Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Lukas (10) züchtet Gänse wie ein Großer
Lokales Prignitz Lukas (10) züchtet Gänse wie ein Großer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 31.05.2017
Der zehnjährige Lukas Kästner mit einem zwei Wochen alten Küken der „Emder Gänse.“ Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Klein Woltersdorf

Sechs kleine und flauschige Gänse tummeln sich im Gehege, geben Piepslaute von sich und schnappen nach frischen Löwenzahn. Lukas Kästner behält sie dabei im Blick. Der zehn Jahre alte Junge aus Klein Woltersdorf (Gemeinde Groß Pankow) ist Bezugsperson und Mutter der Gänseküken.

Vor einem Jahr legte Lukas den Grundstein für seine Gänsezucht. Dabei entschied er sich für sehr laute Tiere und die größte und schwerste Gänserasse in Deutschland: Die „Emder Gänse“ können bis zu elf Kilogramm auf die Waage bringen. Sie sind vom Aussterben bedroht. „Ich hatte die mal auf einer Ausstellung gesehen und die hatten mich einfach fasziniert“, sagt Lukas redegewandt. Außerdem sind „Emder Gänse“ liebevoll, wie er betont.

Im Gänsemarsch über die Wiese in Klein Woltersdorf: „Emder Gänse“ können bis zu elf Kilogramm auf die Waage bringen. Quelle: Christamaria Ruch

Die Brut fiel in diesem Jahr recht mager aus. Nach 30 Tagen Brut schlüpften aus 25 Eiern nur sechs Tiere. „Das liegt an der Stallpflicht, den Tieren fehlte der Auslauf“, sagt der Junge. Normalerweise schlüpft aus der Hälfte aller Eier ein Küken und sie kommen bereits Mitte April – nun erblickten die Jungtiere erst zwischen dem 11. und 13. Mai das Licht der Welt. Bei zwei der sechs Gänse mischen sich derzeit auch dunkle Daunen unter das gelbe Flaumkleid. „Damit eignen sie sich nicht für die Zucht“, sagt Jens Kästner, Lukas’ Vater. Bereits jetzt weiß Lukas, welches Tier es auf der nächsten Tierschau mal weit bringen kann: Er holt die kleine Gans mit dem durchdringend gelben Federkleid aus dem Gatter heraus und hält sie in die Kamera. In vier bis fünf Monaten wird sie schneeweiße Federn tragen.

Kaum hängt der frische Löwenzahn im Gehege, macht sich der Gänsenachwuchs darüber her. Quelle: Christamaria Ruch

Doch von Kuschelromantik ist Lukas weit entfernt: Die namenlosen Tiere landen später auf dem Teller – ein ganz normaler Kreislauf. Er nimmt die Hege und Pflege der Gänse sehr ernst. 30 Tage lagen die Eier im Brutkasten. „Dreimal täglich habe ich die Eier gedreht, damit beide Seiten warm bleiben“, sagt der Zehnjährige. Schon morgens um 6 Uhr begann er damit. „Immer im Uhrzeigersinn drehen, so machen das auch die Gänse“, sagt er. Bei 37,4 Grad reiften die Tiere heran; nur die letzten fünf Bruttage wurde die Temperatur auf 36 Grad gesenkt.

Um beim Drehen keinen Fehler zu machen, kennzeichnete Lukas die Eier auf beiden Seiten. Auch einen dünnen Wasserfilm sprühte er regelmäßig darüber. Nach dem Schlüpfen brachten die Tiere 70 Gramm auf die Waage, zwei Wochen später sind sie bis 200 Gramm schwer. „Zuerst haben sie Starterfutter bekommen, da sind auch klein gehackte Brennnessel dabei“, sagt Lukas. Mittlerweile steht Löwenzahn auf dem Speiseplan.

„Jeden Morgen treibe ich die vier großen Gänse aus dem Stall auf eine Wiese“, sagt der Zehnjährige. Die Schultasche trägt er da bereits auf dem Rücken. Denn schon 6.38 Uhr steigt Lukas in den Schulbus nach Groß Pankow. Dort besucht er die 5. Klasse.

Als eines der jüngsten Mitglieder im Kleintierzuchtverein „D731“ Blumenthal (Gemeinde Heiligengrabe) stellte er vergangenes Jahr im November erstmals eine „Emder Gans“ bei der Kleintierschau in Blumenthal aus. Dabei holte sein Exemplar mit 96 Punkten das zweitbeste Prädikat „hervorragend.“ Damals wusch Lukas das Tier vorher noch mit Wollwaschmittel. Ein Geheimtipp, um die Gans am Ende im schneeweißen Federkleid auszustellen.

Von Christamaria Ruch

Jährlich findet in Haaren bei Bad Wilsnack das Festival „Krankenschwester Rock(t)“ statt, organisiert von vielen fleißigen Helfern des 60-Seelendorfes. Am Freitagabend war es wieder so weit, fünf regionale und überregionale Bands rockten die Bühne und die etwa 500 Besucher tobten bei ausgelassener Stimmung.

31.05.2017

Die Veranstalter vom LC Dosse in Wittstock verzeichneten am Sonnabend beim 37. Below-Gedenk- und Heidelauf eine sehr hohe Beteiligung. 207 Läufer erreichten die Ziellinie – mehr als 200 Teilnehmer wurden zuletzt 2009 erreicht. Aus mehreren Bundesländern reisten die Läufer an. Seit 1980 starten auch Sportler aus dem tschechischen Zebrak.

31.05.2017

Zwei Autofahrer wurden beim Auffahrunfall am Sonnabendnachmittag in Pritzwalk im Kietz an der Einmündung zur Rostocker Straße verletzt. Eine 41-jährige Renaultfahrerin hatte beim Linksabbiegen anhalten müssen. Der folgende Fahrer war mit dem Audi aufgefahren. Beide Fahrer kamen per Rettungswagen ins Pritzwalker Krankenhaus.

28.05.2017
Anzeige