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Lindenberg – Ein Dorf mit Zukunft

Wettbewerbsfinale eingeläutet Lindenberg – Ein Dorf mit Zukunft

Zweieinhalb Stunden hatten die Lindenberger am Freitag Zeit, sich einer siebenköpfigen Jury zu präsentieren. Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ streitet das 243-Seelen-Dorf mit 20 anderen Gemeinden um die Siegerkrone des Landes Brandenburg. Ortsvorsteher Rainer Knurbien hatte gleich zu Beginn ein Ass im Ärmel.

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Christian Gogoll zeigte die Kirche und wies auf die Sanierung ab 2017 hin.

Quelle: Christamaria Ruch

Lindenberg. Alles oder nichts. Am Freitag steht Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) im Fokus des 9. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Die siebenköpfige Bewertungskommission unter Federführung von Referent Tobias Wienand aus dem Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft nimmt das 243-Seelen-Dorf unter die sprichwörtliche Lupe. Mitte Juli steht fest, welches der 20 Wettbewerbsdörfer nun Landessieger wird und dann auf Bundesebene um Lorbeeren kämpft.

Dabei gestaltet sich der Freitagvormittag vor allem als Wettkampf gegen die Uhr. „In zweieinhalb Stunden muss Lindenberg zeigen, wie sich der Ort allen Herausforderungen des Alltags stellt“, sagt Kerstin Meyer, Juryvorsitzende im Landkreis Prignitz. Natürlich stand sie in den vergangenen Monaten Ortsvorsteher Rainer Knurbien mit Rat und Tat zur Seite und gab wertvolle Hinweise für die Präsentation. „Der Blick geht immer in die Zukunft und dabei soll gezeigt werden, wie etwa Schwächen in Stärken umgemünzt werden“, so Meyer. Zum Auftakt setzt Knurbien in seinem 20-minütigen Vortrag Lindenberg als „lebendiges, liebens- und lebenswertes Dorf“ in Szene. Das selbst ernannte Motto für die Entwicklung lautet ja auch seit 21 Jahren: „Lindenberg – ein lebendiges Dorf.“ 19 Unternehmen mit insgesamt 60 Arbeitsplätzen, das rege Vereinsleben und tragbare Ideen gegen die Schließung der Sparkasse und der Verkaufsstelle gehören zu den Eckpfeilern seines Vortrags.

Wer Rainer Knurbien kennt, weiß, dass er immer noch ein Ass im Ärmel hat. Denn der Rundgang durchs Dorf entpuppt sich als Rundfahrt auf dem Drahtesel. „Wir sind eine Radfahrerregion und haben auch die Knotenpunkte für die Vernetzung der Radrouten“, begründet Knurbien. „Eine Tour auf dem Rad hatten wir noch gar nicht“, so Tobias Wienand. Dann blies der Ortsvorsteher das Startsignal zur Rundfahrt - standesgemäß für das Kleinbahnerdorf mit Eisenbahnkelle und Trillerpfeife. Aufsteller entlang der Dorfstraße mit der Aufschrift Jugendklub, Marion-Etten-Theater, Kirchbauverein oder vieles mehr zeigen der Jury, was sich hinter den einzelnen Häusern verbirgt. Bernd Dietrich stellt auf dem Weg beispielsweise vor seinem Ostblock schicke DDR-Oldtimer aus und bittet dann zur Stippvisite in eine Ferienwohnung im Stile des untergegangenen Staates.

Hans Serner mit seiner Fuchsmarionette

Hans Serner mit seiner Fuchsmarionette.

Quelle: Ruch

Hans Serner führt mit einer Fuchsmarionette ein klassisches Kurzkonzert auf. Und immer wieder schellt Ingo Frahm vom Ortsbeirat die Glocke und treibt die gut 30 Frauen und Männer zur Weiterfahrt an. Später setzen Besucher und Gastgeber die Fahrt mit der Kleinbahn „Pollo“ bis zum Bahnhof im Dorf fort. Zum Ausklang geben sich alle noch ein Stelldichein in der Gaststätte Lamprecht. Bereits in Rainer Knurbiens Vortrag baut er eine passende Filmsequenz vom RBB mit ein. Dort dreht sich alles um das Regionalgericht Knieperkohl und wie Mutter und Sohn Lamprecht die mehr als 100-jährige Gastwirttradition weiterleben lassen.

„Mal gucken, wie das alles bewertet wird. Sehr kreativ geht Lindenberg die Sachen an und es scheint eine sehr harmonische Dorfgemeinschaft hier zu sein“, lässt sich Tobias Wienand als ersten Kommentar entlocken. Denn der Jury fiel auch auf, wie sehr die einzelnen Akteure Hand in Hand arbeiten. Pfarrer Christian Gogoll, Gemeindebürgermeister Thomas Brandt und Bauamtsleiter Halldor Lugowski waren ebenso mit von der Partie und sagten einstimmig: „Wir stellen uns dem demografischen Wandel und wissen, dass wir uns selber helfen müssen.“ Gogoll verdeutlichte die Aufbruchstimmung in der Kirchengemeinde: „2017 beginnt die Kirchensanierung mit Hilfe vom Staatskirchenvertrag.“

Von Christamaria Ruch

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