Orte, wo in den Ferien nichts mehr fährt, sagte Habermann. „Wir sind aber nun mal eine ländliche Region und von der Abwanderung betroffen“, merkte er an. Und wenn ältere Menschen vor der Entscheidung stehen, ob sie herziehen sollen oder nicht, sei der ÖPNV ein entscheidender Faktor. Auch die Ortsteile der Gemeinde Marienfließ seien ein Problem.

Kein Geld für mehr Service

Die Meyenburger Abgeordneten hatten bereits vor einigen Wochen über den ÖPNV diskutiert. Hier war zunächst geplant gewesen, dass der Schulbus nicht mehr an der Schule, sondern am Bahnhof hält. Das hätte für die Grundschüler bedeutet, dass sie über die stark befahrene B 103 laufen müssen. Nun soll der Schulbus doch an der Schule halten – so, dass die Kinder eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn da sind. „Da ist uns das Busunternehmen entgegen gekommen“, berichtete Habermann. Die Buslinie nach Parchim indessen wurde nicht mehr ausgeschrieben. Die Amtsverwaltung, die Kreisverwaltung und der Betreiber sind laut Habermann weiter im Gespräch. „Es sind noch einige Punkte offen, die aus unserer Sicht geändert werden müssen“, erklärte er.

Den Nahverkehrsplan hat der Kreistag so beschlossen, hatte Andreas Much, der für den Nahverkehr zuständige Sachbereichsleiter, gegenüber der MAZ erklärt. „Ob die Kreistagsabgeordneten sich aber im Klaren über die Folgen waren, ist fraglich“, so Habermann. Gerdshagens Bürgermeister Robert Gemmel erklärte, dass der ÖPNV aus öffentlichen Geldern finanziert wird. „Das Busunternehmen arbeitet mit dem Geld, was ihm zur Verfügung steht.“ Da werde nach bestimmten Kriterien entschieden, „die werden in der Fläche nie erreicht“. Seiner Ansicht nach konnten die Kreistagsabgeordneten nicht wissen, wie die Auswirkungen sind.

Von Beate Vogel

Die Besucher des Dorffestes in Vehlin (Gemeinde Gumtow) dürfen sich auf „Wortgefechte kalorienreduziert“ freuen. Bei der Feier am Sonnabend zeigen Laienschauspieler ein kleines Programm. Die Vehliner Gruppe besteht bereits seit 13 Jahren.

02.06.2016
Prignitz Imkereisaison hat guten Start hinter sich - Kunower Bienen geht es gut

Im Garten von Frank Mandel in Kunow summt es beständig. Die Bienen des Hobbyimkers haben den Winter gut überstanden und leisten jetzt ihren Anteil für eine gute Obsternte. Natürlich fällt dabei auch ordentlich Honig ab. Der erste ist schon im Glas.

02.06.2016

Unspektakulär ging 2008 die Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters der Großgemeinde Gumtow zu Ende. Amtsinhaber Stefan Freimark (SPD) war einziger Bewerber. An diesem Wahlsonntag 2016 aber hatte er es mit gleich zwei Gegenkandidaten zu tun. Und die sorgten nun doch für kleine Überraschungen. Vor allem brachten sie Freimark ins Schwitzen.

01.06.2016
Anzeige