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Prignitz Lindenberg: Bäume am Graben sollen fallen
Lokales Prignitz Lindenberg: Bäume am Graben sollen fallen
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02:15 08.04.2016
Die Schaumkommission am Lindenberger graben. Dessen Grund kann erste im Herbst geräumt werden. Quelle: : Andreas König
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Lindenberg

Ein geringer Wasserabfluss ist noch zu verzeichnen, aber „doll ist es nicht mehr“, sagt Thomas Burmeister. Der Bereichsingenieur beim Wasser- und Bodenverband zeigte am Dienstag den Teilnehmern der Prignitzer Gewässerschau verschiedene Problemstellen im Gebiet der Gemeinde Groß Pankow. In Lindenberg, wo sich der Ausgangs- und Endpunkt des ersten Schautages befanden, ist ein Graben am südwestlichen Ortsrand auf der in Richtung Garz gesehen linken Seite der Straße verschlammt. „Der Graben hat keine Vorflut mehr, das Wasser wird sich früher oder später auf dem Acker stauen“, sagte Falko Dietsch von der unteren Wasserbehörde des Landkreises Prignitz. Mehrere 400 Millimeter starke Einläufe befinden sich bereits zur Hälfte unter dem Wasserniveau. Hinzu kommt, dass sie von Schlamm teilweise zugesetzt sind. „Hier müssen wir wohl eine Grundräumung vornehmen lassen“, bemerkt Thomas Burmeister.

Derzeit kann nicht viel getan werden

Allerdings kann jetzt erst einmal wenig getan werden. „Um vernünftig arbeiten zu können, müssen wir holzen, das heißt die Bäume am Grabenrand fällen“, erklärt Thomas Burmeister. Doch das ist erst wieder ab 1. Oktober statthaft. Bis dahin, so hoffen die Mitglieder der Schaukommission könnte der Graben es vielleicht noch schaffen, die Flächen zu entwässern. Das Gewässer mit der verbandsinternen Bezeichnung 1/04/02 führt sein Wasser in den Lindenberger Abzugsgraben, der sich wiederum in den Cederbach entwässert. „Zu diesen Arbeiten sind wir als Verband verpflichtet“, berichtete Thomas Burmeister. Bei ordentlicher Pflege würde es genügen, den Graben alle zwei bis drei Jahre zum räumen. In Lindenberg muss jedoch mehr zu tun. Gut einen halben Meter tief muss die Grabensohle ausgebaggert werden.

Damm setzt Grünland unter Wasser

Zuvor hatten sich die Mitglieder der Schaukommission unter Leitung von Schauführer und Ex-Landrat Hans Lange unter anderem bei Helle, Wolfshagen und Kuhbier umgesehen. Dort ist mindestens ein Biber heimisch geworden. Nahe Kuhbier am Eisgraben stehen gegenwärtig sieben bis acht Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche unter Wasser. Im Wald bei Horst ist wegen der Bautätigkeit des Bibers ein regelrechter See entstanden. Während dort nicht all zu viel gegen das Treiben des Tieres unternommen werden kann, soll der Biber bei Kuhbier überlistet werden.

Bibertäuscher soll Abhilfe schaffen

„Zunächst einmal wollen wir den Wasserstand dort um etwa einen halben Meter senken, und dann soll ein sogenannter Bibertäuscher errichtet werden“, erläuterte Falko Dietsch. Dabei handelt es sich um ein Rohr durch den Deich, das am Tage Wasser abfließen lässt. Nachts schließen sich dann Klappen, der Biber spürt deshalb keine Strömung. Dem natürlichen Drängen des Bibers, Löcher im Damm zu stopfen, wird mit einem stabilen Drahtgitter begegnet. Wenn alles nichts hilft, erwägt der Besitzer der Flächen die Firma Lamak Groß Pankow, die Fläche an den Naturschutzfonds Brandenburg zu übertragen, sagte Bernd Schneider, ehemaliger Lamak-Chef.

Von Andreas König

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