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Luggendorfer wollen Schuttdeponie verhindern

Ein Dorf rebelliert Luggendorfer wollen Schuttdeponie verhindern

Die Luggendorfer sammeln derzeit Unterschriften gegen die geplante Bauschuttdeponie in ihrem Ort. In einer Einwohnerversammlung haben sie kürzlich den Ausführungen des avisierten Betreibers zugehört und fühlten sich in ihrer Ablehnung bestätigt.

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Die Einwohner von Luggendorf lehnen eine Bauschuttdeponie auf dem Kiegrubengelände ab.

Quelle: Andreas König

Luggendorf. Zahlreiche Unterschriften gegen die Errichtung einer Bauschuttdeponie auf dem Gelände der stillgelegten Kiesgrube haben die Luggendorfer bereits gesammelt. Noch aber hat die Einwohnerinitiative um Unternehmer Horst Kitzmann die Listen nicht der Gemeindevertretung übergeben. „Das werden wir tun, wenn das Thema auf die Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung kommt“, sagte der Luggendorfer.

Wie soll man sich zu dem Vorhaben weiter positionieren? – darum ging es kürzlich bei einer Einwohnerversammlung in dem Groß Pankower Ortsteil. Ortsvorsteher Heiko Baich hatte zu einer Informations- und Diskussionsrunde gebeten. „Ich wollte noch mal mit den Luggendorfern allein sprechen, weil es sie unmittelbar betrifft“, sagte er.

Angebot der Deponiebetreiber verfängt nicht

Die große und an erster Stelle zu klärende Frage war, ob sich die Luggendorfer irgendeinen Kompromiss mit den Betreibern der stillgelegten Kiesgrube vorstellen können. Nach der Einwohnerversammlung im Rathaus von Groß Pankow hätten die Geschäftsführer der Deponie Luggendorf dem Ortsvorsteher gegenüber erklärt, Lösungen finden und Ausgleichsmaßnahmen anzubieten zu wollen. Dabei soll es nicht nur um eine Straße gehen, vieles sei möglich. O-Ton: „Wir sind auch bereit abzugeben und zu teilen.“

„Natürlich ist das erst einmal positiv, dennoch eine schwer zu akzeptierende Alternative“, bewertet Heiko Baich das Angebot der potenziellen Deponiebetreiber. Das sahen auch die etwa 20 anwesenden Einwohner Luggendorfs so. Fast jeder Haushalt war vertreten. Folgerichtig sprachen sich die Anwesenden einstimmig gegen eine Deponie aus, gleich welche Zugeständnisse die Besitzer bereit sind zu machen. „Wir werden uns nicht kaufen lassen!“ Lebensqualität und Natur sei wichtiger, als Finanzielles. Und auch eine Aussage aus dem Publikum: „Wir werden kämpfen, alles versuchen um diese Deponie zu verhindern.“

Kiesgrube noch nicht nach Altlasten untersucht

Dieses klare Bekenntnis werde auch viele Groß Pankower freuen, ist sich Heiko Baich sicher, denn es gehe hier ja nicht nur um die Einwohner aus Luggendorf, viele andere Gemeindebewohner wären bei einer Deponie mit negativen Folgen betroffen. Über 20 Jahre lang hätten die Einwohner Luggendorfs und der übrigen Orte unter den Kiestransporten aus der Grube und zu ihr hin gelitten. Wenn das Gelände als Deponie umgenutzt werden soll, fürchten sie neben der Verkehrsbelastung um ihre Lebensqualität und den Wert der Grundstücke. Die Gemeindeverwaltung wurde gebeten, Informationen einzuholen, in wie weit damalige Altlasten in der Kiesgrube noch vorhanden sind. So bald wie möglich soll zudem eine Interessengemeinschaft gegen eine Deponie gebildet werden. Denkbar wäre auch, das sich der in der Gründungsphase befindende Heimatverein Groß Pankow unter dem Punkt „Förderung von Natur- und Umweltschutz“ der Sache annimmt, sagte Heiko Baich.

Von Andreas König

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