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Landfrauen feiern ihr Jubiläum

Pritzwalk Landfrauen feiern ihr Jubiläum

Als Anker, der den Mitgliedern Halt gibt, haben sich die Landfrauen Pritzwalk und Umgebung in den zurückliegenden zwei Jahren erwiesen. Der Verein feierte sein Jubiläum im Grünen Klassenzimmer an der Hainholzmühle. Zahlreiche Gratulanten würdigten die ehrenamtliche Arbeit. Die Landfrauen sollen in der Tuchfabrik ein neues Domizil erhalten.

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Alleinunterhalter Klaus Reiners aus Schwerin brachte die Landfrauen als Bauer Hellwig zum Lachen.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Die Pritzwalker Landfrauen sind präsent, sie sind einfach immer da, wenn man sie braucht.“ Dieses Lob hörten die Angesprochenen gern, zumal sie von der „Chefin“ kamen. Die Geschäftsführerin des Brandenburger Landfrauenverbandes, Anja Faber, gehörte zu den zahlreichen Gratulanten, die am Freitag den Pritzwalker Landfrauen ihre Aufwartung machten. Gefeiert wurde im Grünen Klassenzimmer an der Hainholzmühle. Zu den Gästen gehörte auch eine Delegation aus dem schleswig-holsteinischen Nortorf. Mit den dortigen Landfrauen pflegen die Pritz­walkerinnen seit 24 Jahren freundschaftliche Beziehungen.

Gemeinschaft fängt die Mitglieder auf

Die Vorsitzende der Pritzwalker Landfrauen, Kathrin Maaß, schilderte, wie sie einst zu der Vereinigung gekommen war. „Ich bin seit 1997 bei euch“, sagte sie. Gudrun Seedorf und Ilona Lemm seien „schuld“ daran gewesen, dass es Kathrin Maaß so gut gefallen habe. „So etwas habe ich später öfter gehört“, sagte die Vorsitzende. „Viele sagen über die Landfrauen ’Ihr seid wie ein Anker, damit man nicht in Lethargie verfällt, damit man aufgefangen wird.’“

Brauchtum wird in Ehren gehalten

Anfangs als Organisation für in der Landwirtschaft tätige Frauen gegründet, versteht sich der Verein heute eher als Interessenvertretung der Frauen auf dem Land. Brauchtum und Tradition – etwa das Binden der Erntekrone – spielten bei den Pritzwalker Landfrauen schon immer eine große Rolle. Zur Brauchtumspflege gab es sogar einmal ein ABM-Projekt, in dem die Teilnehmerinnen richtig aufgingen. Noch heute gibt es eine Kreativgruppe unter Leitung von Rosi Grätz und eine Handarbeitsgruppe, die von Gudrun Breit betreut wird. Auf Märkten und Festen der Region sind die Pritzwalker Landfrauen gern gesehene Gäste, wenn sie ihre Erzeugnisse anbieten. „Die Einnahmen dienen dazu, unsere Aktivitäten zu finanzieren“, sagt Kathrin Maaß.

Landfrauen bekommen ein neues Zuhause

Um die Vereinsarbeit zu unterstützen, hatte der Pritzwalker Vizebürgermeister Ronald Thiel nicht nur einen symbolischen Scheck über 100 Euro dabei – wie übrigens auch die Landesgeschäftsführerin – sondern die Botschaft, dass auch die Landfrauen ein Domizil in der Tuchfabrik zur Verfügung gestellt bekommen. „Dort entsteht, wie sie vielleicht wissen, nicht nur das größte Museum der Prignitz, sondern auch eine Heimat für viele Vereine“, sagte er.

„Bauer Hellwig“ brachte alle zum Lachen

81 Frauen sind derzeit bei den Landfrauen aktiv. Das Altersspektrum reicht von 41 bis 82 Jahre. Mit den Länderinnen, einem Zusammenschluss von Frauen, die in der Landwirtschaft arbeiten, gibt es freundschaftliche Beziehungen. Das gilt im Übrigen auch für die Landfrauen aus Nortorf. Eventuell vorhandene Unterschiede, die auf Mentalität und Herkunft zurückzuführen sind, waren kaum noch auszumachen, als Alleinunterhalter Klaus Reiners aus Schwerin das Festzelt betrat. Als „Bauer Hellwig“ unterhielt er die feiernden Frauen in seiner mecklenburgischen Mundart auf das Trefflichste. Da lachten die Landfrauen aus Ost und West gemeinsam.

Von Andreas König

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