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Prignitz Landkreis lässt altes Netzwerk einschlafen
Lokales Prignitz Landkreis lässt altes Netzwerk einschlafen
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17:06 01.12.2017
Quelle: dpa
Perleberg

Der Landkreis Prignitz will sein Netzwerk Frühe Kindheit (zuvor Netzwerk Kindeswohl genannt) nicht weiter ausbauen. Das bestätigte Kinderschutzkoordinatorin Nancy Schmidt der MAZ auf Nachfrage. „Vieles von dem was in dem bisherigen Netzwerk Frühe Kindheit Kindeswohl geleistet wurde und wird, übernimmt das neue Netzwerk gesunde Kinder“, sagte sie. Das 2010 ins Leben gerufene Netzwerk habe zuletzt noch über vier Aktive verfügt. Drei der Ehrenamtler sind im Bereich Pritz­walk tätig, einer in Perleberg. Einige der Aufgaben, die ebenfalls bislang vom kreislichen Netzwerk wahrgenommen wurden, sind dem SOS-Kinderdorf mit seinem Baby-Begrüßungsdienst übertragen worden.

Internet-Wegweiser für ratsuchende Eltern fehlt derzeit

„Wir wollen unsere Ehrenamtler allerdings halten“, sagte Nancy Schulz. Zusätzlich werde ihnen eine Mitarbeit im neuen Netzwerk gesunde Kinder empfohlen, das sich in Trägerschaft des Kreiskrankenhauses Prignitz befindet. „Sie können aber ihre Arbeit auch gern fortführen. Wir werden nur keine neuen Ehrenamtler fürs alte Netzwerk mehr werben“, erklärte die Kinderschutzkoordinatorin. Diejenigen, die jetzt noch ehrenamtlich für den Kreis tätig sind, seien alle über 50 Jahre alt und hängen an ihrer Arbeit.

Während sich die Angebote auf Neugeborene und Kleinkinder konzentrieren, gebe es von Familien mit größeren Kindern keine nennenswerte Nachfrage, sagte Nancy Schulz. Etwaiger Beratungsbedarf werde mit den Elternschulen oder anderen Erziehungshilfen abgedeckt, beispielsweise vom Allgemeinen Sozialen Dienst des Landkreises oder den Trägern von Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Kinder- und Jugendschutz (JJJ) in den Sozialräumen Perleberg, Wittenberge und Pritz­walk. Einen aktuellen Führer durch die Angebote der verschiedenen Netzwerke gebe es derzeit nicht, räumte die Kinderschutzkoordinatorin ein. „Es gab mal eine Internetseite, auf der sämtliche Angebote für die Betreuung von Kindern und Familien aufgelistet waren, aber die wurde aus Datenschutzgründen eingestellt“, bedauert Nancy Schulz. Einen Wegweiser für ratsuchende Eltern halte sie allerdings für sinnvoll.

Von Andreas König

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