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Prignitz Zwei Dörfer kämpfen um die Dömnitzbrücke
Lokales Prignitz Zwei Dörfer kämpfen um die Dömnitzbrücke
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00:22 19.04.2019
In einem Duell fordern die Einwohner von Kuhbier ihr Nachbardorf Groß Langerwisch heraus – wem gehört die Dömnitzbrücke? Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Kuhbier/Groß Langerwisch

Wer zuerst in den Fluss fällt, hat verloren. Ein Tauziehen soll am Samstag darüber entscheiden, zu wem die Dömnitzbrücke zwischen den beiden Dörfern gehört – Kuhbier oder Groß Langerwisch. Um 15 Uhr startet das langersehnte Kräftemessen.

Seit jeher trennt der kleine Fluss die Gemarkung Helle von Kuhbier. Das Duell am Samstag soll im Rahmen eines kleinen Festes Klarheit schaffen, wie Mitorganisator Christian Rochnia informiert.

Ein Einsatz war der Anlass

Ein Unparteiischer aus Schönhagen wird dafür sorgen, das alles mit rechten Dingen zugeht. Im Vorfeld können sich die kleinen Gäste ab 14 Uhr bei Osterspielen messen. Für das leibliche Wohl sorgen die Jugendfeuerwehren beider Dörfer.

Der Hintergrund ist eine lange Geschichte: Die Freiwillige Feuerwehr aus Groß Langerwisch wurde vor zirka zwei Jahren zu einem Einsatz gerufen. „Etwa 250 Meter hinter der Dömnitzbrücke lag ein Baum quer über der Straße und behinderte den Verkehr“, so Christian Rochnia.

Bezahlung für die Amtshilfe

Die Feuerwehren aus Kuhbier und Groß Langerwisch pflegen eine enge Freundschaft. „Wir nehmen gemeinsam an Ausbildungen teil und fahren auch meistens gemeinsam zu den Einsätzen“, erzählt Christian Rochnia, jedoch nicht an jenem stürmischen Tag.

Beim nächsten gemeinsamen Ausbildungsdienst in Kuhbier wollten die Groß Langerwischer eine Bezahlung in Form von Bier für die Amtshilfe einfordern. Aber so einfach war es dann doch nicht: Nach Protesten ging es dann um die Gemarkungsgrenze zwischen Kuhbier und Groß Langerwisch.

Die Brücke soll nicht die Grenzen sein

Die Kuhbierer behaupteten, dass die alte Brücke, die beim letzten Hochwasser weggespült wurde, die Langerwischer war und sie eine neue errichtet hätten. Das ließen die Langerwischer hingegen nicht auf sich sitzen und behaupteten erstmal das Gegenteil.

Das Thema kam immer wieder zur Sprache: „Die Brücke soll nicht die Grenzen sein. Wir erhielten viele Nachfragen von den Bürgern“, sagt Christian Rochnia. „So entstand die Idee, vielleicht aus einer Bierlaune heraus, dies durch ein Tauziehen zu entscheiden.“

Der Gewinner soll dann die Brücke vom Bürgermeister erhalten und das Recht haben „Wegzoll“ zu verlangen, kündigen die Veranstalter an. Sie laden alle Einwohner und Gäste zum Tauziehen mit vielen weiteren Spielen, Kaffee, Kuchen und Bratwurst ein.

Von Marcus J. Pfeiffer

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