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Prignitz Kühles Nass und Hitzefrei
Lokales Prignitz Kühles Nass und Hitzefrei
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00:37 01.06.2018
Volles Haus im Pritzwalker Freibad: Die Kinder planschen im kühlen Wasser und die Eltern ziehen ihre Bahnen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Pritzwalk

Die Region schwitzt: Facebook-Nutzer aus den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin haben uns am Dienstag ihre Hitzerekorde gemeldet: Platz 1 geht zu gleichen Teilen an Renate Mahnke in Frankendorf (Ostprignitz-Ruppin) und Rainer Harms in Perleberg, deren Thermometer 38 Grad anzeigte.

Schönes Wetter im Mai ist ja keine Seltenheit – Temperaturen von 30 Grad und mehr aber schon. Die Hitzewelle hat ganz viele Facetten. Sie sorgt bereits für eine sommerliche Vegetation. Die Menschen stellen sich allerorten darauf ein, genauso wie die Tiere

Bei Gabriele Boettcher in Glöwen waren es 32,8 Grad, bei Jessy Schulz in Wittenberge 32,5 Grad. Renate Hille in Alt Ruppin meldete 31,5 Grad, Heinz Brüggemann in Perleberg 31,2 Grad, Manuela Hapke in Wusterhausen 30,5 Grad (um 9 Uhr), Justin Breilich in Wittstock und Cindy Holstein in Perleberg kamen auf 29 Grad. Außer Konkurrenz läuft die Meldung aus Breese (Prignitz), wo 45 Grad geherrscht haben sollen, aber kein Thermometer-Foto auf die Facebookseite gestellt wurde.

Spaß in den Freibädern

Die Freibadsaison ist eröffnet. In Perleberg, Pritzwalk, Putlitz und Karstädt können sich nun alle von der extremen Hitze im kühlen Nass erholen. Zuvor gab es eine längere Verzögerung im Perleberger Freibad – zum einen wegen der Trinkwasserverunreinigung und zum anderen wegen längerer Umbauarbeiten nach dem langen Winter. Nun erfrischt das Wasser mit Temperaturen von über 20 Grad.

Vorsicht vor Dieben!

Aber Vorsicht: Die Wertsachen sollten immer im Blick sein. Erst vor wenigen Tagen nutzten Langfinger die Gelegenheit im Hainholzbad in Pritzwalk, als ein 15-Jähriger sich gerade im Wasser befand. Seine abgestellten Sachen waren in dieser Zeit unbeaufsichtigt. Diebe stahlen sein Handy im Wert von 150 Euro. Auch zwei elf- und siebenjährige Kinder sind bestohlen worden, als sie sich im Wasser befanden. Aus ihren Sachen fehlten etwa 6 Euro.

Die Schulkinder freut das warme Wetter. Fast alle Schulen hatten hitzefrei. An der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Pritzwalk endete am Dienstag der Unterricht für alle Klasse schon um 11.35 Uhr statt um 14.30 Uhr. Eine wahre Erleichterung bei über 30 Grad über die Mittagsstunden. Das Gottfried-Arnold-Gymnasium in Perleberg wählte einen verkürzten Unterricht. Statt 90 Minuten dauert ein Unterrichtsblock nur noch eine Stunde. Alle Schüler können so schon um 12.30 Uhr nach Hause.

Lange Schlangen vor den Eiscafés

Die Eiscafés haben in dieser Woche auch jede Menge zu tun. Lange Schlangen bildeten sich teilweise vor den Geschäften. Das Eiscafé „Martino“ in Pritz­walk hat insgesamt über 50 Eissorten in seinem Sortiment. „Täglich bieten wir davon etwa zwölf Sorten an“, berichtet Inhaber Shehada Martino. Besonders gut angenommen werden Schoko, Vanille und Erdbeere. Vor allem an solchen heißen Tagen fragen die Gäste auch oft nach Zitrone, Waldmeister und Grüner Apfel sowie weiteren erfrischenden Geschmacksrichtungen. Alle Eissorten entstehen in eigener Produktion und können im Eiscafé oder auf der Außenterrasse genossen werden.

Die ersten Waldbrände gab es bereits

Die Hitze steigt und damit auch die Waldbrandgefahr in der Prignitz. Am Dienstag galt die zweithöchste Warnstufe. Am Mittwoch wieder die höchste. Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Bereits am 9. Mai gab es einen großen Waldbrand bei Bad Wilsnack von über einem Hektar. Zehn Feuerwehren rückten an diesem Nachmittag mit unzähligen Einsatzkräften aus. Schnell war der Brand unter Kontrolle. Ähnlich auch am 23. Mai. Da brannte es in einem Waldstück an der Lenzener Chaussee in Wittenberge. Weitere kleinere Flächenbrände sind ebenso in den trockenen letzten Wochen verzeichnet worden. Größere Schäden blieben aber bisher aus.

Von Dirk Klauke und Marcus J. Pfeiffer

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