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Prignitz Kunstprojekt im Perleberger Krankenhaus
Lokales Prignitz Kunstprojekt im Perleberger Krankenhaus
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00:17 21.03.2016
Mitten in der Arbeit: Schüllerinnen gestalten unter Anleitung von Eyk Mencke ein Mosaik im Kreiskrankenhaus. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Nicht mal ein Jahr ist vergangen, seit das Kreiskrankenhaus Prignitz eine neue Klinik für Geriatrie eröffnet hat. Chefärztin Britta Fürstenau erinnert sich gut: „Wir sind im Vorjahr am 1. August an den Start gegangen. Fünf Betten waren belegt.“ Ihre Erwartungen wurden weit übertroffen. „Alle unsere 23 Betten sind belegt. Und wir planen jetzt eine Erweiterung der Klinik.“ Fünf weitere Betten sollen schon bald hinzukommen.

Doch bei dieser rasanten Entwicklung legt die Chefärztin großen Wert darauf, dass auch alles „schön“ ist in der Klinik. „Die Patienten sollen eine wohnliche Atmosphäre vorfinden, nicht den Eindruck haben, sich in einem Krankenhaus zu befinden.“ So sind die Patientenzimmer in einem angenehmen Grün gestaltet, warme Töne im Tagesbereich vermitteln eine Atmosphäre, in der sich die Patienten wohl fühlen können. „Wie gestalten wir unsere Räume aus?“, sei immer eine Frage für sie. So entstand die Idee, Schüler einzubeziehen. Die Oberschule in Wittenberge sagte zu, obwohl Kunstlehrer Eyk Mencke einräumt, ein so umfangreiches Projekt, wie es jetzt 15 Schülerinnen der 10. Klasse in der Klinik ausführen, muss gut überlegt sein. „Die Schüler müssen bald ein Jahr lang durchhalten. Es ist schade, wenn sie irgendwann die Lust verlieren.“

Diesen Eindruck machen die Schülerinnen dieser Tage bei der Anbringung eines Wandbildes aus vielen kleinen Mosaiksteinen ganz und gar nicht. Auch die künstlerische Idee haben sie entwickelt. Das Mosaik zeigt eine Art Fantasie-Bild: Ein Ostsee-Leuchtturm am Strand, ein Gewässer, vielleicht ein Fluss und daneben ein üppiger Baum, der aber in seiner viergeteilten Krone alle vier Jahreszeiten enthält. Das Herbstlaub, das der Wind aus dem Baum bläst, flattert gewissermaßen aus dem Baum und verteilt sich über die weiteren Wandflächen.

Viel Arbeit steckt in dieser Wandgestaltung. Zehn Kilo Ton verarbeiteten die Schülerinnen zu 3000 Fliesen, die gestaltet und farblich gefasst werden mussten. Das Projekt war nur möglich, weil die Oberschule über einen Keramikraum und einen Brennofen verfügt. Denn all 3000 Fliesen mussten natürlich auch gebrannt und glasiert werden. Eyk Mencke erklärt dazu: „All das geht nur, wenn die Schülerinnen auch dahinter stehen.“

Für die Chefärztin hat das Kunstprojekt aber noch einen weiteren Aspekt. „Alt und Jung kommen dabei zusammen.“ Denn die Patienten konnten im Tagesraum die Entstehung des Wandbildes mitverfolgen – dort, wo sonst Karten gespielt werden und gesungen wird. Vielleicht, so kann es sich Britta Fürstenau vorstellen, führt der Kontakt zur Klinik den Schülerinnen vor Augen, dass im Krankenhaus viele berufliche Möglichkeiten für sie bestehen.

In der Geriatrie werden die Patienten nicht nur an Herz, Lunge oder Nieren behandelt. Die älteren Menschen bleiben meist über zwei Wochen in der Klinik, um ihnen eine Vielzahl an Reha-Therapien angedeihen zu lassen. „Es geht darum, dass die älteren Menschen wieder fit für den Alltag oder etwa mit einer Tagespflege sozial aufgefangen werden,“ erklärt die Chefärztin die Besonderheit ihrer Klinik. Bald erhält die Klinik auch einen gestalteten Außenbereich. Ein Tag der offenen Tür ist für Mai oder Juni geplant.

Von Michael Beeskow

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