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Linke diskutieren über Verwaltungsreform

Wittstock Linke diskutieren über Verwaltungsreform

Landesgartenschau, Integration von Migranten, Verwaltungsstrukturreform und Mauerbau – Die Themenpalette der Podiumsdiskussion während des Sommerfestes der Linken in Wittstock war lang. Neben Einigkeit in Grundsatzfragen traten unterschiedliche Überlegungen der Parteigenossen zu wichtigen Themen der Region zutage.

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Während der Podiumsdiskussionen tauschen Landes- und Kommunalpolitiker ihre Ansichten aus. .

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Bestes Wetter und die idyllische Lage auf dem Amtshof der alten Wittstocker Bischofsburg ließen wieder zahlreiche Besucher zum Sommerfest der Partei „Die Linke“ kommen. Bis zu 300 Gäste waren zu der Veranstaltung erschienen, wie Parteimitglied Christian Richter schätzte.

Am Fußballturnier nahmen auch junge Flüchtlinge teil

Am Fußballturnier nahmen auch junge Flüchtlinge teil.

Quelle: Christian Bark

Und die erlebten neben vielen Mitmachaktionen wie einem Fußballturnier zwei interessante Podiumsdiskussionen. Zum einen sprach Talk-Leiter Dieter Groß mit den Teilnehmern über die anstehende Verwaltungsstrukturreform im Land Brandenburg. Dass eine Reform angesichts sinkender Einwohnerzahlen und hoher Bürokratiekosten in Zukunft nötig wird, darüber waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Nur über die Umsetzung der Reform gab es unterschiedliche Überlegungen. „Wir brauchen künftig mehr Mittel für die Gestaltung des Lebens in den Kommunen“, erklärte die Landtagsabgeordnete Margitta Mächtig. Deshalb sei sie auch für die Verwaltungsstrukturreform. Sie forderte zudem einen funktionierenden kommunalen Verkehrsbetrieb, der die Interessen der Bürger und nicht den Profit in den Vordergrund stelle.

Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn unterstrich, dass Verwaltungsreformen wie im Fall seiner Gemeinde, durchaus positiv ausgehen können. Gleichzeitig warnte er davor, dass sich der wahrscheinlich entstehende Großkreis zunächst nur mit sich selbst beschäftigen würde, statt für die Menschen zu agieren. Kreistagsabgeordnete Rita Büchner betonte, dass die Frage nach dem Kreissitz nicht zur Grundsatzfrage werden dürfe. Wittstocks Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben plädierte hingegen dafür, dass die Kreise in ihren jetzigen Grenzen erhalten bleiben müssten.

Mauerbau sorgt für parteiinterne Kontroverse

Zum Thema Landesgartenschau informierte Stüben über den derzeitigen Planungsstand und machte deutlich, dass auch Wittstocks Ortsteile von der Veranstaltung profitieren sollen.

Die Partei präsentierte sich am Infostand

Die Partei präsentierte sich am Infostand.

Quelle: Christian Bark

In ihrer zweiten Podiumsrunde beschäftigte sich die Partei mit dem Mauerbau vor 55 Jahren. Dabei traten die verschiedenen Ansichten der Parteimitglieder offen zutage. Während Parteiveteran Martin Beckmann aus Kyritz, damals Mitglied der Kampfgruppen an der Mauer, auf die Notwendigkeit der damaligen Aktion für die DDR und Margitta Mächtig auf die gefallenen Soldaten an der Mauer verwies, kritisierte der Kreistagsabgeordnete Freke Over die Einmauerungsmentalität der damaligen Machthaber. „Sozialismus muss Freiheit bedeuten“, sagte er. Auf eine angeregte Diskussion zu dem Thema wolle er sich demnächst einlassen.

Beim Thema Integration von Migranten betonte Thomas Krieglstein vom Kreissportbund, dass eine reine Flüchtlingsmannschaft keine Lösung zur Integration sei. Weit besser seien gemischte Mannschaften.

Von Christian Bark

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