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Kunstrasenplatz für Pritzwalk rückt näher

Finanzasusschuss für Ausfallbürgschaft Kunstrasenplatz für Pritzwalk rückt näher

Hoffnung beim Pritzwalker Fußball- und Hockeverein: Der Bau eines Kunstrasenplatzes für 423 000 Euro rückt etwas näher. Der Finanzausschuss befürwortet eine Ausfallbürgschaft für den Verein. Damit soll der Eigenanteil von rund 98 000 Euro abgesichert werden. Bisher können die Hockespieler auf heimischem Rasen nicht spielen.

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Eine neue Zaunanlage bekommt das Hainholz-Stadion, jetzt rückt auch die Schaffung eines Kunstrasenplatzes näher.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Den Sportlern vom Fußball- und Hockeyverein 03 (FHV) sitzt die Zeit im Nacken. Nach mehreren fruchtlosen Versuchen, Fördergeld für einen Kunstrasenplatz zu bekommen, stehen die Chancen derzeit gut wie nie. Aber die Investitionssumme ist kein Pappenstiel: 423 004,38 Euro müssen bewegt werden, um am Hainholzstadion einen wettkampftauglichen Kunstrasenplatz entstehen zu lassen.

400 Mitglieder spielen und trainieren im Verein

Das Projekt stellte Vereinsvorsitzenden Karsten Rohde und Ehrenvorsitzenden Erhard Jeschke dem Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung Pritzwalk vor. „Unser Verein hat rund 400 Mitglieder und leistet sehr erfolgreiche Arbeit. Aber mit der Pflege und Unterhaltung der Rasenplätze sind wir doch überfordert“, sagte Karsten Rohde. Die Hockeyspieler könnten seit Jahren schon keine Heimspiele mehr auf heimischem Rasen austragen – zu hoch sei das Verletzungsrisiko, sagte Karsten Rohde auf die Frage des Ausschussvorsitzenden Rüdiger Kurtz (SPD), ob Spiele nicht auch auf Naturrasen ausgetragen werden könnten.

Heimspiele sind nur auswärts möglich

„Kunstrasen ist heutzutage im Hockey Standard“, erklärte Karsten Rohde. Für den Pritzwalker FHV habe das zur Folge, dass Heimspiele schon seit vielen Jahren nicht mehr auf eigenem Platz ausgetragen werden können. „Stattdessen fahren unsere Mannschaften entweder nach Mecklenburg-Vorpommern, also Rostock oder Greifswald, oder in den Berliner Raum bis nach Königs Wusterhausen.“ Das verursache enorme Fahrtkosten im Jahr. „6000 bis 7000 Euro für Diesel könnte man so bestimmt sparen“, gab der Vereinsvorsitzende zu bedenken. Von Zeitersparnis gar nicht zu reden.

Ministerium entscheidet über Fördermittelantrag

Doch zunächst einmal muss das Vorhaben umgesetzt werden. Von der Bausumme darf sich der PHV einen Teil der Mehrwertsteuer erstatten lassen, so dass ein Finanzbedarf von 355 452 Euro besteht. „In dieser Höhe haben wir Fördermittel über die Regionalförderung beantragt“, informierte Karsten Rohde. Der Verein habe die Förderung befürwortet. Als Nächstes müsste der Antrag beim Landwirtschaftsministerium eingereicht werden.

Verein muss 25 Prozent Eigenanteil leisten

Der Verein ist verpflichtet, 25 Prozent der Fördersumme aus eigenen Mitteln aufzubringen. Das wären rund 98 000 Euro. Da der FHV über solche Summen nicht verfügt, soll ein Kredit aufgenommen werden. Die Ausfallbürgschaft – für den Fall, dass der Verein zahlungsunfähig werden sollte – solle laut Finanzierungskonzept gedrittelt werden.

Bürgschaft sollte dreigeteilt werden

Einen Teil würde die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz übernehmen, für das zweite Drittel haften vier FHV-Vorstandsmitglieder mit ihrem Privatvermögen. Das letzte Drittel schließlich möge die Stadt übernehmen. Dem Verein brächte die Zusage auf einen Schlag rund 50 neue Mitglieder. Zudem würden die teuren und zeitraubenden Fahrten zu fremden Kunstrasenplätzen entfallen. FHV-Ehrenvorsitzender Erhard Jeschke erinnerte daran, dass dies der nunmehr dritte Anlauf sei, einen Kunstrasenplatz zu bekommen.

Hybrid-Rasen für Hockey und Fußball

Der Kunstrasenplatz für den Pritz­walker FHV 03 würde nicht nur den Hockeyspielern zugutekommen, sondern auch Fußballern. Laut Vereinsvorsitzendem Karsten Rohde handelt es sich dabei um einen sogenannten Hybrid-Platz, der das Betreiben beider Sportarten ermöglicht.

Der vorhandene Rasenplatz birgt laut Aussage der Sportler ein viel zu hohes Verletzungsrisiko. Wenn der Hockeyball zum Beispiel von einer Bodenunebenheit abprallt, könnten sich die Spieler verletzten.

Sponsorengelder nutzen dem FHV für dieses Projekt gar nichts. Jeder Euro Fremdmittel würde laut Fachleuten von der Fördersumme abgezogen. Diese Einschränkung ließ das Vorhaben 2003 schon einmal scheitern. akö

Projekt zeugt von „gesundem Realismus“

Bürgermeister Wolfgang Brockmann bescheinigte dem Verein „gesunden Realismus. Hier werden keine Luftschlösser gebaut“. Dem folgte der Ausschuss einhellig. Die erste Hürde auf dem Weg zum neuen Kunstrasenplatz ist genommen.

Von Andreas König

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