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Prignitz Landwirten steht Gülle bis zum Hals
Lokales Prignitz Landwirten steht Gülle bis zum Hals
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00:30 08.03.2018
Kühe in Prignitzer Landwirtschaftsbetrieben produzieren Gülle. Aber wohin damit, wenn die Felder unter Wasser stehen? Quelle: Andreas König
Perleberg

Dass Landwirte immer über das Wetter schimpfen, ist eine Binsenweisheit. Doch die extremen Wetterereignisse in diesem und im vergangenen Jahr geben den Bauern allen Grund zur Sorge: Die Felder sind zu nass. Das erschwert nicht nur die Vorbereitung auf die Aussaat, sondern bringt ein weiteres Problem mit sich.

„Die Landwirte sind nach den neuen Bestimmungen verpflichtet, Gülle umgehend auszubringen“, sagt Christian Stettin, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Prignitz.

Felder kaum noch zu erreichen

Doch das ist derzeit an vielen Stellen kaum möglich. „Der Boden ist zu nass, die Erde kann überhaupt keine weitere Flüssigkeit mehr aufnehmen“, sagt Christina Stettin. Und selbst wenn das Aufnahmevermögen größer wäre, die Traktoren und Anhänger würden es oftmals gar nicht zu ihrem Bestimmungsort schaffen, so schlammig und matschig sind die Böden.

Dieses Problem zeigte sich bereits bei der Ernte im vergangen Jahr. Nach heftigen und lang anhalten Niederschlägen waren viele Felder kaum noch zu erreichen. Manche Landwirte wie der Schönhagener Unternehmer Axel Liedtke setzten auf doppelte Bereifung, um die kaum noch zugänglichen Schläge befahren und wenigstens die Ernte einbringen zu können.

Ohne Güllelagerung geht mancherorts nichts mehr

Doch obwohl das mittlerweile mehr als ein Dreivierteljahr her ist, sind die Böden noch immer nicht richtig trocken. „Das zwingt unsere Landwirte dazu, sich Gedanken über die Gülle zu machen“, sagt Christina Stettin. Benötigt werde Lagerkapazität. „Die Bauern sind gut beraten, eigene Möglichkeiten zur Güllelagerung zu schaffen oder vorhandene zu erweitern“, sagt die Geschäftsführerin der landwirtschaftlichen Interessenvertretung.

„Denn wenn man erst einmal gezwungen ist, fremde Kapazitäten zu nutzen, kann das richtig teuer werden.“ Hinzu kommt, dass die Gülle ja den Bauern gehört und einen guten natürlichen Dünger darstellt, wenn sie richtig ausgebracht und fachgerecht in den Boden eingearbeitet wird.

Erste Betriebe legen bald mit Bauarbeiten los

Doch da die Betriebe oftmals in den angestammten Gebäuden arbeiten, seien vielerorts Investitionen in neue Tanks erforderlich. 15 bis 20 Prozent der Mitgliedsunternehmen würden sich mit dem Gedanken tragen, noch in diesem Jahr neue Kapazitäten zu schaffen.

„Erste Baugenehmigungen wurden bereits beantragt“, sagt Christina Stettin. Mit solchen Investitionen verschaffen sich die Betriebe zunächst mal Spielraum. Sollte es jedoch längerfristig nicht möglich sein, Gülle auf die Äcker auszubringen, sei das ein Problem. „Dann sind Politik und Wissenschaft gefragt“, sagt Christina Stettin.

Von Andreas König

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