Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Kuhsdorfer Jugendwehr räumte groß auf

Müllsammelaktion Kuhsdorfer Jugendwehr räumte groß auf

Zur einer Müllsammelaktion trafen sich am Sonnabend die Kinder und Jugendlichen der Kuhsdorfer Jugendfeuerwehr. Sie sammelten an rund 20 Kilometern Straßen und Wegen in der Gemarkung Abfall auf. Allein 95 Schnaps- und Bierflaschen, teilweise noch mit Inhalt, förderten die freiwilligen Helfer aus den Gräben und vom Straßenrand zu Tage.

Voriger Artikel
Jordis Hammer lockte 50 Gäste nach Pritzwalk
Nächster Artikel
Bürgermeister-Stichwahl trotz Wahlsieg

Fleißig beim Aufräumen: Mitglieder der Jugendwehr Kuhsdorf.

Kuhsdorf. Fleißig wie die Bienen waren am Sonnabend die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Kuhsdorf. Ihr „Osterspaziergang der etwas anderen Art“ führte sie entlang von rund 20 Kilometern Straßen und Wegen in der Gemarkung Kuhsdorf. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht die gesunde Bewegung an der frischen Luft, sondern der Einsatz für ein ansehnlicheres Erscheinungsbild des Dorfes. „Wir haben im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren wieder Müll und Dreck aufgesammelt“, sagte Hans-Georg Kiekback von der Feuerwehr Lindenberg. Der stellvertretende Wehrführer Sven Kuhn, der für die Jugendarbeit bei der Kuhsdorfer Wehr verantwortlich ist, ergänzte: „Damals kamen riesige Mengen Müll zusammen. Das hat sich jetzt schon ein bisschen gegeben, zum Glück.“

Dennoch hatten die zwölf Kinder und Jugendlichen der Wehr alle Hände voll zu tun. Allein 95 Schnaps- und Bierflaschen, teilweise noch mit Inhalt, förderten die freiwilligen Helfer aus den Gräben und vom Straßenrand entlang der Straßen zu Tage. Hinzu kamen Styroporabfälle, Reifen, ein Autositz, zehn Kilogramm Metallschrott und sogar ein totes Huhn landeten auf dem Hänger. Nach gut zweieinhalb Stunden trudelten die Trupps wieder am Feuerwehrgerätehaus ein, wo sie ihre Beute abluden und den Erwachsenen zur Entsorgung übergaben.

Damit sich die fleißigen Sammler vor allem an scharfkantigen Abfällen nicht verletzten, kam ein Greifarm zum Einsatz, wie er teilweise von professionellen Straßenreinigern benutzt wird. Zum Abtransport wurden Anhänger benutzt, die entweder von einem Rasentraktor oder einem größeren Auto gezogen wurden. Mit dabei waren unter anderem Christian Kiekback, Tim Reineke, Adrian Kiekback, Lilly Schoof, Max Göllnitz, Levke Eckert, Vanessa und Jessica Eck sowie Renee Rottmann.

Die fleißigen Aufräumhelfer mit ihrer Beute

Die fleißigen Aufräumhelfer mit ihrer Beute.

Quelle: Andreas König

„Diese Aktion ist wirklich ein toller Beitrag für ein schöneres Ortsbild“, lobte Ortsbeiratsmitglied Andreas Kiekback. Zur Belohnung wurde der Holzkohlegrill angeworfen, und die fleißigen Helfer konnten sich mit Bratwurst und Brötchen stärken, die vom Jagdpächter zur Verfügung gestellt wurden.

„Doch warum heißt die Aktion Osterspaziergang, wo das Fest doch schon ein paar Tage her ist?“ „Naja, im vergangenen Jahr hatten wir den Arbeitseinsatz wirklich zu Ostern veranstaltet“, erklärte Wehrführer Hans-Georg Kiekback. „Aber wegen des christlichen Feiertages fanden das nicht alle gut.“ Doch der Name blieb und dürfte dem „Erfinder“ Johann Wolfgang von Goethe ganz gut gefallen haben. Der Wunsch „Solch ein Gewimmel möcht’ ich sehen“ erfüllte sich in Kuhsdorf und Umgebung auf jeden Fall. „Wir wären sogar noch mehr gewesen“, sagte Sven Kuhn. „Aber in Groß Pankow war Truppmannlehrgang, und da konnten die Kameraden natürlich hier nicht mitmachen.“

Nach getaner Arbeit schmeckte die Bratwurst richtig gut

Nach getaner Arbeit schmeckte die Bratwurst richtig gut.

Quelle: Andreas König

Dennoch ist das Ergebnis beeindruckend. Ebenso das Verhältnis von gestandenen Feuerwehrleuten und dem Nachwuchs in der Jugendwehr. Den 19 aktiven Kameraden der Kuhsdorfer Wehr stehen 16 Mitglieder der Jugendwehr zur Seite. „Wir haben in diesem Jahr auch die beiden Kinder aus Giesensdorf bei uns aufgenommen“, berichtete Sven Kuhn. Mit dem geringen Bestand sei im Nachbarort keine sinnvolle Feuerwehrarbeit mehr zu leisten gewesen, so dass die Giesensdorfer jetzt in Kuhsdorf ein neues Feuerwehr-Zuhause gefunden haben. „Wir versuchen auch, den jungen Leuten etwas zu bieten“, pflichtete Hans-Georg Kiekback bei. „An jedem zweiten Sonntag im Monat ist Jugendwehrausbildung bei uns.“

Gemeindefeuerwehrtag am 21. und 22. Mai

Zu tun gibt es immer etwas. Die nächsten Höhepunkte sind der Gemeindefeuerwehrtag am 21. und 22. Mai und das Jubiläum des 80-jährigen Bestehens der Feuerwehr Kuhsdorf. Zu diesem Anlass will die rührige Truppe mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion auf sich aufmerksam machen. Vor dem Gerätehaus wuchs am Sonnabend „Stuart“ in die Höhe, ein neuer Kamerad. „Stuart“ im richtigen Leben eine der Figuren aus dem Animationsfilm „Minions“, ist ein Feuerwehrmaskottchen der besonderen Art. Gestaltet haben ihn die Feuerwehrleute gemeinsam mit den Kindern aus zwei großen Strohballen, einem großen blauen Eimer, einem silberfarben lackierten Autoreifen und jeder Menge Farbe. Die Kinder durften „Stuart“ den letzten Farbschliff geben. Andreas Kiekback fertigte bei sich zu Hause noch zwei Hände an, die dem Minion noch fehlten. Ein Transparent soll auf das Feuerwehrjubiläum hinweisen.

Alles in allem verbrachten Alt und Jung einen schönen und vor allem sinnvoll genutzten Sonnabend, bei dem sie einiges erreichen konnten. Zum einen sieht die Umgebung von Kuhsdorf nach dem Frühjahrsputz wieder ansehnlich aus, zum anderen ist nach liebevoller Kleinarbeit ein neuer putziger Strohkamerad hinzugekommen.

Von Andreas König

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg