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Prignitz Kunstfreunde verlassen Marktstraßen-Galerie
Lokales Prignitz Kunstfreunde verlassen Marktstraßen-Galerie
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13:56 22.02.2018
Die Kunstfreunde Pritzwalk tagten. Die Mitglieder wählten den Vorstand neu und zogen eine Bilanz des vergangenen Jahres. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Ein gewisser Neid regt sich bereits in der Kunstwelt, wenn von Pritzwalk die Rede ist. Die Stadt, allen voran die Kunstfreunde, haben mit den Ausstellungen Volltreffer in der Publikumsgunst gelandet. Mit Johannes Heisig, der gegenwärtig in der Museumsfabrik ausstellt, wurde ein so berühmten Namen an die Dömnitz geholt, dass sich die Verantwortlichen an anderen Ausstellungsorten fragen: „Wie machen die das?“

Erfolgreiche Jahre begannen mit den „7 Künsten“

Kein Wunder also, dass die Kunstfreunde Pritzwalk in ihrer Mitgliederversammlung auf überaus erfolgreiche Jahre zurückblickten. Begonnen hatte alles 2015 mit dem Projekt „Die 7 Künste von Pritz­walk“, bei dem die Einwohner gemeinsam mit dem Künstlerduo Clegg und Guttmann vormals leerstehende Geschäfte in der Innenstadt künstlerisch belebten.

Die Kunstfreunde Pritzwalk tagten. Der alte Vorstand ist der neue (v.l.): Ingeborg Kretschmar (stellvertretende Vorsitzende), Horst Kontak (Vorsitzender), Ingrid Kontak (Schatzmeisterin). Quelle: Andreas König

Johannes-Heisig-Ausstellung ist bisheriger Höhepunkt

Viel vom Aufbruchsgeist jener Tage haben die Kunstfreunde bewahrt und ausgebaut. „Die Atmosphäre in der Stadt ist eine andere“, sagte Vereinsvorsitzender Horst Kontak. Mit dem bisherigen Höhepunkt, der Johannes-Heisig-Ausstellung in der Museumsfabrik, seien in der Stadt „wundersame Dinge passiert“, wie er sagte. 82 großformatige Bilder seien professionell und akkurat gehängt worden. Oft habe er gehört „So etwas in Pritz-walk, das gibt es doch gar nicht.“

Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt

Gibt es aber doch, und die Erfolgsgeschichte soll fortgesetzt werden. „Wir planen für das laufende Jahr fünf weitere Ausstellungen“, sagte Horst Kontak. Gerrit Gohlke, Vereinsmitglied und künstlerischer Leiter beim Brandenburgischen Kunstverein Potsdam, lobte die Pritz­walker. „Was ihr hier zustande gebracht habt, daran arbeiten anderswo zehn Leute.“

Investor hat das Haus gekauft

Auch die anderen Ausstellungen in der Galerie in der Marktstraße fanden ihr Publikum. Doch dieser Ort steht nicht mehr lange zur Verfügung. „Uns wurde mitgeteilt, dass ein Investor aus Ribnitz-Damgarten das Haus gekauft hat“, sagte Horst Kontak. Den Mietzins, den der Käufer zu erzielen hofft, werden die Kunstfreunde nicht aufbringen können, so dass sie aus der Galerie ausziehen und sich auf das neue Domizil in der Museumsfabrik konzentrieren. „Es wird aber eine Abschiedsfeier geben“, versicherte Horst Kontak. „Dass wir nicht mehr in der Innenstadt sichtbar sind, ist schade“, sagte Christel Rösner-Papenbrock.

Neue „Plattform für Miteinander“ geplant

Gerrit Gohlke wünschte sich, die Kunstfreunde mögen in irgendeiner Form Präsenz an ihrem Entstehungsort zeigen „vielleicht mit temporären Aktionen“. Dieser Vorschlag stieß auf  Zustimmung. Um jenseits von Ausstellungen und anderen Terminen den Zusammenhalt zu fördern und neue Perspektiven zu eröffnen, schlug die stellvertretende Vereinsvorsitzende Ingeborg Kretzschmar vor, eine „Plattform für Miteinander“ zu gründen. Denkbar wären Kunstkurse und Ausstellungsbesuche, „die dazu dienen, Beziehungen zu gestalten“. Die Anwesenden begrüßten die Idee.

Neuer Bildband zeigt „Nürnberg, Wien Pritzwalk“

Wie bekannt die Dömnitzstadt mittlerweile geworden ist, machte Gerrit Gohlke deutlich. Der österreichische Fotograf Matthias Klos hat einen Bildband „Au Millieu de Mouvement“ (In der Mitte der Bewegung) veröffentlicht. Der Untertitel lautet „Nürnberg, Wien, Pritz­walk“. „Es wäre toll, wenn Matthias Klos dieses Buch in Pritzwalk vorstellt“, sagte Gerrit Gohlke.

Von Andreas König

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