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Linken-Stammtisch mit Kirsten Tackmann

Pritzwalk Linken-Stammtisch mit Kirsten Tackmann

Über ihre Erfahrungen im neu gewählten Bundestag berichtete die linke Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann beim Linken-Stammtisch in der Alten Mälzerei in Pritzwalk. Die Runde übte sich dabei in einer eher lockeren Plauderei, in der aber auch schon einmal kontrovers diskutiert wurde – etwa beim Flüchtlingsthema.

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Linken-Stammtisch in Pritzwalk mit Kirsten Tackmann (2.v.r.) und Bernd Polte (r.).

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Stammtisch ist Stammtisch – auch bei der Linken in Pritz­walk ist das nicht anders. „Manchmal reden wir auch einfach über Fußball“, sagt dazu der Pritzwalker Linken-Chef Hartmut Winkelmann. Aber wie sich das für eine politische Partei gehört, steht natürlich die aktuelle politische Lage bei einer solchen Diskussion im Mittelpunkt. Und so surften die Anwesenden, die nach und nach in der Alten Mälzerei ankamen, gemeinsam durch alle aktuellen politischen Themen, zumal mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann und dem Linken-Fraktionschef im Kreistag, Bernd Polte, diesmal auch Leute am Tisch saßen, die Einblick auf verschiedenen Ebenen hatten.

„Nicht Arme gegen noch Ärmere ausspielen“

Ein Thema wühlt dabei immer noch die Menschen auf: Die Flüchtlingspolitik sorgte gleich zu Beginn für eine durchaus kontroverse Diskussion am Tisch. Kirsten Tackmann möchte allerdings an die Frage emotionslos mit einem humanistischen Blick“ herangehen und nicht „Arme gegen noch Ärmere ausspielen“. Das sah die deutliche Mehrheit auch so. Kirsten Tackmanns erste Erfahrungen im neu gewählten Bundestag lassen im Vergleich zu früher tatsächlich turbulentere Zeiten erwarten. Die Stimmung sei mit dem Einzug der AfD aggressiver geworden. Aus Sicht der Linken weichen auch die Berührungsängste zwischen CDU und FDP auf der einen und der AfD auf der anderen Seite auf. Sie hätte sich durchaus eine rot-rot-grüne Minderheitsregierung vorstellen können, sieht aber dazu keine Bereitschaft bei den möglichen Partnern. Ansonsten beklagte die Politikerin, dass es üblich geworden sei, „den Kompromiss zu kompromittieren“. Soll heißen: Die Neigung, kompromisslos auf seiner Position zu verharren und dies auch von einer politischen Partei zu verlangen, ist so groß geworden, dass jeder, der einen Kompromiss schließt, bereits zum Umfaller erklärt wird. Kompromisse seien aber in einer Demokratie von zentraler Wichtigkeit.

Ausbau des Mobilfunknetzes „eine Sicherheitsfrage“

Bei Bernd Polte lagen die Schwerpunkte mehr auf den Kreisthemen – wobei der Ausbau der digitalen Infrastruktur ein bundesweit wichtiges Thema ist, denn Deutschland hinke weit hinterher. Auch das Mobilfunknetz muss aus seiner Sicht in der Region dringend verbessert werden, zumal bei der Feuerwehr inzwischen die Handy-Alarmierung eingeführt wurde. „Das ist eine Sicherheitsfrage“, argumentiert er.

Ein Thema auch: Wie nach der Absage der Kreisgebietsreform das frei werdende Gelde verwendet werden soll, zumal die Zuwendungen für die Region ansonsten von Jahr zu Jahr geringer werden. Ein Lichtblick immerhin für die Kommunen: die gesunkene Kreisumlage.

Von Bernd Atzenroth

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