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Landespreis für Perleberger Gymnasiasten

Bestes Online-Schülerzeitungsangebot Landespreis für Perleberger Gymnasiasten

Eine aktuelle Onlinezeitung für Schüler auf die Beine zu stellen, ist ein anspruchsvolles Unterfangen. Die Macher bei der „GAG Times“ vom Perleberger Gymnasium schaffen das mit Bravour. Jetzt wurde die Redaktion um Marcus J. Pfeifer ausgezeichnet. Beim Landesschülerzeitungswettbewerb gab es einen Sonderpreis.

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Von Minister Günter Baaske (r.) gab es im Landtag den Preis für die Redaktion der „GAG Times“ um Marcus J. Pfeifer (3.v.r.)

Quelle: privat

Perleberg. Das hört sich doch toll an: die „GAG Times“, Schülerzeitung des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums darf sich jetzt „Bestes Onlineangebot an Schülerzeitungen des Landes Brandenburg“ nennen. Einen entsprechenden Sonderpreis bekam die Redaktion der „GAG Times“ am Montag bei der Auswertung des brandenburgischen Schülerzeitungswettbewerbs in Potsdam zugesprochen.

Das haben sich die jungen Leute auch mit einem topaktuellen Angebot redlich verdient. Denn drei Monate darauf zu warten, dass sein Beitrag endlich veröffentlicht wird, das ist Marcus J. Pfeifers Sache nicht. Der 17-jährige Chefredakteur der „GAG Times“ hat den Anspruch, dass die journalistischen Beiträge in der Schülerzeitung spätestens nach 24 Stunden auch öffentlich zu lesen sind, wie er der MAZ im Vorab bereits erzählte. Darum blieb nur eine Möglichkeit: Die „GAG Times“ musste zum Online-Projekt werden. Gesagt, getan: Im September 2014 entschieden sich die Macher für die Einstellung der Printausgabe, die es mit verschiedenen Vorläufern immerhin 19 Jahre lang gegeben hatte, und vor genau einem Jahr starteten Marcus J. Pfeifer und seine Mitstreiter ein Blog. Erstaunlicherweise ist das noch unter den Schülerzeitungen eher die Ausnahme – alleine das war schon genug Grund, um das Projekt jetzt auszeichnen, und das gleich landesweit.

Schulthemen, aber auch andere Berichte

Dieser Preis ist ein schönes Jubiläumsgeschenk zum einjährigen Bestehen der Online-Zeitung. Pfeifer hat diesen Erfolg aber auch selbst eingerührt – im Oktober schickte er die Bewerbung für den brandenburgischen Schülerzeitungswettbewerb als beste Online-Zeitung los. Schon zu diesem Zeitpunkt konnte er auf die ersten Erfolge verweisen. Bereits im Juni 2015 zählte die „GAG Times“ stolze 10 000 Aufrufe. Die Schülerzeitungsredakteure übernahmen dann im vergangenen Sommer auch noch die Aufgabe, eine neue Schulhomepage zu erstellen und zu betreuen. Auch das läuft richtig gut: Bereits 50 000 Zugriffe sprechen eine eindeutige Sprache.

Thematisch geht es in dem Blog natürlich sehr stark um Schulthemen. So eilte Pfeifer nach dem MAZ-Gespräch sofort zum Frühlingsball an seiner Schule, und keinen Tag später war dann bereits ein Bericht darüber zu lesen.

Doch ist das Berichtsspektrum durchaus weiter gefasst. So nahm die „GAG Times“ am 3. Dezember 2015 ander Aktionswoche des Vereins „Jugend gegen Aids“ teil. Pfeifer berichtete auch von den Gegenveranstaltungen zu den jüngsten Nazidemos in Glöwen – schließlich ist das Perleberger Gymnasium auch eine „Schule ohne Rassismus“. Und jüngst war er bei der Verabschiedung des Perleberger Pfarrers Tilmann Kuhn dabei. Die „GAG Times“ pflegt im Rahmen des Kooperationsvertrags der Schule mit der Stadt Perleberg auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus.

Gymnasiast mit Berufswunsch Journalist

Seit Beginn des laufenden Schuljahrs ist ein ganzes Team damit beschäftigt, die „GAG Times“ zu machen, neben Pfeiffer drei weitere Redakteure,zwei Schüler aus der siebten und eine Schülerin aus der achten Klasse, sowie zwei zeitweilig mitarbeitende Elftklässler. Das war nicht immer so – zwischenzeitlich war Marcus Pfeifer auch einmal Einzelkämpfer. „Es wäre schade gewesen, wenn es das nicht mehr gibt“, erklärte er sein Engagement, um die Schülerzeitung über die Zeit retten. Und jetzt ist er darum bemüht, eine Struktur aufzubauen, damit es auch nach seinem Abitur mit der „GAG Times“ weitergehen kann.

Seit der siebten Klasse ist er dabei. „Damals wollte ich spontan einmal mitmachen“, erzählte er im Gespräch mit der MAZ. Daraus wurde schnell mehr – nämlich ein ziemlich konkreter Berufswunsch. „Natürlich würde ich gerne später Journalist sein“, sagt er. Er gehört auch schon dem Brandenburgischen Jugendpresseverband an. Die „GAG Times“ und jetzt obendrein der Sonderpreis dürften ein ziemlich guter Einstieg sein.

Von Bernd Atzenroth

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