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Lebenshilfe Prignitz öffnet Hauptwerkstatt

Fitmachen für den Arbeitsmarkt Lebenshilfe Prignitz öffnet Hauptwerkstatt

Die Lebenshilfe in der Prignitz präsentiert sich im 25. Jahr ihres Bestehens noch stärker als in den Vorjahren der Öffentlichkeit. Am Mittwoch empfing das Team um Susann Bolz, Leiterin der Hauptwerkstatt in Wittenberge, zahlreiche Gäste. Darunter auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete.

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In den Arbeitsbereichen wurde gezeigt, was die Menschen in der Hauptwerkstatt der Lebenshilfe leisten.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Wie in der Hauptwerkstatt der Lebenshilfe Prignitz in Wittenberge, Hirtenweg 8, gelebt und gearbeitet wird, davon verschafften sich am Mittwoch der offenen Tür viele Besucher einen Überblick. Seit 25 Jahren existiert der Verein Lebenshilfe Prignitz. Deshalb präsentieren sich verschiedene Einrichtungen in diesen Tagen.

So führten Mitarbeiter der Hauptwerkstatt die Gäste durch die einzelnen Arbeitsbereiche. Was sie dort tun und wie sie arbeiten, erklärten die Beschäftigten mit körperlicher oder geistiger Behinderung selbst. „Mit so einem Ansturm hätten wir nicht gerechnet”, freute sich die stellvertretende Leiterin der Hauptwerkstatt, Ivonne Rudolph. Unter den geladenen Gästen waren die Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann (Linke), Dagmar Ziegler (SPD) und Sebastian Steineke (CDU) sowie der Landtagsabgeordnete Gordon Hoffmann (CDU) und weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Die Leiterin der Hauptwerkstatt, Susann Bolz, berichtete kurz über die Entwicklung der Lebenshilfe. 1991 ging es in den Reha-Werkstätten in der Wahrenberger Straße mit insgesamt 80 Plätzen los. 1992 kam die Werkstatt in Wittstock dazu. Die Gärtnerei in Perleberg wurde 1996 übernommen. Im Jahr 1997 erfolgte der Umzug der Wittenberger Reha-Werkstätten in den Hirtenweg. „Das Haus war damals für 140 Leute gedacht. Heute arbeiten dort 269 Leute”, sagte Susann Bolz. „Bei uns ist immer etwas in Bewegung.” Das liege daran, dass die Werkstätten der Lebenshilfe einen hohen Zulauf hätten. Besonders Menschen mit psychischen Krankheiten kommen immer mehr dazu. Aus Berlin kämen viele Personen mit einer Behinderung in die Prignitz, weil es in der Hauptstadt nicht so viele Kapazitäten gäbe. Menschen mit Behinderung, die wegen der Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem Arbeitsmarkt tätig sein können, bieten die Werkstätten eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung an. „Unser Auftrag ist es, diese Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen. Allein schaffen wir das aber nicht. Es muss von der Politik und der Wirtschaft mitgetragen werden.

Um das zu realisieren, brauchen wir Ihre Hilfe”, richtete sie sich an die Gäste. Die Lebenshilfe arbeitet bereits mit einigen Unternehmen zusammen. So stehen drei Mitarbeiter bereit, die Dämmstoffe für Austro­therm zurechtzuschneiden. Eine Stelle wurde bei der Vormark Kochkultur GmbH in Perleberg geschaffen und ein Mitarbeiter arbeitet in der Alten Ölmühle Wittenberge. Stellen zu finden, sei nicht so einfach, erklärte Susann Bolz, denn die Leute bräuchten immer eine Bezugspersonen, was stets mit personellem Aufwand verbunden ist.

Von Jens Wegner

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