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Läutewerk der Nikolaikirche funktioniert wieder

Pritzwalk Läutewerk der Nikolaikirche funktioniert wieder

Ein Blitz hatte im Mai die Steuerungsanlage der Pritzwalker Sankt-Nikolai-Kirche verschmort. Am Dienstag reparierte Spezialtechniker Thomas Junge aus Dessau die Anlage wieder. Rund 3000 Euro kostet der Austausch vieler Bauteile der aus den frühen 1990er Jahren stammenden Anlage. Doch auch die Glocken sind nicht im besten Zustand, stellte der Experte fest.

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Glocken und Läutewerkspezialist Thomas Junge bei der Reparatur der Schaltzentrale für das Läutewerk der Protzwalker Kirche.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Auf den ersten Blick macht der schwarze Kasten mit den vielen Schaltern, Relais und Drähten gar nicht so viel her. Doch die Steuerung´des Läutewerks der evangelischen Kirche Sankt Nikolai hat es in sich. Sie setzt das Läutewerk in Bewegung, um die drei Glocken der Kirche zur richtigen Zeit zum Klingen zu bringen.

Blitz hatte Ende Mai in die Kirche eingeschlagen

Seit der Nacht zum 24. Mai dieses Jahres ging das nicht mehr ohne Probleme. Ein Blitz hatte in die Kirche eingeschlagen. Neben der Telefonanlage des Rathauses und der Hauselektrik mancher Anwohner wurde auch die Läutewerksteuerung getroffen. In der Folge arbeitete das Läutewerk zwar noch, bietet aber nicht mehr die gewohnten Steuerungsmöglichkeiten. „Die Relais waren regelrecht verkohlt von der Überspannung“, berichtete Michael Flassig, beratendes Mitglied im Bauausschuss der Kirchengemeinde. Der Schaden belief sich auf rund 300 Euro.

Viel Bauteile älterer Bauart gibt es nicht mehr

Am Dienstag nun nahte Hilfe in Gestalt von Thomas Junge. Der Dessauer ist Mitarbeiter des Läutemaschinenspezialisten HEW mit Sitz im westfälischen Herford. Die Steuerung des Läutewerks stammt aus den frühen 1990er Jahren“, sagte Michael Flassig. „Genau das ist das Problem“, pflichtete hm Thomas Junge bei. Viele der damals verwendeten Bauteile gibt es so nicht mehr. Um ein reibungsloses Zusammenspiel mit den noch verwendbaren Teilen der Anlage zu gewährleisten, musste rund 20 Prozent der Steuerungstechnik ausgetauscht werden.

Fernbedienung für das Läutewerk wäre wünschenswert

Immerhin, jetzt können die beiden funkgesteuerten Uhren der Schaltzentrale wieder übermitteln, wenn es Zeit ist zu läuten. „Allerdings ist es recht kompliziert, weil unsere Kirche zwei Uhren hat“, erläuterte Michael Flassig. Komfortfunktionen wie das andernorts möglicher Läuten auf Knopfdruck fehlen auch nach der Reparatur. „Das aber wäre wünschenswert, damit der Pfarrer die Glocken läuten lassen kann, wenn beispielsweise der Sarg in die Erde gelassen wird“, sagte das Bauausschussmitglied. Rund 1300 Euro würde eine Nachrüstung kosten. „Über Spenden dafür würden wir und freuen.“

Stahlglocken weisen massive Korrosionsschäden auf

Allerdings könnte es sein, dass auch für die Glocken in absehbarer Zeit das letzte Stündlein geschlagen hat. „Die Stahlglocken aus den dem Jahr 1954 weisen massive Korrosionsschäden auf“, sagte Thomas Junge mit Kennerblick. Die einstige Stundenglocke aus Messing muss zudem viel größer gewesen sein als ihre noch immer beidruckend große Nachfolgerin. Das beweist der riesige Glockenhammer. „Stahlglocken haben eine Lebensdauer von 50 bis 60 Jahren“, bemerkte der Fachmann vielsagend. Doch zunächst muss das Kirchengebäude saniert werden.

Von Andreas König

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