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Kirche in Kunow wieder eingeweiht

Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz Kirche in Kunow wieder eingeweiht

Die Feldsteinkirche in Kunow ist am Sonnabend nach zweijähriger Sanierung wieder eingeweiht worden. Das Kirchenschiff wurde außen und innen vollständig saniert sowie Glockenanlage und -stuhl erneuert. Als sichtbares Zeichen für die Wiedereinweihung trugen Kirchenälteste Kreuz und Kerzenständer ins Gotteshaus.

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Beate Kern dankt Sven Hampel für sein jahrelanges Engagement.

Quelle: Christamaria Ruch

Kunow. Die Jahreszahlen 1449 und 2013 bis 2015 stehen zukünftig auf einer Stufe. Denn diese Daten markieren umfassende Bauarbeiten an der Kirche in Kunow (Gemeinde Gumtow). Eine zweijährige Bauzeit, viele Rückschläge, Unwägbarkeiten und die ständige Suche nach Finanzmitteln gehören jetzt zur Geschichte. Das Kirchenschiff ist außen und innen vollständig saniert sowie Glockenanlage und -stuhl erneuert. 192 300 Euro flossen in das Vorhaben.

Deshalb feierten die Mitglieder dieser Kirchengemeinde am Sonnabend mit vielen Gästen ein Kirchweih- und Pfarrsprengelfest. Als sichtbares Zeichen für die Wiedereinweihung trugen Kirchenälteste Kreuz und Kerzenständer in die Kirche, stellten diese auf den Altar und zündeten die Lichter an. Mit einem fröhlichen „Halli, hallo, herzlich willkommen, Vorhang auf, jetzt geht es los“ einer Kindergruppe aus Kunow fiel auch der musikalische Startschuss. Außerdem spielte der Posaunenchor Glöwen/Havelberg unter Leitung des früheren Kirchenmusikers Gottfried Förster sowie Thomas Kern an der Lütkemüllerorgel.

Superintendent Oliver Günther ging in seiner Predigt auf den Fischzug des Petrus ein und spannte dabei den Bogen zu Kunow: „Da ist jemand, der stellt sich der Gemeinde zur Verfügung, weil er vom Bauen Ahnung hat. Die Gemeinde braucht diese Stärken.“ Dabei schlussfolgerte er: „Wenn die Gemeinde diese Stärken nutzt, dann hat sie eine Zukunft.“ Zugleich erinnerte er daran, dass anfangs die Sanierungsarbeiten „noch glatt und gerade verliefen.“ Aber wie so oft im Leben liegen Höhen und Tiefen dicht beieinander. Damit meinte Günther den steinigen Weg bis zu diesem Festtag.

Die Suche nach einem neuen Farbkonzept

„Mir war klar, dass wir aus technischer Sicht nicht scheitern werden“, sagte Bauleiter André Degenhardt auf MAZ-Nachfrage. Dabei gehörte Kunow bisher zu seinem schwierigsten Projekt von insgesamt 50 Baustellen. Allerdings räumte er ein: „Die größte Hürde waren die finanziellen Probleme, doch die hat Sven Hampel mit Bravour gelöst.“ Hampel als Mitglied im Gemeindekirchenrat Kunow war Dreh- und Angelpunkt für die Sanierung. Seiner Aussage nach investierte er gut 330 ehrenamtliche Arbeitstage in die Koordinierung für das Projekt. In seinem Vortrag über die Bauphase gab er den Besuchern Einblicke, wie dennoch „viele Hilfen, Ideen und Unterstützungen“ zum Ziele führten.

Ein Blick in die Geschichte

Um 1290 erfolgte der Bau der Feldsteinkirche in Kunow.

1305 wurde diese erstmals schriftlich erwähnt.

1449: Erneuerung Dachtragwerk Kirchenschiff und Turm.

1711 und 1838: Instandsetzungen und Reparaturen. Dabei könnte es sich um eine Vergrößerung der Fenster und Änderungen am ehemaligen Seitenportal handeln. Dies vermutet Gordon Thalmann von der unteren Denkmalbehörde des Landkreises Prignitz.

Genau vor einem Jahr stand etwa noch die Suche nach einem neuen Farbkonzept für den Innenraum der Kirche zur Diskussion. Die Baubeteiligten entschieden sich damals für eine an das 19. Jahrhundert angelehnte Farbfassung für die alte Dame Kirche. Und nahmen auch in Kauf, sich einmal mehr vom gerade erst aufgestellten Finanzkonzept zu verabschieden. Die völlig ungeplante Innensanierung wegen mehrerer Wasserschäden kostete zusätzlich 49 700 Euro. Dabei waren nach Übernahme der Versicherungssummen noch 21 900 Euro offen.

Von der Landesregierung in Potsdam über die Stiftungen Maßwerk und Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Prignitz bis hin zum Kirchenkreis Prignitz und vielen privaten Spendern reicht die Palette, die das Unmögliche doch noch ermögliche. „Ich habe auf Förderer und einen guten Weg gehofft. Wenn wir uns zu dieser Gratwanderung nicht entschlossen hätten, würden heute eventuell noch Gerüste hier stehen“, sagte Sven Hampel.

Von Christamaria Ruch

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