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Kundgebung gegen Nazidemo als Zeichen

Perleberg Kundgebung gegen Nazidemo als Zeichen

Alles, was in der Prignitz Rang und Namen hat, schloss sich einem Aufruf zu einer Gegenkundgebung gegen an Nazidemo am Freitag in Perleberg an. Sogenannte Freie Kräfte wollen auf dem Großen Markt demonstrieren. Das wollen die Initatoren der Gegenkundgebung nicht einfach hinnehmen.

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Der Große Markt in Perleberg wird am Freitag Ort der beiden Kundgebungen sein.

Quelle: Atzenroth

Perleberg. „Für ein friedliches Miteinander und eine weltoffene und tolerante Prignitz – Rassismus und Fremdenhass entgegentreten“ – so ist ein Aufruf betitelt, sich einer der Demo der Freien Kräfte Neuruppin–Osthavelland entgegenzustellen, die diese für den morgigen Freitag, 30. September, in Perleberg planen. Die Unterstützerliste für den Aufruf zur Gegenkundgebung trägt eine Reihe von prominenten Namen aus der Stadt Perleberg und aus der ganzen Prignitz.

Anlass für die breit angelegte Gegenaktion war die zunehmende Präsenz der Freien Kräfte und anderer Rechtsextremer in der Region. Diese versuchen, ein Verfahren gegen einen jugendlichen afghanischen Flüchtling, der jetzt wegen Missbrauchs von Kindern zu Sozialarbeit verurteilt wurde, für ihre Zwecke zu nutzen. Schon zweimal gab es deswegen Demonstrationen und Gegendemos in Glöwen. Jetzt wollen die Freien Kräfte, die zu den radikalsten Gruppierungen im rechtsextremen Spektrum gehören, nach dem Urteilsspruch diesen zum Anlass für eine weitere Demo nehmen, in der über diesen Fall die gesamte Aufnahme von Flüchtlingen diskreditiert werden soll. „Seit Monaten hetzen rechtsextreme Parteien und Kameradschaften auch in der Prignitz gegen Geflüchtete, gegen Helferinnen und Helfer, gegen Willkommensinitiativen und gegen die Integration von Geflüchteten“, heißt es darum in dem Gegenaufruf. „Erst vor wenigen Tagen wurden in vielen Orten der Prignitz fremdenfeindliche Plakate geklebt.“ Die Freien Kräfte wollten das „friedliche Miteinander in der Prignitz zerstören und die Menschen verunsichern“, heißt es in dem Gegenaufruf weiter. Diese Hetze und unverhohlene Drohungen und Diffamierungen gegen Geflüchtete mündeten darin, „dass in unserem Land Flüchtlingsunterkünfte angezündet werden und dass Menschen um ihr Leben und ihre Gesundheit fürchten müssen“.

Die Unterstützer des Aufrufs

Annett Jura (parteilos), Bürgermeisterin von Perleberg, die Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann (Linke), Dagmar Ziegler (SPD) und Sebastian Steineke (CDU), die Landtagsabgeordneten Thomas Domres (Linke), Gordon Hoffmann (CDU) und Holger Rupprecht (SPD), Christian Müller (SPD), Erster Beigeordneter des Prignitzer Landrats, Frank Döring (Linke) als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Perleberg sowie die Fraktionschefs in der SVV ,Rainer Pickert (CDU), Jochen Ritter (FDP/KBV) und Wolfgang Schulz (SPD), Oliver Hermann (parteilos), Bürgermeister Stadt Wittenberge, Anja Kramer (parteilos), Bürgermeisterin der Gemeinde Plattenburg, Peter Krips, Vorsitzender VVN – BdA, Harald Pohle, Unterbezirksvorsitzender der SPD, Helmut Adamaschek, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

„Wir wollen, dass diese Parolen auch in der Prignitz nicht unwidersprochen bleiben. Wir wollen deutlich machen, dass es in der Prignitz keinen Platz für rassistische Hetze gibt“, heißt es in dem Aufruf zur Gegendemo. „Mit unserer Kundgebung am 30. September um 18 Uhr werden wir ein Zeichen für Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander setzen“, heißt es weiter. Sie findet in Perleberg auf dem Großen Markt statt. „Wir rufen alle demokratisch gesinnten und friedliebenden Bürgerinnen und Bürger auf, sich den rechtsextremen und fremdenfeindlichen Bestrebungen in der Prignitz entgegenzustellen“, heißt es.

Von MAZonline

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