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Prignitz Kulturfonds für alle beim Prignitz-Sommer
Lokales Prignitz Kulturfonds für alle beim Prignitz-Sommer
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13:02 29.05.2015
Simone Döring leitet in der Prignitzer Kreisverwaltung das Zentrum für Bildung, Kultur und Medien. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Der Prignitz-Sommer ist eine ziemlich einmalige Form der Kulturförderung. „Wir haben keine Kulturförderrichtlinie wie andere Landkreise“, berichtet Simone Döring. In der Prignitzer Kreisverwaltung leitet sie das Zentrum für Bildung, Kultur und Medien. Der Landkreis bildet somit eine Ausnahme in Brandenburg.

Mit dem Prignitz-Sommer hat der Landkreis einen großen Fördertopf geschaffen, in den neben dem Kreis auch Städte, Ämter und Gemeinden, Sponsoren sowie das Brandenburger Kulturministerium einzahlen. „Es gibt kein Antragsverfahren, die Mittel werden einvernehmlich verteilt. “, erklärt Simone Döring. Sie fährt alljährlich in die Kommunen, und die sagen, welche Veranstaltung sie gefördert haben möchten.

Mit am Tisch sitzen die Vereine. Dass alle vollkommen zufrieden sind, will Simone Döring nicht behaupten. Aber es bestehe doch ein Einvernehmen. Wer im Vorjahr für sein Dorfjubiläum eine kräftige Förderung erfahren hat, steckt von sich aus zurück. Andere verzichten für dieses Jahr auf eine Förderung, weil im nächsten Jahr das Jubiläum der Feuerwehr groß gefeiert werden soll.

Förderung für Altbekanntes und neue Projekte

In diesem Jahr reicht der Prignitz-Sommer Mittel von insgesamt 175.000 Euro zur Unterstützung von etwa 70 Veranstaltungen aus. Der Landkreis steuert 65.000 Euro bei, aus dem Potsdamer Kulturministerium fließen 22.000 Euro, mit einer erheblichen Summe ist die Sparkasse als Hauptsponsor dabei, den Rest zahlen Städte, Ämter und Gemeinden entsprechend ihrer Einwohnerzahl in den Topf.

Gefördert werden etwa die Reihe der „Offenen Ateliers“, die Pritzwalker Festtage im Juni, Veranstaltungen im Meyenburger Modemuseum, die 690-Jahr-Feier im September in Schmolde (Amt Meyenburg), die Elblandfestspiele in Wittenberge, Lotte-Lehmann-Akademie und Lotte-Lehmann-Woche in Perleberg; Konzerte in den Kirchen von Döllen, Groß Lüben oder Bad Wilsnack sowie im Schloss Wolfshagen stehen auf der Förderliste. Auf Wunsch der Gemeinde Karstädt erhält alljährlich auch „Rock im Moor“ in Boberow einen Zuschuss. Die Zuwendungen beginnen bei einigen hundert Euro und reichen bis zu einem Höchstbetrag von 14.500 Euro. „Gefördert werden altbewährte Veranstaltungen, aber auch neue Sachen“, erläutert Simone Döring.

Kultur soll flächendeckend gefördert werden

„Ziel ist eine flächendeckende Förderung von Kultur“, sagt sie. Es gehe darum, anspruchsvolle Veranstaltungen dorthin zu bringen, wo dies ohne eine Unterstützung durch den Prignitz-Sommer nicht möglich wäre. Die Gage etwa des Wandertheaters „Ton und Kirschen“ kann sich eben ein kleiner Verein nicht leisten. Nur aufgrund der Förderung durch den Prignitz-Sommer ist der Auftritt des Potsdamer Musiktheaters „I Confidenti“ in der Kietzer Dorfkirche (Amt Lenzen-Elbtalaue) möglich. Die Veranstaltung ist stets ausverkauft und zu einem Geheimtipp für Musikfreunde geworden.

Durch den Prignitz Sommer werden auch alle weiteren Konzerte, Aufführungen, Feste und Jubiläen im Landkreis im jährlichen Veranstaltungskalender beworben.

Hinweis: Unter www.prignitzsommer.de ist die ganze Vielfalt der Kulturangebote der Prignitz auch im Internet einzusehen.

Von Michael Beeskow

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