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Küchen als Zentren des Lebens

Pritzwalk Küchen als Zentren des Lebens

Familienleben spielt sich in vielen Haushalten in der Küche ab, so sie denn genügend Platz dafür bietet. Das war früher noch viel ausgeprägter, als die Küche ohnehin als jener Raum galt, in dem sich alle trafen. Eine Ausstellung mit dem Titel „Küchenleben“ ist demnächst im Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseum zu sehen.

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Kartenspiel in geselliger Runde in einer Küche des Jahres 1935, mit Fahrrädern an der Wand.

Quelle: Archiv historische Alltagsfotografie

Pritzwalk. Kennen Sie noch den alten holzbefeuerten Herd von Oma? Oder den Fleischwolf und die „Flotte Lotte“? All das sind Küchenutensilien von anno dazumal. Aber Einblicke in die wahren Zentren des deutschen Alltags versprechen höchst interessant und lehrreich zu werden. Möglich macht sie eine neue Ausstellung im Stadt- und Brauereimuseum Pritzwalk, die am vom 31. März bis zum 2. Juli zu sehen sein wird.

„Als Kuratoren fungieren Lothar Binger und Susann Hellemann aus Kleinmachnow“, informiert Museumsleiter Lars Schladitz. Die beiden betreiben unter anderem das „Archiv historische Alltagsfotografie“ und waren in der Dömnitzstadt vor zwei Jahren bereits mit der Ausstellung „Eene meene Muh – Kinderspiel in Brandenburg“ vertreten.

Von der Feuerstelle zur Designerküche

Diesmal entführen die Kuratoren die Besucher in die Küche als Zetrum der Wohnung und als sozialen Lebensraum, in dem gekocht, geputzt, gearbeitet, geruht und gefeiert wurde. In den Ort also, in dem sich ein Großteil des Lebens abspielte. Gezeigt werden neben vielfältigen familiären und geselligen Aktivitäten der Küchennutzer von einst und heute zugleich Küchentrends. Technische Entwicklungen werden ebenso sichtbar wie kulturelle Normen, historische Brüche und die sich wandelnden Arbeitsbedingungen der Hauptpersonen in der Küche – Jahrzehnte lang waren das vor allem die Hausfrauen.

An mehreren Stationen sind die Veränderungen zu sehen, die von der mittelalterlichen Feuerstelle über die Arbeiterwohnküchen aus der Zeit um 1900, die Kriegsküchen um 1945 zu den Einbauküchen der 1960er Jahre reichen, bis hin zu den vielfältigsten Küchenentwicklungen der Moderne – wo in manchen Designerküchen und im Fernsehen geradezu ein pseudoreligiöser Kult ums Kochen und Essen zu beobachten ist.

Eröffnung mit Kuratoren

Darüber hinaus werden Aspekte im „Küchenleben“ beleuchtet, die nicht sofort im Mittelpunkt des Interesses stehen: Energie, Wasser, Ernährung und Abfall.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 31. März, um 19 Uhr im Stadt-. und Brauereimuseum Pritz­walk. Die Kuratoren Lothar Binger und Susann Hellemann werden an diesem Abend anwesend sein.

Zur Ausstellung „Küchenleben“ ist ein gleichnamiger begleitender Bildband erschienen.

Von Andreas König

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