Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Kugel statt Hautknubbel: Katze angeschossen
Lokales Prignitz Kugel statt Hautknubbel: Katze angeschossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:36 13.07.2016
Die Katze wurde mit vier Jungen in einem Kyritzer Kleingarten gefunden. Quelle: Privat
Anzeige
Dossow

Der Anruf einer Gartenbesitzerin aus Kyritz vor einer Woche verhieß für Yvonne Kempf vom Tierschutzverein „Hof der kleinen Tiere“ in Dossow zunächst einmal nichts Besonderes. Die Kyritzerin hatte in ihrem Garten eine herrenlose Katze mit vier Jungen entdeckt. „Im Tierheim Herzsprung war kein Platz für die Katzen“, erinnert sich Kempf, da habe sie die Tiere in die Auffangstation ihres Vereins in Wittstock gegeben. Die Überraschung folgte erst nach einem Gesundheitscheck der fünf Katzen bei einem Tierarzt am vergangenen Freitag.

Knubbel entpuppt sich als Projektil

„Die Ärztin stellte fest, dass die Katzenmama trächtig ist“, sagt Kempf. Leider gab es auch eine negative Überraschung: Der von Yvonne Kempf im Schulterbereich der Katzenmutter festgestellte „Knubbel“, den sie zunächst für einen Knochensplitter gehalten hatte, stellte sich als Projektil heraus. „Es war keine Eintrittswunde mehr zu sehen, die Katze muss also schon vor Wochen angeschossen worden sein“, vermutet die Tierschützerin. Sie habe nach dem Arztbesuch sofort Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.

Die Katzenkinder und ihre Mutter suchen nun ein neues Zuhause. Quelle: Privat

„Ich verstehe nicht, wie Menschen solchen Hass gegen Tiere hegen können“, sagt Yvonne Kempf kopfschüttelnd. Es komme immer mal wieder vor, dass streunende Katzen durch Gärten streifen, doch dann müsse man nicht gleich auf die Tiere schießen. „Zum Glück ist der Katzenmama nichts Schlimmeres passiert, das hätte auch tödlich enden können“, sagt die 33-Jährige. Nun habe das Tier aber Zeit sich zu erholen. Für die neun Wochen alten Katzenjungen könne demnächst die Suche nach einem neuen Zuhause beginnen. „Ich habe die Bilder schon auf unserer Facebookseite gepostet“, informiert Kempf.

Für die Katzenmutter werde der Aufenthalt aber noch etwas dauern. Der Erholungsprozess wird sich nach Yvonne Kempfs Einschätzung wohl bis Ende des Jahres hinziehen. Denn solange das Tier trächtig ist, könne das Projektil nicht aus dem Rücken entfernt werden. „Raus muss es auf jeden Fall, denn das Ding wandert sonst immer weiter in den Körper“, weiß Kempf.

Polizei sucht Zeugen der Tierquälerei

Das Projektil selbst kann nach Auskunft der Polizei auch genauere Informationen darüber geben, mit welcher Waffe auf die Katze geschossen wurde. „Wir setzen auf die Hilfe von Zeugen“, erklärt eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Auch Zusammenhänge mit einem im Januar auf einem Kyritzer Spielplatz zu Tode misshandelten Tier werde geprüft. „Allerdings sind die Täter hier ganz anders vorgegangen“, so die Sprecherin. Eine Spur des oder der Täter habe die Polizei jedoch bis heute nicht finden können, obwohl bereits hohe Geldbeträge von Tierfreunden für sachdienliche Hinweise in Aussicht gestellt worden waren.

Yvonne Kempf hingegen hofft, dass der „Idiot, der da in Kyritz rumballert“ bald gefasst wird. Für die Katzenjungen, drei Kater und eine Katze, rührt sie derweil kräftig die Werbetrommel. „Die Kleinen können ab jetzt von Interessenten schon reserviert werden“, kündigt sie an. Ausziehen dürften die Kleine dann in drei bis vier Wochen, wenn sie ihre letzte Impfung bekommen haben.

Mehr Informationen hier oder telefonisch bei Yvonne Kempf: 0162/4389535

Von Christian Bark

Mit einem großen Sommerfest am 18. Juli wollen die Meyenburger Kinder der Geschwister-Scholl-Grundschule möglichst viel Geld sammeln, das sterbenskranken Kindern zugute kommen soll. Die Spenden wollen sie am 12. August an Helmut Rohde übergeben, den Organisator der Hansetour Sonnenschein.

14.07.2016

Die jüngsten Terroranschläge in der Türkei lassen viele Menschen ihren Urlaub umbuchen, auch in Pritzwalk ist das so. Birgit Kiekback vomn Reisebüro „Relax“ berichtet, dass überhaupt die Zahl der langfristigen Urlaubsbuchungen gesunken ist. Ersatzdomizile für die Türkei sind im Moment Bulgarien, Spanien und Griechenland.

14.07.2016
Prignitz Prignitz: Polizeibericht vom 11. Juli - Wittenberge: Jugendlicher mit Schlagring

Die Polizei hat in der Nacht zu Freitag bei einem Jugendlichen in Wittenberge einen Schlagring sichergestellt. Der 16-Jährige, der in der Clara-Zetkin-Straße kontrolliert wurde, hatte den Schlagring, der hierzulande unter das Waffengesetz fällt, in seinem Rucksack. Die Beamten übergaben den Jugendlichen seinen Eltern.

11.07.2016
Anzeige