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Prignitz Kurt Beutler besucht wieder Pritzwalk
Lokales Prignitz Kurt Beutler besucht wieder Pritzwalk
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00:17 12.06.2016
Der Hobbymaler Kurt Beutler besucht wieder die Stationen seiner Jugend in der Prignitz. Quelle: Beate Vogel
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Pritzwalk/Wittstock

Auch mit seinen inzwischen 82 Jahren lässt es sich Kurt Beutler nicht nehmen, seine sommerliche Tour durch die Prignitz zu absolvieren. Seit neun Jahren reist der Hobbymaler aus Schleswig-Holstein nach Brandenburg, besucht Wittstock, Pritzwalk und Kyritz – auf den Pfaden seiner Jugend. „Nur letztes Jahr hat es leider nicht geklappt, da hatte ich eine Herzoperation“, erzählt er.

Mit handgeschöpftem Papier, feiner Tusche und Aquarellfarben setzt Kurt Beutler typische Ansichten der Prignitzstädte und ihrer Umgebung ins Bild. Die zarten Zeichnungen geben detailgetreu ihre Vorlagen wieder. Gleich in den ersten Tagen dieser Woche hat der 82-Jährige die Katholische Kirche Sankt Marien zu Wittstock gemalt, in Heiligengrabe hat es ihm das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr angetan. Mitunter bannt Beutler auch mal die eine oder andere sehr menschliche Szene aufs Papier – Urlauber mit Hund an der Wittstocker Stadtmauer zum Beispiel. Nach dem Besuch der Dossestadt ging es Mitte der Woche nach Pritzwalk, anschließend fuhr Beutler nach Kyritz.

Im Memelland geboren, in Blumenthal gelernt

Geboren wurde Kurt Beutler 1933 im Memelland im heutigen Litauen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gelangte er nach Dahlhausen bei Blumenthal (Heiligengrabe), wo er später eine Tischlerlehre absolvierte. Die Prüfung legte er in Pritzwalk ab. Später studierte er Architektur in Dresden und Aachen und arbeitete unter anderem in Chicago in den USA. Heute lebt er in Schleswig-Holstein.

Schon als 14-Jähriger malte Kurt Beutler. Im Laufe der Jahrzehnte schuf er mehr als 7000 Tuschezeichnungen. Mit wenigen Pinselstrichen erfasst der Maler das Wesentliche und schafft ein handliches Bild von ganz eigenem Charakter. Sein Talent konnte Kurt Beutler zum Beispiel in etlichen Buchillustrationen, Porträts von Menschen und Abbildungen von Landschaften unter Beweis stellen. Auch Radierungen und Metallplastiken schuf er. Unter anderem malte er 100 Porträts von Bauhandwerkern beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche.

Mit präzisen Pinselstrichen bannte Beutler die Wittstocker Sankt-Marien-Kirche aufs Papier. Quelle: Beate Vogel

Obwohl die Bilder Kurt Beutlers wunderbar sind, sieht er für sich selbst offenbar noch Potenzial: „Vergangenes Jahr war ich zu einem Malworkshop“, erzählt er. Zehn Tage verbrachte der damals 81-Jährige in Heydekrug (Silute) in seiner alten Heimat Litauen. „Ich war der einzige Deutsche in der zehnköpfigen Gruppe“, erzählt er. Dort interviewte ihn ein Redakteur einer Kirchenzeitung. „Er hat sogar das Porträt von sich abgedruckt, das ich von ihm gemalt habe“, sagt Kurt Beutler schmunzelnd. Sprachlich war das Interview kein Problem für den Hobbymaler: Er spricht fließend Litauisch. Den Artikel, der in der Ausgabe Juli/August 2015 erschien, hat er sich aufgehoben. Ganz oben auf der Seite ist aber er selbst zu sehen.

Solange es geht, kommt er wieder

2007 kam Kurt Beutler das erste Mal nach 50 Jahren wieder nach Pritzwalk. Er war überwältigt, wie sehr sich alles verändert hat. Wenn der 82-Jährige in der Prignitz Urlaub macht, wohnt er bei einem Landsmann in Wittstock. Nach dem Besuch in Wittstock und Pritzwalk soll es noch nach Kyritz gehen. „Ich komme wieder, solange es noch geht“, verspricht der Hobbymaler mit Hang zum Reisen.

Von Beate Vogel

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