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Prignitz Landkreis sucht Wohnungen für Asylbewerber
Lokales Prignitz Landkreis sucht Wohnungen für Asylbewerber
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01:32 16.11.2014
Blick in die Wohnung einer Asylbewerberfamilie in Perleberg: Awo-Geschäftsführer Christian Müller (Mitte) stellte sie im Vorjahr dem damaligen Sozialminister Günter Baaske (SPD) vor. Quelle: Michael Beeskow
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Kletzke/Perleberg

Am Dienstag informierte Sabine Kramer, Zweite Beigeordnete und kommissarisch auch für den Geschäftsbereich Soziales zuständig, die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Plattenburg über die geplante Unterbringung von drei Familien in Glöwen. Ein privater Anbieter stellt drei Wohnungen zur Verfügung. Betreut werden die Familien wie im Landkreis üblich von der Awo Prignitz. Ausschussvorsitzender Rainer Schneewolf begrüßte es ausdrücklich, dass die Bürger frühzeitig informiert werden. Damit beuge man Gerüchten vor. Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer meinte, die Gemeinde stehe der erstmaligen Aufnahme von Asylbewerbern positiv und vorurteilsfrei gegenüber. Dies sei in der Ausschusssitzung deutlich geworden. Die Gemeinde will prüfen, welche Möglichkeiten zur Unterbringung von Asylbewerbern auch in gemeindeeigenen Wohnungen bestehen. Dies wird am 25. November ein Thema im Hauptausschuss sein.

Die Aufnahme von Asylbewerbern stellt die Kommunen vor einige Probleme, wie die Zweite Beigeordnete des Landrats einräumte. Vor allem die Sprachbarriere stehe einer Integration entgegen. Am ehesten würden die Kinder in der Kita diese überwinden. In der Schule werde es schon schwieriger. Beim Staatlichen Schulamt will sie sich für einen zusätzlichen Deutschunterricht für Asylbewerber-Kinder einsetzen. Plattenburger Gemeindevertreter regten an, pensionierte Deutschlehrer anzusprechen. Ganz schwierig sei die Verständigung mit Asylbewerbern aus dem arabischen Raum. "Arabisch spricht bei uns nun mal keiner, auch über eine Drittsprache kann man sich nicht unterhalten. Da bleiben nur Hände und Füße", meinte sie. Das Land müsse unbedingt Angebote für die Eltern schaffen. Ohne Sprachkenntnisse sei Integration kaum möglich.

Die Prignitz ist der einzige Kreis in Brandenburg, in dem Asylbewerber ausschließlich in Wohnungen untergebracht werden. "Wir sind damit gut gefahren", erklärt sie. Der Landkreis möchte auch in der Zukunft kein Heim einrichten. Dass die Prignitz mit dieser Strategie richtig liegt, bestätigten am Mittwochabend die Karstädter bei einer von vielen Einwohnern besuchten Ortsbeiratssitzung. "Die Flüchtlinge aus Syrien wurden richtig gut aufgenommen", sagte Sabine Kramer. Was sie gehört habe, seien sehr positive Berichte gewesen. Wie in Glöwen sei man sehr offen. Die Aufnahme von Asylbewerbern sollte zum Beachtung in der Diskussion um den Stadtumbau finden, bemerkte Sabine Kramer. Die Bedingungen unter denen Wohnblöcke abgerissen werden, sollten noch einmal überdacht werden. Sabine Kramer will auch in den anderen Ämtern und Gemeinden für die Aufnahme von Asylbewerbern werben.

Von Michael Beeskow

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