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Prignitz Lokale zeigen „Prignitzer Gastlichkeit“
Lokales Prignitz Lokale zeigen „Prignitzer Gastlichkeit“
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00:33 27.11.2015
Dürfen mit der Plakette „Brandenburger Gastlichkeit“ werben: Ausgezeichnete Gastwirte vor dem Schloss Grube. Quelle: Andreas König
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Grube

Vor der neuen Zeit gibt es kein Entrinnen. Die Gastronomiebetriebe in der Prignitz (gemeinsam mit Kyritz und Wittstock) finden sich künftig in einer App wieder, mit deren Hilfe der Besucher ausgezeichnete Lokale in der Gegend finden kann, wenn er auf den Knopf „Around me“ drückt. Doch ob in Englisch oder Deutsch: 22 Gastronomiebetriebe der Region dürfen sich seit Dienstag mit dem Gütesiegel Brandenburger Gastlichkeit“ schmücken. Zur Auszeichnungsveranstaltung auf Schloss Grube bei Bad Wilsnack hatte der Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg, Olaf Lücke eingeladen. Der Prignitzer Landrat Torsten Uhe, der Wittenberger Bürgermeister und Vorsitzender des Tourismusverbandes Prignitz sowie Barbara Nitsche, von der Industrie- und Handelskammer Potsdam überreichten die begehrten Plaketten.

Die ausgezeichneten Betriebe mussten sich einem Mystery Check unterziehen, bei dem Tester die Lokale unangemeldet und inkognito auf Herz und Nieren testeten. Bewertet wurden unter anderem das Ambiente, die Mitarbeiter, sowie Speisen und Getränke. Besonderen Wert legen Gäste und Tester auf Regionalität, weswegen der Einsatz von Produkten aus der Gegend höher gewichtet wurde.

Mindestens 76 Punkte mussten die Bewerber erreichen, um das Siegel zu erhalten. Bevor die Preise verliehen wurden, erinnerte Landrat Torsten Uhe daran, dass die kulinarische Seite der Prignitz noch Anfang der 1990er Jahre lediglich auf Knieper reduziert wurde. Inzwischen gebe es eine ganze Reihe von Lokalen unterschiedlicher Service- und Preiskategorien, die von der Qualität der Prignitzer Gastlichkeit künden. Auf die wachsende Nutzung von Digitalmedien richten sich der Dehoga und seine Mitgliedsbetriebe mit einer neu gestalteten Internetseite und der dazugehörigen App(-likation) ein.

„Das wichtigste ist aber das persönliche Gespräch“, sagte der Landrat. Dem konnte Dehoga-Geschäftsführer Olaf Lücke nur zustimmen: „Das ist auch ein Resultat unserer Tests. Es wird noch zu wenig mit dem Gast kommuniziert. Nur einmal fragen ’Hat’s geschmeckt’ entspricht heute nicht mehr dem Standard.“ Oliver Hermann und der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, Uwe Neumann, verwiesen auf die Bedeutung des Radtourismus und der touristischen Infrastruktur. Die müsse allerdings erhalten werden, wofür sich der Landkreis einsetze.

Von Andreas König

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