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Prignitz Landschaftsführer in Perleberg ausgebildet
Lokales Prignitz Landschaftsführer in Perleberg ausgebildet
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00:17 30.05.2016
Glückwunsch für Ans Briesenick (M.) von Dirk Ilgenstein (r.). Auch Torsten Uhe gratulierten der Kultur- und Landschaftsführerin zur bestandenen Prüfung. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Gezögert hat Ans Briesenick keinen Augenblick. Als die Havelberger Stadtführerin von der Möglichkeit einer Ausbildung zur Kultur- und Landschaftsführerin hörte, war sie gleich überzeugt, dass das eine gute Sache ist. „Das ist die Chance, mich weiterzubilden“, habe ich mir gesagt. „Ich will die Region voranbringen, und da muss man sich engagieren und Neues ausprobieren“, sagt die gebürtige Holländerin, die nun schon seit einigen Jahren in Molkenberg im Havelland wohnt. „Das ist ein tolles Angebot“, fügte sie am Freitag hinzu mit der frischen Urkunde in den Händen und einem breiten Strahlen auf dem Gesicht.

Ans Briesenick war die Erste, der das Zertifikat einer Kultur- und Landschaftsführerin von Landrat Torsten Uhe und Dirk Ilgenstein, dem Präsidenten des Brandenburger Landesumweltamtes, in Perleberg überreicht wurde.

75 Unterrichtsstunden bis zum Ziel

Torsten Uhe berichtete, dass er von Heike Ellner, der Leiterin des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg angesprochen wurde, ob man nicht etwas gemeinsam machen könne. Der Landkreis ermöglichte über die Kreisvolkshochschule dann einen Lehrgang „Zertifizierter Kultur- und Landschaftsführer“. Im November ging es los mit dem Unterricht, den unter anderem Hubert Finke aus Wittenberge und Jürgen Herper aus Rühstädt erteilten. An fünf Wochenenden absolvierten die 21 Teilnehmer 75 Unterrichtsstunden, berichtete der Landrat. „Das ist eine beachtliche Leistung.“ Bei der Übergabe der Zertifikate erklärte Torsten Uhe: „Sie sind diejenigen, die die Region rüberbringen.“ An die Gäste, an die Besucher der Region. „Sie sind Vermittler von Wissen und darüber hinaus auch Übersetzer.“ Er meinte damit, dass die Kultur- und Landschaftsführer Wissenswertes, was etwa Informationstafeln komprimiert enthalten, anschaulich vermitteln. Das kann in der Wunderblutkirche sein, an den Naturerlebnispunkten entlang des Elberadweges oder an den vielen anderen Sehenswürdigkeiten.

Landschaftsführer in drei Landkreisen aktiv

Der Präsident des Landesumweltamtes ging darauf ein, dass es sich bei diesem Lehrgang um ein kreis- und sogar länderübergreifendes Modellprojekt handelt. Die Kultur- und Landschaftsführer werden in der Prignitz, im Havelland und im Landkreis Stendal tätig sein. Für die UNESCO-Bios­phärenreservate Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und Mittelelbe sowie den Naturpark Westhavelland sei dies ein Schritt zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung hochwertiger Naturerlebnisangebote im gemeinsamen Landschaftsraum der Elbe und Havelniederung, sagte Dirk Ilgenstein. Ermöglicht wurde der Lehrgang durch Mittel aus dem „Bildungsprogramm Natur und Umwelt“ des Landesamtes. Die 16 Teilnehmer, die den Lehrgang wenige Stunden zuvor mit mündlicher und schriftlicher Prüfung erfolgreich abschlossen, werden Erlebnisführungen gestalten und damit Angebote schaffen. Das Zertifikat wird bundesweit anerkannt.

Von Michael Beeskow

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