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Prignitz Laaslich feiert Karneval mit Senioren
Lokales Prignitz Laaslich feiert Karneval mit Senioren
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16:07 25.02.2019
Das Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar begrüßten die Gäste im vollen Saal. Quelle: Jens Wegner
Laaslich

„Lustig ist das Zigeunerleben” spielten die Löcknitztaler Musikanten zur Einstimmung zum Seniorenkarneval des Laaslicher Carneval-Clubs (LCC) am Sonntag im Landgasthof Laaslich. Und die Gäste in proppevollen Saal schunkelten schon kräftig mit. „Laaslich schaut durchs Schlüsselloch” lautete das diesjährige Motte der Laaslicher Närrinnen und Narren.

Die Funkengarde präsentierte ihre Tänze. Quelle: Jens Wegner

Sechs Abende, ein Kinderkarneval und den Seniorenkarneval gab es dieses Jahr. „Alle Veranstaltungen waren ausverkauft, ohne dass wir ein einziges Plakat drucken mussten”, freute sich der Präsident Torsten Jacob. „Unsere Minis und die mittleren Funkengarde konnten mit Unterstützung der Sparkasse Prignitz mit neuen Kostümen ausgestattet werden. 18 Tänzerinnen haben wir in unserer großen Funkengarde und damit derzeit keine Nachwuchsprobleme”, so Jacob.

„Laaslich Helau“

„Im März wird das Thema für die kommende Saison festgelegt. Alle Mitglieder können Ideen einbringen”, berichtete der Vereinsvorsitzende André Schubert. Dann wird demokratisch abgestimmt. Die Mädchen proben ab dem Sommer. Im September beginnen die Arbeiten an der Bühne.

Minifunken und Funkengarde vereint. Quelle: Jens Wegner

Mit reichlich Nebel aus der Nebelmaschine und einer bunten Lasershow begann das Programm. Torsten Jacob begrüßte die Gäste einem donnernden „Laaslich Helau”. „Wenn ihr euch für Karneval entscheidet, solltet ihr verkleidet kommen. Damit wir nicht zu sehr erschrecken, sollt ihr nicht mit Schminke sparen”, sprach er in Reimform.

Egon war mit seiner Olsenbande auch dabei

Nach und nach kamen die Mitglieder des Elferrats in den Saal, stellten sich vor und versuchten die Tür auf der Bühne zu öffnen. Ob mit der Axt, dem Gewehr oder schwerer Landtechnik, niemandem gelang es. Selbst EDV-Schulz mit modernster Computertechnik stellte vergeblich fest: „Ist leider inkompatibel.” Egon von der Olsenbande versuchte es mit Puder, Handschuhe und Stethoskop, hatte aber auch kein Glück.

Die Olsenbande sprengte die Tür auf der Bühne mit Dynamit. Quelle: Jens Wegner

„Die Türe öffnen wir mit Dynamit, wie bei der Commerzbank in Wittenberge”, lautete sein Entschluss. Mit lautem Knall gab die Tür nach und die Vorstellung konnte beginnen. Verkleidet als Alice im Wunderland und der Hutmacher tanzte das Prinzenpaar Matthias II. und ihre Lieblichkeit Janine I. unter tosendem Beifall in den Saal. Sie proklamierten die närrischen Gebote und verkündeten die Kussfreiheit. Dann gesellte sich auch das Kinderprinzenpaar Konstantin I. und Lilly I. zu ihnen. Mit dem Narrhallamarsch tanzten die Minifunken in den Saal und performten „My Ambrella” von Rihanna.

Ein Sack Konfetti für die Nachbarn

„Mit den Lenzener Karnevalisten verbindet uns eine gute Zusammenarbeit. Das ist gelebte Tradition seit mehreren Jahrzehnten”, sagte Torsten Jacob und begrüßte Torsten Wagner vom Lenzener Carnevals-Club „Blau-Weiß”. „Wir haben uns überlegt was wir euch als Gastgeschenk überreichen können. Orden habt ihr genug, Geld auch”, scherzte er. Deshalb übergab ihm Torsten Jacob einen Sack großformatiger Konfettis, handgefertigt und schwarz markiert, wie er betonte, „Weil ihr in Lenzen kein Konfetti werfen dürft”. „Es ist uns eine Ehre. Ihr seid die Zweitbesten”, dankte er Jacob.

Teenagerin Kati klagte aus der Bütt über ihre uncoolen Erzeuger. Quelle: Jens Wegner

Teenagerin Kati ließe die Gäste aus der Bütt an ihren Sorgen mit ihren uncoolen Erzeugern teilhaben. Seit Mai fühle sie sich endlich frei, denn sie sei zu Hause rausgeflogen. Nur bis 3 Uhr habe sie Ausgang und der Mutter gefielen ihre Freunde nicht. Nach einiger Zeit in der eigenen Wohnung stellte sie aber frustriert fest: „Die Freiheit auf der Welt kostet doch ne Menge Geld.” Hits aus den vergangen Jahrzehnten wurden dann von den „Laaslicher Spatzen” gespielt – Zeit zum Schunkeln, Tanzen und Spaß haben.

Von Jens Wegner

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