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Prignitz Landesstraße mit vielen Kratern
Lokales Prignitz Landesstraße mit vielen Kratern
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00:17 29.10.2016
Katja Burghardt zeigt die Krater am Straßenrand. Quelle: Foto: Michael Beeskow
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Mansfeld

Für das Gedenken an Gottfried Benn ist Mansfeld bekannt und sogar berühmt. Im Ort steht das Geburtshaus des Dichters und es gibt einen aktiven Förderverein. Eine gewisse Berühmtheit hat Mansfeld auch wegen seiner Ortsdurchfahrt. Bei den Durchfahrenden ist sie gefürchtet und für die Einwohner des Straßendorfes ein ständiges Ärgernis. „Die Straße ist in einem ganz erbärmlichen Zustand“, stellt Ortsvorsteherin Katja Burghadt fest. „Und dabei ist sie sogar eine Landesstraße.“

Der alte Kopfsteinpflasterweg durch den Ort wurde vor Jahren mit Asphalt überzogen. Die Straße ist aber so schmal, dass die Fahrzeuge im Begegnungsverkehr auf einen unbefestigten Seitenstreifen ausweichen müssen. „Hier sind richtige Krater“, beschreibt die Ortsvorsteherin die missliche Lage. „Besonders schlimm ist es, wenn es regnet.“ Wer in einen dieser Krater gerät, muss um sein Fahrzeug fürchten. Christian Tanneberger, Vorsitzender des Gottfried-Benn-Förderkreises und über viele Jahre selbst als Ortsvorsteher aktiv, berichtet, dass sich die Bürger bereits mit einer Petition an die Behörden gewand und den Straßenausbau gefordert haben.

Landesamt will sich aber nicht ganz aus der Verantwortung stehlen

Doch das Landesamt für Straßenwesen sieht keine Dringlichkeit zum Ausbau der L 102 im Ort, während sie außerorts voll ausgebaut ist. Auf eine Anfrage der MAZ antwortete der Dezernatsleiter Planung-West, Frank Schmidt: „Diese L 102 ist im Straßennetz von nachrangiger Bedeutung in ihrer Funktion. Auf Grund der Prioritätensetzung für die Erneuerung von Ortsdurchfahrt ist die OD nicht enthalten.“ Ganz aus der Verantwortung will sich das Landesamt aber nicht stehlen. Der Dezernatsleiter versicherte: „Die zuständige Straßenmeisterei wird die Befahrbarkeit mit ihren Mittel aufrechterhalten.“

Mit dieser Antwort wollen sich die Mansfelder aber nicht zufrieden geben. Denn von so untergeordneter Bedeutung ist die Landesstraße nicht. „Hier donnert der Schwerlastverkehr durch“, berichtet Christian Tanneberger. Dieser Tage sind es massiv die schweren Landmaschinen. „Wenn die 40-Tonner hier durchfahren, schütteln sich alle Häuser“, berichtet Katja Burghardt. Da die Landesstraße auf beiden Seiten des Ortes gut ausgebaut ist, brettern die Fahrzeuge richtig in den Ort rein. „Hier müsste auch etwas für die Verkehrsberuhigung getan werden“, fordert Tanneberger. Am wirksamsten wäre eine Bodenwelle. Katja Burghardt verweist auch auf den jüngsten Umleitungsverkehr, als an der Landesstraße zwischen Putlitz und Triglitz gebaut wurde. „Wir hatten Tag und Nacht keine Ruhe mehr.“ Dass die Straße nur eine untergeordnete Bedeutung habe, davon könne keine Rede sein, weist sie die Einschätzung des Landesamtes zurück.

Von Michael Beeskow

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