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Prignitz Läuferrekord beim Gedenk- und Heidelauf
Lokales Prignitz Läuferrekord beim Gedenk- und Heidelauf
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00:18 31.05.2017
Die tschechischen Läufer Ivan Raboch, Martin Raboch, Matej Nowy und Jindrich Marek (v.l.). Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Für Jindrich Marek gehört der Below-Gedenk- und Heidelauf Jahr für Jahr zu den festen Terminen. Der 71-jährige Läufer aus Zebrak in Tschechien stand schon 1980 bei der zweiten Auflage für diese Veranstaltung am Start. Gemeinsam mit drei Lauffreunden aus Zebrak reihte er sich am Sonnabend in das Starterfeld beim 37. Below-Gedenk- und Heidelauf ein. 207 Läufer erreichten trotz sengender Hitze die Ziellinie – mehr als 200 Teilnehmer wurden zuletzt 2009 erreicht.

Läuferrekord: 207 Sportler erreichten beim 37. Below-Gedenk- und Heidelauf in Wittstock über vier Distanzen das Ziel. Quelle: Christamaria Ruch

Jindrich Mareks Lauffreund Ivan Raboch gehört auch zu den regelmäßigen Startern in Wittstock. Erstmals gesellte sich Rabochs 14 Jahre alter Sohn Martin und der 16-jährige Matej Nowy hinzu. Matej belegte in der zehn-Kilometer-Gesamtwertung aller Altersklassen den 9. und Martin den 15. Platz. Daneben standen drei Kilometer, Halbmarathon und Nordic Walking auf dem Programm.

Rückblick: Wittstock knüpfte 1979 partnerschaftliche Bande mit Beroun in der ehemaligen Tschechoslowakei. Auch zum nahe gelegenen Laufclub Zebrak bahnten sich Kontakte an. Schon war die Idee geboren, im Städteaustausch Veranstaltungen wie den Below-Gedenk- und Heidelauf zu besuchen. Bis 1990 befanden sich Start und Ziel des Laufes an der Gedenkstätte im Belower Wald. Bis heute legen die Sportler aus Tschechien mit Läufern vom LC Dosse Wittstock dort Blumen nieder.

Startschuss zum 10-Km-Lauf. Quelle: Christamaria Ruch

Von 1991 bis 2004 lief dieser Lauf unter dem neuen Namen Heidelauf. „Das erfolgte damals im Zuge der allgemeinen Umbenennungsmisere“, räumt Wolfhard Zick, Vereinschef beim LC Dosse Wittstock und Veranstalter, ein. Seit 2005, dem 25-jährigen Jubiläum des Laufes, ist er wieder unter dem ursprünglichen Namen in aller Munde. Friedhelm Drößler vom LC Dosse sagt: „Zur Wende wurden ja leider alle alten Namen weggenommen.“

„Es ist eine schöne Tradition, dass jedes Jahr Läufer von uns hier starten“, sagte Jindrich Marek. Im Gegenzug reisen Läufer aus Wittstock alljährlich Anfang August zum Straßenlauf in Zebrak. Friedhelm Drößler gehörte am Sonnabend zum Organisationsteam. Er sicherte die Strecke, prüfte die Laufbeschaffenheit der Wege und nahm die Markierungen vor. „Zwölf bis 15 Stunden dauert das in der Endphase vor dem Start“, so Drößler. „Wir haben auch Unebenheiten auf dem Weg markiert und kritische Stellen ausgeharkt.“ Seit zehn Jahren profitiert der Lauf dank geeichter Messgeräte von der internationalen Vermessung.

Friedhelm Drößler vom LC Dosse: „Zur Wende wurden ja leider alle alten Namen weggenommen.“ Quelle: Christamaria Ruch

Den Halbmarathonläufern wollte Drößler am Start noch einen Tipp auf den Weg geben: „Eigentlich ist das für sie ein Geländecrosslauf, weil ein kurzes Stück sehr modderig ist.“ Doch das Gespräch mit der MAZ lenkte ihn davon ab. „Wenn die Läufer wieder im Stadion einlaufen, die Siegerehrungen Zug um Zug über die Bühne gehen, fällt der ganze Ballast ab“, so Wolfhard Zick. LC-Dosse-Mitglied Peter Lehmann-Eschenhorn legte das Familientreffen mal wieder direkt auf das Laufwochenende. Allein fast 40 Verwandte trieben die Teilnehmerzahl in die Höhe. Die von der MAZ gesponserten Pokale gewannen Fanny Riese und Patrick Ueberschär über drei Kilometer, Katharina Raschkewitz und René Jäger über zehn Kilometer sowie Ulrike Hain und Julien Grunert beim Halbmarathon.

Alle Ergebnisse sind unter www.lc-dosse-wittstock.de nachzulesen.

Von Christamaria Ruch

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