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Umweltsünde: Küche auf den Acker geworfen

Pritzwalk OT Buchholz (Prignitz) Umweltsünde: Küche auf den Acker geworfen

Unbekannte haben kürzlich eine ganze Kücheneinrichtung auf einem Acker bei Buchholz (Stadt Pritzwalk) abgestellt. Der Eigentümer der Fläche hat nun den Schaden: Er muss für die Entsorgung aufkommen und den Abtransport organisieren. Dabei hätte der Verursacher seine Möbelstücke legal kostenlos loswerden können.

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Auf einer privaten Ackerfläche bei Buchholz haben Unbekannte eine komplette Küche entsorgt.

Quelle: privat

Buchholz. Hängeschränke, ein Spülbecken in der Arbeitsplatte, herausgerissene Schranktüren und ein Küchenschrank , der ein bisschen auseinandergerupft ist – diese Szenerie war mitten auf einem Acker unweit des Pritzwalker Ortsteils Buchholz zu sehen. Es muss vor etwa zehn Tagen am Wochenende passiert sein, dass Unbekannte hier eine komplette Kücheneinrichtung illegal entsorgt haben. Den Ärger damit haben nun andere.

Den Schaden hat der Acker-Besitzer

Vor allem Holger Pohl. Sein Pech: Als Grundstückseigentümer ist er laut Ordnungsrecht zur Entsorgung verpflichtet, auch wenn es sich gar nicht um seinen Müll handelt. Das genau beschied ihm auch das städtische Ordnungsamt der Stadt, bei dem er angefragt hatte, wie damit umzugehen sei. Holger Pohl, der selbst Rentner ist, ist seitdem permanent mit der Angelegenheit beschäftigt. „Ich musste ein Fahrzeug anmieten und mir eine Hilfskraft besorgen“, berichtet er im Gespräch mit der MAZ. Alle, denen er von dem Vorfall erzählt, sind über all das genauso erzürnt wie er selbst. „Neulich war ich bei der Buchholzer Feuerwehr, da habe ich mindestens 20 Leute in Wallung gebracht“, erzählt er.

Dabei ist ordnungsgemäße Entsorgung so einfach

Zumal es ja für den unbekannten Verursacher einfach gewesen wäre, die Entsorgung einer Küche anders zu regeln. „Wegen zehn Euro so viel Aufwand“, erregt sich der Eigentümer des Ackers darüber. Er hätte auch sagen können: wegen null Euro. Wer auch immer die Küche abgestellt hat – er hätte es genauso gut nur etwa 1500 Meter entfernt in der Pritzwalker Kleinannahmestelle des Landkreises tun können, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen. Voraussetzung dafür: Es muss seine erste Anlieferung von Sperrmüll in diesem Jahr sein, und sie darf ein Gewicht von 300 Kilogramm nicht überschreiten. Ja, einmal im Jahr hätte er sogar eine Abholung von Sperrmüll von seinem Grundstück frei gehabt. Die entsprechende Regelung dazu existiert bereits seit 2010. Dazu hätte man eine Sperrmüllkarte an das Entsorgungsunternehmen schicken müssen, das sich dann etwa eine Woche vor dem Abholtermin gemeldet hätte.

Das hätte man alles tun können. So aber haben der oder die Täter offenbar außerhalb der Öffnungszeiten der Pritzwalker Kleinannahmestelle beschlossen, die Küche auf dem Acker bei Buchholz loszuwerden. Dafür haben sie sogar erheblichen Aufwand betrieben: „Er musste ein ganzes Ende auf den Acker fahren“, sagt dazu Holger Pohl. Denn die Ablagestelle liegt ziemlich weitab.

Zum Abholsystem und zu den Kleinannahmestellen und den Sperrmüllkarten gibt es Infos auf www.landkreis-prignitz.de.

Von Bernd Atzenroth

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