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Kunower Bienen geht es gut

Imkereisaison hat guten Start hinter sich Kunower Bienen geht es gut

Im Garten von Frank Mandel in Kunow summt es beständig. Die Bienen des Hobbyimkers haben den Winter gut überstanden und leisten jetzt ihren Anteil für eine gute Obsternte. Natürlich fällt dabei auch ordentlich Honig ab. Der erste ist schon im Glas.

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Im Garten von Frank Mandel summt es ordentlich. Die Bienensaison läuft bis jetzt sehr gut.

Quelle: Alexander Beckmann

Kunow. Was die diesjährige Obsternte angeht, ist Frank Mandel recht zuversichtlich: „Im Moment sieht’s eigentlich ganz gut aus.“ Die Eisheiligen seien glimpflich verlaufen. Vor allem aber gehe es den Bienen gut. Ohne Bienen kaum Obst.

Für den Kunower Imker stehen die Insekten natürlich im Mittelpunkt des Interesses. Erst im Frühjahr zeigt sich regelmäßig, wie die Bienen über den Winter gekommen sind. „Ich war angenehm überrascht“, berichtet Frank Mandel. „Ich hab im Herbst neun Völker eingefüttert und nach dem Winter immer noch neun gehabt.“ „Einfüttern“ bedeutet, dass die Bienenstöcke mit speziellen Futterreserven ausgestattet werden. Denn den Honig, den die Bienen eigentlich für diesen Zweck einlagern, nimmt sich ja der Mensch.

Das Überleben ist für die Völker beileibe keine Selbstverständlichkeit. Regelmäßig berichten Imker über Verluste. Oft sind die Ursachen unklar. Ein Hauptverdächtiger ist die Varroamilbe, ein Parasit, der die Bienen schwächt. „Die Milbe ist vor allem dann da, wenn es feucht und warm ist“, berichtet Frank Mandel. Zum Glück habe das vergangene Jahr den Parasiten keine idealen Bedingungen geboten. Auch gebe es inzwischen Medikamente. „Dieses Jahr hatte ich keine Probleme damit. Toi, toi, toi.“ Generell gelte aber: „Man bekommt sie nicht ausgemerzt.“

Mit den Bienen tut man etwas für die Umwelt

Seit rund zehn Jahren widmet sich der 57-Jährige der Imkerei. Über die Verwandtschaft sei er mit dem Handwerk in Berührung gekommen. „Wenn man ein bisschen naturverbunden ist, dann bietet sich das Hobby ja an“, findet Frank Mandel. Mit den Bienen tue man etwas für die Umwelt. Die Bestäubungsleistung der Insekten sei nicht zu unterschätzen. „Wir sind darauf angewiesen. Das wird nur manchmal zu spät festgestellt.“ Mandel schätzt, dass im eigenen Garten bestimmt ein Drittel des Obstertrags allein auf die Aktivitäten der Bienen zurückzuführen ist. Dieser Tage kann sich der Fruchtansatz an den Bäumen in Mandels Garten auf jeden Fall sehen lassen.

„Und der eigene Honig ist auch was Schönes.“ Frank Mandel verteilt seinen Ertrag unter Verwandten und Bekannten und zieht auch schon mal im Dorf von Tür zu Tür. „Da muss man ein bisschen rege sein.“

Rückschläge bleiben nicht aus

Unter idealen Bedingungen könne ein Volk 30 bis 40 Kilogramm im Jahr liefern. Der erste Honig des Jahres ist schon abgefüllt. „Man hat aber auch Völker dabei, die füttert man über den Sommer durch. Die kommen gar nicht in Fahrt.“ Überhaupt müsse man als Imker auch immer mit Rückschlägen rechnen, berichtet der Kunower. Er selbst habe schon einen Winter gehabt, den kein einziges seiner Völker überlebte. Da wird das Hobby über die sowieso unverzichtbare Ausstattung hinaus ganz schnell richtig teuer. 100 bis 150 Euro pro Volk müsse man bei einer Neuanschaffung einplanen, so Mandel. „Da kann man schon mal den Mut verlieren.“ Die gegenseitige Unterstützung im Imkerverein und zunehmend auch die Kontakte im Internet helfen, solche Enttäuschungen zu überwinden.

So populär wie noch vor einigen Jahrzehnten ist das Hobby aber lange nicht mehr. Es ist mehr eine Liebhaberei als eine Einkommensquelle – trotz der Bedeutung für Landwirtschaft und Umwelt. Der Nachwuchs ist unter Imkern eine ständige Sorge. Die meisten Mitglieder im Kyritzer Verein sind inzwischen zwischen 40 und 60 Jahre alt. Auch für die Bienen werden die Bedingungen schwieriger, schätzt Frank Mandel ein: „Durch den Klimawandel blüht es immer früher und ist immer schneller wieder vorbei.“

Von Alexander Beckmann

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