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Liebesgrüße für den Landrat

Hans Lange bekam zum Abschied ein Ständchen der Ministerpräsidenten Liebesgrüße für den Landrat

Hans Lange war zu Tränen gerührt. Zu seiner Verabschiedung als Prignitzer Landrat am Donnerstag kamen nicht nur viele Weggefährten aus der Region, sondern auch ein beträchtlicher Teil des Landeskabinetts. Zudem sangen ihm die ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Manfred Stolpe sowie der aktuelle Landeschef Dietmar Woidke ein Abschiedsständchen.

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Umarmungen zum Abschied: Dietmar Woidke lernte Hans Lange beim Elbehochwasser 2002 als Krisenmanager kennen.

Quelle: Claudia Bihler

Glövzin. Der ausgewählte Chor sang im Kuhstall von Glövzin auf Wunsch Hans Langes das Lied "Geh aus mein Herz und suche Freud". "Hier ist eine Runde zusammengekommen, wie ich sie bei der Verabschiedung eines Landrats noch nie erlebt habe", staunte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ist eine alte Weggefährtin Langes in der Landes-CDU, und mit den ehemaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe und Matthias Platzeck (beide SPD) hat Lange manche Idee gemeinsam entwickelt. Auch Woidke kann auf eine langjährige Freundschaft mit Lange zurückblicken. Er leistete bei Lange sein erstes "Hochwasserpraktikum" ab.

Überhaupt Hochwasser: Sein Wirken als Krisenmanager bei den Flutkatastrophen an der Elbe ist ein Hauptgrund für die Wertschätzung, die Lange landauf, landab genießt. Dafür gab es noch am Donnerstag Auszeichnungen. Viele Redner gingen darauf ein, wie Albrecht Broemme, Präsident der Bundesanstalt des THW, Oberst Peter Arendt, Landeskommandeur der Bundeswehr, Bernd Halle, Leiter der Polizeidirektion Nord, und Landesbranddirektor Norbert Zoschke.

Die beiden ehemaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe und Matthias Platzeck sowie der aktuelle Landeschef Dietmar Woidke und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka verabschiedeten am Donnerstag den langjährigen Prignitzer Landrat Hans Lange in den Ruhestand. Auch die Kanzlerin ließ ihre Glückwünsche übermitteln. Die MAZ hielt den bewegenden Abschied in Bildern fest.

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Des Lobes voll waren alle wegen des guten menschlichen Umgangs, den Lange selbst in Extremsituationen pflegte. Ehrlichkeit, Teamfähigkeit und Durchsetzungsfähigkeit attestierte ihm zum Beispiel der Kreistagsvorsitzende Rainer Pickert (CDU).

Dabei ist Lange sehr bodenständig. Er vergaß in seinen Dankesworten nicht seine Familie und seine langjährige Sekretärin Andrea Kulow ("die Frau, mit der ich es am längsten ausgehalten habe") oder seinen Fahrer Frank Böhringer. Pickert lobte auch Langes Engagement für die Plattenburg oder die Lotte-Lehmann-Woche etwa oder sein Talent als Büttenredner im Karneval. Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Rosemarie Wilcken, und der ehemalige Superintendent des Sprengels Neuruppin/Potsdam, Hans-Ulrich Schulz, würdigten Langes Einsatz für den Erhalt der Prignitzer Dorfkirchen. Dafür hat Lange eine eigene Stiftung gegründet. Es hatte tags zuvor noch ein Benefizkonzert in der Perleberger St.-Jacobi-Kirche gegeben. Dort sang Angelika Weiz. In Glövzin sang sie erneut Lange zu Ehren den Beatles-Klassiker "Let it be". Zum Schluss übergab dann Lange noch seinen Dienstschlüssel an seinen Nachfolger Torsten Uhe, nicht ohne sich den Empfang quittieren zu lassen.

Von Bernd Atzenroth

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