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Kunst auf Italienisch

Kunow Kunst auf Italienisch

Das Atelier von Giampaolo di Cocco in Kunow gewährte am Sonnabend aktuelle Einblicke in die internationale Kunstszene. Der Gastgeber selbst und drei italienische Kollegen stellten aus. Auf Anfrage sind einige der Werke auch jetzt noch zu sehen.

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Bunker inspirierten Angelo Barone zu seinem Werk.

Quelle: Foto: Beckmann

Kunow. Der Sonnabendnachmittag in Kunow hatte ganz klar etwas von toskanischer Sommerfrische: stechende Sonne, schattige Kühle, elegant gekleidete Menschen und dazwischen immer wieder Kunst. Es wurde viel gelacht und geredet – vor allem auf Italienisch.

Giampaolo di Cocco (70), Architekt, Bildhauer, Installationskünstler, der seit sechs Jahren in Kunow lebt und arbeitet, hatte gemeinsam mit drei italienischen Kollegen zur Ausstellung in sein Atelier geladen. Über 50 Besucher kamen. Viele Landsleute der Künstler waren darunter sowie Kunstinteressierte mit teils langer Anreise. Die Einheimischen waren deutlich in der Unterzahl.

Dabei bot die Schau mit aktuellen und älteren Arbeiten keineswegs nur Experten interessante Einblicke. So abstrakt, wie manche der Werke auf den ersten Blick wirkten, waren sie gar nicht.

Angelo Barone beispielsweise verarbeitete seine Eindrücke von Weltkriegsbunkern an der Atlantikküste zu einer auffallend geometrischen Installation. In leuchtendem Rot nahmen Platten und Quader die martialischen Formen auf und stellten sie zugleich ad absurdum.

Viel weniger streng präsentierte sich Aroldo Marinai. Der Grafiker zeigte Arbeiten unter dem Motto „Zehn Meter Malerei – 40 Jahre Malerei“ – irgendwo zwischen Comicstrip und Abstraktion.

Richtig breit wurde das Spektrum der Darstellungsformen durch ein Video von Mariateresa Sartori. Sie verfremdet bekannte Filme samt Ton und gibt ihnen neue Bedeutungen.

Gastgeber Giampaolo di Cocco widmete die jüngste seiner Installationen dem Philosophen Benedetto Varchi, dessen Grab er kürzlich in seiner Heimatstadt Florenz entdeckt hatte: Einem sargähnlichen Gebilde entspringen Phantasiegestalten.

Nicht alles erschloss sich dem Betrachter sofort. Die Werke vermittelten aber in jedem Fall Einblicke in die Sichtweisen und Gedankengänge ihrer Schöpfer. Zumindest einige der Stücke sind weiterhin in Kunow zu sehen.

Besichtigungstermine am Wochenende unter 033977/14 99 23.

Von Alexander Beckmann

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