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Lkw-Korso für die A14 bei Wittenberge

Protest auf Rädern Lkw-Korso für die A14 bei Wittenberge

Theoretisch könnte die Planung der Autobahnbrücke für die A14 über die Elbe zum Jahresende abgeschlossen sein. Unternehmen sowie Industrie- und Handelskammer fürchten jedoch eine lange Planungsdauer für die fehlende Strecke. Ein LKW-Protestkorso auf der B189-Elbebrücke bei Wittenberge soll die Aufmerksamkeit der Politik für die A14 verstärken.

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Das letzte Stück der A14 bis Karstädt ist bereits im Bau.

Quelle: Claudia Bihler

Wittenberge. Straßenbarrikaden aus brennenden Autoreifen sind natürlich keine geplant, nichtsdestotrotz soll es am 12. September auf der Elbebrücke der B 189 in Wittenberge heißen: Rien ne va plus – nichts geht mehr. Friedlich, aber dennoch eindrücklich soll die Aktion werden, zu der die Unternehmen rund um das Gebiet der künftigen A 14 und die Industrie- und Handelskammer in der Prignitz aufrufen. „Wir wollen den Druck auf die Politik verstärken, dafür zu sorgen, dass die A 14 endlich weitergebaut wird“, sagt Manfred Wäsche, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam.

„Die Anregung zur Aktion kam von den Unternehmen, die ein dringendes Interesse haben, dass der Bau der Autobahn endlich weitergeht, weil sie sich nur wegen dieser Autobahn in der Prignitz angesiedelt haben“, sagt Marion Talkowski, Leiterin des IHK-Regionalcenters in Pritzwalk. Geplant ist, dass sich am 12. September eine Lkw-Kolonne von beiden Seiten der Elbe auf den Weg über die B 189-Brücke über die Elbe macht. Wenn die Kolonne sich in der Brückenmitte trifft, sind weitere Aktionen geplant.

Marion Talkowski  und Manfred Wäsche

Marion Talkowski und Manfred Wäsche.

Quelle: Claudia Bihler

„Derzeit sieht es so aus, als wenn zumindest auf der brandenburgischen Seite die Planungen für die A 14-Brücke über die Elbe bis zum Jahresende fertig werden“, sagt Wäsche. Er vermutet, dass die Vorbereitungen in Sachsen-Anhalt nicht ganz so weit fortgeschritten sind: „Und was sollen wir mit einer halben Brücke?“

Besorgt zeigt er sich zudem über den Zeitplan für die Planungen der Autobahntrasse in Richtung Karstädt, die hinter den Brückenplanungen herhinken. Dennoch ist er der Meinung: „Wenn dabei aber ein Trassenverlauf und eine Planung herauskommt, mit denen alle Beteiligten gut leben können und für Mensch und Natur gleichermaßen tragbar ist, kann sie auch etwas länger dauern, wenn sie hinterher rechtlich umsetzbar und unangreifbar ist.“ Erst kürzlich hatten die IHK und ihre Mitgliedsunternehmen dazu eine Resolution verabschiedet, in der neben dem Bau der A 14 auch die zeitnahe Erneuerung der B 189 neu von Wittstock nach Mirow gefordert wird. Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium hatte im Rahmen einer großen Informationsveranstaltung für die Wirtschaft mitgeteilt, dass das Geld für die Maßnahmen vorhanden sei. Die Protestaktion auf der Elbebrücke wird unter anderem durch die Prignitzer Wirtschaftsjunioren, die Berliner und Brandenburger Landesverbände des Verkehrsgewerbes, des Fuhrgewerbes und für Verkehr und Logistik unterstützt. Zudem haben bereits einige Unternehmen ihre Teilnahme angekündigt: darunter die SRB Westprignitzer Landtechnik aus Karstädt sowie aus Wittenberge Austrotherm Dämmstoffe, Frankotyp Postalia, Cremer Oleo und das Technologie- und Gewerbezentrum. „Bisher wurden 60 Lkw angekündigt“, sagt Marion Talkowski, „wir würden uns freuen, wenn weitere Fahrzeuge die Aktion unterstützen würden.“

Zur Demonstration unter dem Motto „Lückenschluss A 14 – Jetzt! - Mobilität ist Zukunft“ starten die Kolonne aus Wittenberge und aus dem sachsen-anhaltinischen Ortsteil Geestgottberg der Gemeinde Seehausen. Beide werden von der Polizei begleitet, Anmeldungen sollten bei der IHK erfolgen.

Im ersten brandenburgischen Lkw wird die Vizepräsidentin der IHK Bärbel Röhncke sitzen. Mit dabei hat sie den Spaten, den sie kürzlich beim letzten ersten Spatenstich in Mecklenburg von ihrem dortigen Kollegen erhielt. Wenn der Teilabschnitt bei Groß Warnow abgeschlossen ist, können die Karstädter bereits über die A 14 in Richtung Ostsee fahren.

Von Claudia Bihler

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