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Lückenschluss in Groß Pankow

Ausbau der B 189 Lückenschluss in Groß Pankow

In und um Groß Pankow wird in den kommenden zwei Jahren gebaut: Die Bundesstraße 189, zentrale Achse zwischen West- und Ostprignitz, wird zwischen den schon erneuerten Streckenstücken in Richtung Retzin und in Richtung Kuhbier ausgebaut – als letztes Teilstück der Verbindung zwischen Pritzwalk und Perleberg. Auch das Dorf profitiert davon.

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Es gibt viel zu tun: Thomas Brandt (l.), Katrin Lange und Albrecht Klein setzten den ersten Spatenstich für den Ausbau der B 189 in und um Groß Pankow.

Quelle: Bernd Atzenroth

Groß Pankow. Es war ein Heimspiel für Katrin Lange: Die Staatssekretärin im Infrastrukturministerium hatte am Mittwoch die Ehre, in ihrem Prignitzer Stammgebiet den ersten Spatenstich für den Ausbau der B 189 in der Ortslage von Groß Pankow zu setzen. Dies tat sie gemeinsam mit Groß Pankows Gemeindebürgermeister Thomas Brandt sowie dem Leiter des Landesbetriebs Straßenwesen, Albrecht Klein. Für ihn war dies die Prignitzer Premiere, denn er ist erst seit vier Wochen im Amt.

Wie wichtig das nun in Groß Pankow beginnende Bauvorhaben ist, zeigte sich auch daran, dass die Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler (SPD), Kirsten Tackmann (Linke) und Sebastian Steineke (CDU), die Landtagsabgeordnete Ina Muhß (SPD) und der Prignitzer Landrat Torsten Uhe bei dem Termin dabei waren. Immerhin ist die B 189 die Hauptverbindungsstraße zwischen West- und Ostprignitz. Der 1900 Meter lange Abschnitt, der aus Richtung Perleberg einige hundert Meter vor der Ortsdurchfahrt beginnt und bis zum Beginn der Ausbaustrecke in Richtung Pritzwalk reicht, ist das letzte verbliebene Teilstück, das zwischen Perleberg und Pritzwalk vernünftig ausgebaut werden muss.

Prominente Zuschauer (vl)

Prominente Zuschauer (v.l.): Torsten Uhe, Thomas Brandt, Dagmar Ziegler, Kirsten Tackmann, Sebastian Steineke und Ina Muhß.

Quelle: Bernd Atzenroth

Katrin Lange freute sich darüber, dass das jetzt möglich ist, denn sie sieht in der Straße eine wichtige Verbindung „von Wittenberge bis Neuruppin“. Dies sei eine gute Nachricht für die einheimische Wirtschaft. „Wir verbessern wesentlich die Verkehrssicherheit und die Fahrbahnverhältnisse“, sagte sie. In der Ortslage entstehen zwei Verkehrsinseln. Anstelle der bisherigen Ampelanlage wird es nun einen Zebrastreifen mit Lichtanlage geben – hierzu hatte es im Vorfeld noch eine Absprache mit der Bürgerinitiative gegeben, die sich für den Erhalt der Ampelanlage eingesetzt hatte. Geplant ist darüber hinaus auch der Bau eines Radwegs in der Ortslage von Groß Pankow.

„Was lange währt, wird endlich gut“, meinte auch Groß Pankows Bürgermeister Thomas Brandt. Er erinnerte daran, dass ursprünglich einmal eine Ortsumfahrung geplant war. Das kann man übrigens heute noch daran sehen, wie die beiden bereits vorhandenen Ausbaustücke von Groß Pankow in Richtung Retzin und in Richtung Kuhbier gebaut worden sind. Aber letztlich war dafür kein Geld da.

Die Bauarbeiten wurden schon langfristig vorbereitet, etwa durch die Abholzung der bisherigen Allee in Groß Pankow. Auf zwei Jahre sind die Arbeiten angesetzt. Katrin Lange wünschte sich für ihren Fortgang „keinen Frost“ im Winter. Dem widersprach Brandt nur insofern, als er sich im Sinne der Landwirtschaft „auch Frost“ wünschte, „aber nicht allzuviel“.

Der Streckenabschnitt

Ausgebaut wird ein Streckenabschnitt von 1900 Metern Länge. Er beginnt aus Richtung Perleberg am Ende der Ausbaustrecke von Retzin her. Im ersten Abschnitt wird von hier bis zum Ortseingang die Strecke nördlich der bisherigen Fahrbahn neu gebaut – die alte Strecke bleibt als Gemeindestraße, landwirtschaftlicher Weg und Radweg erhalten. Vor dem Ort wird ein neuer Knotenpunkt mit der Gemeindestraße entstehen plus einem Radweg bis zur Ortslage. Das Flüsschen Panke muss aufgrund der 380-KV-Freileitung umverlegt werden.

Im Ort wird im zweiten Bauabschnitt die Straße auf 481 Metern Länge auf 6,50 Meter Breite ausgebaut mit Entwässerungsrinne und Hochbord beidseitig. Links- und Rechtsabbiegerspuren werden neu angelegt. Die Straße erhält beidseitig einen Geh- und Radweg von 2,50 Breite. Es entstehen an beiden Orteingängen Verkehrsinseln.

Der dritte Abschnitt reicht bis zum ausgebauten Teil Richtung Pritzwalk. Auch hier wird die Fahrbahn nördlich der alten Trasse neu gebaut. Sie wird 7,50 Meter breit und erhält beidseitig 1,50 Meter Bankett. Der Wirtschaftsweg nach Kuhbier wird an den Weg zum Karpfenteich angebunden.

3,68 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben. Davon trägt der Bund 3,48 Millionen Euro, das Land 40 000 Euro sowie die Kommune Groß Pankow 160 000 Euro.

Von Bernd Atzenroth

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