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Landrat besucht Tischlermeister

Karstädt Landrat besucht Tischlermeister

Das Handwerk sucht händeringend nach Auszubildenden. Wie man Handwerk bei jungen Leuten wieder populärer machen kann, war am Donnerstag Thema eines Gesprächs zwischen Landrat Torsten Uhe und dem Karstädter Tischlermeister Heiko Wegner, der auch Kreishandwerksmeister ist. Es war Uhes 50. Unternehmensbesuch.

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Torsten Uhe (r.) lässt sich von Heiko Wegner durch seine Firma in Karstädt führen.

Quelle: Landkreis Prignitz

Karstädt. Zusammen mit Uwe Büttner, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, besuchte der Prignitzer Landrat Torsten Uhe am Donnerstag bereits zum 50. Mal ein Unternehmen der Region. Dieses Mal ging es zur Tischlerei Wegner in Karstädt, die die Brüder Heiko und Raik Wegner betreiben. Heiko Wegner ist zudem seit dem 1. Januar dieses Jahres Kreishandwerksmeister. Er folgte in dieser Funktion dem Pritzwalker Dachdecker Lothar Hildebrandt nach, der sich im vergangenen Jahr aus Altersgründen von dem Posten zurückgezogen hatte.

Das Unternehmen in Karstädt wurde im Jahr 1978 gegründet. 1998 übernahmen die Brüder Heiko und Raik Wegner den Betrieb. Dieser hat sich, wie der Landkreis im Nachgang zum Ortstermin mitteilte, als Fachbetrieb für Denkmalpflege, Restauration, Rekonstruktion, Trocken- und Akustikbau bereits einen Namen gemacht. Mitarbeiter des Betriebs haben zum Beispiel die Treppe im Schloss Wolfshagen rekonstruiert.

Nachwuchssorgen im Tischlergewerbe

Landrat Torsten Uhe würdigte das Engagement und die hohe Fachlichkeit, die diesen Betrieb mit seinen neun Mitarbeitern und einem Auszubildenden im dritten Lehrjahr aus Sicht des Landkreises auszeichnen.

Dabei ist es gar nicht so leicht, überhaupt Auszubildende für das Handwerk zu gewinnen. Genau darum ging es auch unter anderem bei dem Gespräch, wie Heiko Wegner der MAZ auf Nachfrage bestätigte. „Wir haben darüber gesprochen, wie man besser auf das Handwerk aufmerksam machen könnte“, sagte er. Dabei ist seine Firma eigentlich ein interessanter Arbeitgeber, der nicht nur die Standardschiene des Fachs bedient. Aufträge führten ihn zuletzt unter anderem ins Schloss Grube, in die Stadtbibliothek Hamburg und in die Schweriner Staatskanzlei. Dennoch sei es schwer, bei großen Ausbildungsmessen als Handwerker zu punkten, wenn auch andere Großaussteller da seien, erklärte Heiko Wegner.

Eine weiteres Thema des Gesprächs waren die wirtschaftliche Lage des Handwerks und die Zahlungsmoral seiner Kundschaft. Auch hier liegt Einiges im Argen, wie der Kreishandwerksmeister weiß.

Von Bernd Atzenroth

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