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Kuhbier, diesen Namen gibt es nur einmal

Stolz auf die Heimat Kuhbier, diesen Namen gibt es nur einmal

Auf vielen Autos im Ort prangen unterschiedliche Aufkleber, die eine Kuh zeigen, die Bier trinkt. Das Motiv findet sich auch auf T-Shirts wieder. Auch wenn der Ortsname „Kuhbier“ weder etwas mit Kuh noch mit Bier zu tun hat, sind die Bewohner stolz darauf. Schließlich gibt es ihn nur einmal.

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Der Name Kuhbier ziert Auto-Aufkleber, wie hier zu sehen, und T-Shirts, oft auch mit einer Bier trinkenden Kuh als Symbol

Quelle: Bernd Atzenroth

Kuhbier. Es soll Menschen geben, die finden den Ortsnamen Kuhbier lustig. Eines aber ist er auf jeden Fall: einmalig. Denn Kuhbier gehört zu den wenigen Orten in Deutschland, die es namentlich nur ein einziges Mal gibt. „Darauf sind wir alle mächtig stolz“, sagt dazu zum Beispiel die Kuhbiererin Heike Zellmer. Und diesen Stolz zeigen die Menschen aus dem Ort auch, zum Beispiel mit verschiedenen Versionen eines Kuhbier-Autoaufklebers. Der zeugt von Humor in eigener Sache bei den Einwohnern, ist darauf doch in der Regel tatsächlich eine biertrinkende Kuh zu sehen.

Man könnte ja auch meinen, dass der Name tatsächlich was mit Kühen zu tun hat, zumal ja auch in der Nähe Dörfer mit Namen wie Kuhsdorf und Bullendorf liegen. Doch so ist das nicht, denn der Name ist slawischen Ursprungs. Er stammt aus dem Wendischen und wird in alten Urkunden Cubier (1438), Kobyr (1498), was auf wendisch Weberdorf heißt, und Feld Kober (1524), was auf ein Klettenfeld hinweist, geschrieben. Nach einer dritten Variante bedeutet es Grenzturm. Die erste schriftliche Erwähnung als Kubir ist aus den Jahren 1304 und 1312 überliefert.

Axel Gruschka mit Kuhbier-T-Shirt

Axel Gruschka mit Kuhbier-T-Shirt

Quelle: Bernd Atzenroth

Nichtsdestotrotz macht sich die Kuh, die Bier trinkt, als Werbeträger in eigener Sache ganz gut. Zumal der Aufkleber „aus einer Bierlaune heraus“ entstanden sein soll, wie Axel Gruschka erzählt. Auf einer Herrentagstour trugen Männer aus dem Ort T-Shirts, die die Bier trinkende Kuh zeigten. Solche T-Shirts gibt es immer noch – sie werden auch am kommenden Wochenende beim Traktorentreffen sicher oft zu sehen sein. Zwischenzeitlich muss es von Tassen und Jacken bis hin zu Schlüsselanhängern Kuhbier in allen Varianten gegeben haben. Als der Ort 700 Jahre alt geworden ist, gab es Kuhbier-Etiketten.

Dass der Ortsname auch noch zu anderen Wortschöpfungen inspirieren konnte, zeigt das Beispiel einer Musikveranstaltung, die es immerhin ein gutes Jahrzehnt lang gegeben hat: „Kuhstock“ war eine Mischung aus Kuhbier und Woodstock, eine Art Mini-Wacken auf einer Wiese in Ortsnähe, auf das die Bewohner ebenfalls noch stolz sind, wenngleich es dieses Ereignis nicht mehr gibt.

Von Bernd Atzenroth

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