Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Leben mit unzähligen Tieren unter einem Dach
Lokales Prignitz Leben mit unzähligen Tieren unter einem Dach
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:09 22.08.2017
Liebevoll kümmert sich Marion Strauch um mittlerweile etwa 40 Katzen, wovon viele ein neues Zuhause suchen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Giesensdorf

Ganz unscheinbar versteckt sich hinter dem Haus von Marion Strauch in Giesensdorf eine kleine Auffangstation für Tiere ohne ein Zuhause. Katzen, Schafe, Gänse, Kaninchen, Pferde, ein Mufflon und ein Hund haben bereits bei der aktiven Tierschützerin ein Dach über dem Kopf gefunden. „Seit über zehn Jahren nehme ich die Tiere bei mir auf“, sagt Marion Strauch. Zwar ist sie im regionalen Tierschutzverein tätig, doch ihre Aktivitäten finden alle auf privater Basis statt. „Finanziell bin ich eigenständig. Von der Kommune gibt es kaum finanzielle Mittel. Ich bin auf Unterstützer und Sponsoren angewiesen, denen ein großer Dank gilt“, heißt es von der Tierschützerin weiter.

Es gibt viele freilaufende Katzen, wovon nur wenige kastriert sind. Sie pflanzen sich unbegrenzt fort. Viele von denen finden in der Auffangstation von Marion Strauch ein neues Zuhause. Dort werden sie aus eigenen finanziellen Mitteln kastriert. Doch das ist keine Lösung für das andauernde Problem. „Der Kastrationswille für Katzen ist in der Bevölkerung abhanden gekommen“, ist sich Marion Strauch sicher. Die Kommune sehe kein Problem mit den Katzen. Doch bei Marion Strauch spiegelt sich ein ganz anderes Bild wider. „Etwa 40 Katzen sind zurzeit bei mir in Obhut. Erst am Montag habe ich wieder eine Futterstelle in einer Gartenkolonie kontrolliert, wo es Jungtiere gab.“ Viel Zeit verbirgt sich hinter einer großen Verantwortung. „Drei kleine Katzenbabys hieß es vor Ort einzufangen, um sie zu schützen. Etwa zweieinhalb Stunden kann so etwas in Anspruch nehmen“, so Marion Strauch weiter.

Ein Ende ist nicht in Sicht. Immer mehr Katzen werden von ihr aufgenommen. „Jede Katze versuche ich weiterzuvermitteln und ihr ein neues Zuhause zu geben“, informiert die Giesensdorferin. Doch das ist gar nicht so einfach. So lassen sich ältere Katzen schwieriger an neue Besitzer vermitteln als Jungtiere. Das bedauere sie sehr. Es gibt immer viel zu tun. „Nach der morgendlichen Fütterung gehe ich zur Arbeit. Am Nachmittag dreht sich dann wieder alles um die Tiere. Es ist halt ein Vollzeitjob“, berichtet die Tierschützerin. Ein Urlaub sei dabei kaum möglich. Rund um die Uhr muss jemand für die Tiere da sein und kaum einer findet sich dafür freiwillig. Doch seit Anfang dieses Jahres gibt es eine Mitstreiterin aus Tacken. „Laila Il Jarad hat selbst nach finanziellen Unterstützern gesucht, wodurch wir uns kennen lernten und seitdem kooperieren“, berichtet Marion Strauch. In Zukunft soll es auch eine Facebook-Seite und eine Homepage geben, um über die Arbeiten der Auffangstationen zu informieren. Denn die Kapazitäten sind begrenzt und schon weitestgehend erschöpft. Marion Strauch liebt Tiere und ist mit Leib und Seele dabei, doch sie ist ständig auf der Suche nach aktiven Unterstützern.

Von Marcus J. Pfeiffer

Der DRK-Kreisverband Prignitz ist derzeit dabei, die Formalitäten für den künftigen Neubau gegenüber der Amtsverwaltung abzuwickeln. Das Grundstück ist gekauft, der Bauantrag gestellt. Kreisgeschäftsführer Dietrich Döring hofft, dass die Bauarbeiten nächstes Frühjahr beginnen können.

25.08.2017

Auf Wiesen, Feldwegen und in Wäldern befindet sich das „Fitness-Studio Natur“. Ein neues Bewegungs-und Sportkonzept unter diesem Namen hat das Amt Temnitz mit Übungsleiter Olaf Wolff erarbeitet und animiert damit zum Recken und Strecken unter freiem Himmel.

22.08.2017

Das Jahrhunderthochwasser 2002 hatte biblische Ausmaße und gilt als die bisher größte Flusshochwasserkatastrophe in Deutschland. Vor 15 Jahren überstand die Prignitz dank einer Welle der Solidarität die Elbeflut glimpflich. Zwei Millionen Sandsäcke werden innerhalb weniger Tage verbaut.

25.08.2017