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Prignitz Kritik an Zuschuss für „Dorf macht Oper“
Lokales Prignitz Kritik an Zuschuss für „Dorf macht Oper“
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08:59 16.03.2018
Der Verein Festland Klein Leppin feierte ein zweitägiges Sommerfest unter dem Motto "Dorf ohne Oper". Quelle: Andreas König
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Plattenburg

Die Gemeinde Plattenburg muss weiter jeden Cent umdrehen. Das wurde bei der Beratung des Finanzausschusses zum Haushalt deutlich. Demnach besteht ein Finanzierungsbedarf von rund 590 000 Euro, wie Kämmerin Nadine Meyer sagte. Trotzdem seien umfangreiche Investitionen geplant, unter anderem in die Kindertagesstätten und die Erneuerung des Gehweges in Kletzke.

Im Haushaltssicherungskonzept verpflichtet sich die Gemeinde, eine Kosten-Nutzen-Analyse der gemeindeeigenen Immobilien vorzulegen und Vorschläge über den Verkauf nicht mehr genutzter Immobilien zu unterbreiten. Zudem soll alles, was nicht zu den Pflichtaufgaben zählt auf den Prüfstand gestellt werden. Zu den nicht beeinflussbaren Kosten gehören die Aufwendungen für das Personal. Unter anderem wurden neue Kita-Kräfte eingestellt, sagte die Kämmerin.

„Das kann man nicht miteinander vergleichen“

Kritik übte der Bendeliner Ortvorsteher Karsten Krüger an der Verteilung der Gelder für die Heimatpflege. „Wenn ich sehe, dass der Verein Festland in Klein Leppin 2000 bekommt, so viel kriegen manche Ortsteile nicht“, sagte der Bendeliner. Das sei nicht verhältnismäßig.

„Man muss aber sehen, welche Ausstrahlung das Projekt ’Dorf macht Oper’ hat“, entgegnete Heike Zellmer von der Gemeindeverwaltung Plattenburg. Vor allem als im vergangenen Jahr nur eine abgespeckte Version von „Dorf macht Oper“ – „Dorf ohne Oper“ – angeboten wurde, seien die Telefone in der Gemeindeverwaltung heißgelaufen, sagte sie.

„Das kann man nicht miteinander vergleichen“, sagte Rico Jennerjahn vom Ortsbeirat Glöwen. Dennoch verstehe er die Beweggründe für Karsten Krügers Kritik. Im Übrigen sei es nicht fair, im laufenden Antragsverfahren die Spielregeln zu ändern.

2019 muss erneut entschieden werden

Die Gemeindevertreter einigten sich darauf, das Prozedere und die Kriterien für die Zuwendungen zu überarbeiten. 2019 müsste erneut darüber entscheiden werden. Bis dahin gelten für Heimatpflege in den Ortsteilen nach der Einwohnerzahl bemessene Zuschüsse. „123 Einwohner hat unsere Gemeinde verloren, entsprechend weniger Geld gibt es für die meisten Ortsteile“, sagte Nadine Meyer.

Weniger Geld bekommen demnach Bendelin mit 1250 Euro (zuvor 1280 Euro), Hoppenrade mit 1740 Euro (vorher 1790), Glöwen mit 5920 Euro (5850) und Kletzke mit 1710 Euro (1715). Etwas mehr Geld erhalten Kleinow mit 2720 Euro (2690), Krampfer mit 1850 Euro (1840), Netzow 1603 Euro (1580) und Viesecke mit 1650 Euro (1585). Letztgenannter Ortsteil ist der einzige, der einen Einwohnerzuwachs verzeichnet, wenn auch nur von drei Personen.

Von Andreas König

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