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MAZ-Aktion „Schlechte Straßen“: Große Beteiligung

Ostprignitz-Ruppin und Prignitz MAZ-Aktion „Schlechte Straßen“: Große Beteiligung

Wie ein „Schütteltrauma“ sei es, mit dem Auto durch Neuruppin zu fahren, schreibt eine MAZ-Leserin – so schlecht sei der Zustand der Straßen in der Kreisstadt. Aber auch aus vielen anderen Teilen der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz haben sich Leser gemeldet, die sich über solche Straßen vor Ort ärgern.

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Hier wird geschüttelt und nicht saniert: Auch die Neuruppiner Wulffenstraße ist bei MAZ-Lesern für eine unbequeme Durchfahrt bekannt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Dem Aufruf der MAZ am vergangenen Donnerstag sind zahlreiche Reaktionen gefolgt: In den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sind schlechte Straßen offenbar weit verbreitet.

Über Mails und die sozialen Netzwerke meldeten sich viele Leser, die weitere Beispiele für unangenehme Holperstrecken nennen: Im Vergleich zur Straße des Friedens sei etwa die Wulffenstraße in Neuruppin eine „Rennstrecke“, schreibt ein Taxifahrer der Redaktion.

Straßen sind wie das „reinste Schlachtfeld“

Auch Jens Anders beschwert sich via Facebook über diese Stelle und ergänzt noch die Dorfstraße Radensleben. Am Jugenddorf bei Gnewikow, in der Gartenstraße und an der Bahndammbrücke in Neuruppin lasse der Zustand der jeweiligen Straßen sehr zu wünschen übrig, hier sei es für Autofahrer wie das „reinste Schlachtfeld“, findet Tino Kraft.

Torsten Gierke beklagt sich über den Ampelbereich in der Schinkelstraße; dort reihe es sich „Loch an Loch“. Und Heidemarie Tunn findet für die Gesamtsituation drastische Worte: „Durch Neuruppin fahren, heißt Schütteltrauma“, schreibt sie.

Enge Straßen, zu schwere Fahrzeuge, Lärm und Erschütterungen

Doch nicht nur in der Kreisstadt scheint es Redebedarf zu geben, auch aus den Rheinsberger Ortsteilen Linow und Dorf Zechlin melden sich genervte Autofahrer. Über die Mühlenstraße in Rheinsberg sagt der Anwohner Markus Kersten: „Die Straße ist viel zu eng. Sie muss als Landesstraße enorm viel Schwerlastverkehr bewältigen. Der Unterbau der Straße ist eigentlich nur für Pferdekutschen gedacht.“

Ständig versperrten Lkw den Fußweg vor seinem Haus, weil sie nur dorthin ausweichen könnten, wenn sie sich entgegenkommen. Ein Werbeausleger sei aus diesem Grund schon zwei Mal verbogen worden. Noch dazu halte sich nahezu niemand an das Tempolimit von 30 Stundenkilometern. „Aber selbst, wenn sich daran gehalten würde, ist eine sichere Überquerung der Straße für langsame Menschen nicht möglich.“

Gefährliche Schlaglöcher in Fehrbellin

Auch hier seien die Häuser durch die schwer beladenen Lkw Erschütterungen ausgesetzt, die mehrere Sekunden lang anhielten. Leere Anhänger verursachten stattdessen kurze, sehr harte Stöße. „An vielen Stellen kann man die Spuren in Form von wachsenden Rissen in den Häuserwänden sehen“, beklagt Kersten. Die ständige Lärmbelastung und die Erschütterungen seien darüber hinaus für Erkrankungen im Umfeld mitverantwortlich.

Auch Pritzwalk erscheint auf der Liste der unliebsamen Wege, vertreten durch die Hagenstraße und die Havelberger Straße. In Wusterhausen/Dosse kommt die Berliner Straße schlecht weg, und die Landesstraße L 17, die durch Königshorst (Fehrbellin) führt, ist laut MAZ-Leser Wilhelm Seeger in einem kata­strophalen Zustand. „Schlaglöcher und Randstreifen stellen eine große Gefahr dar“, meldet er – insbesondere auf Höhe der Kita und des Friedhofes.

„Ich habe weiter Hoffnung, dass sich etwas verbessert“

Auch ortsauswärts in Richtung Dechtow sei die Straße nicht gut befahrbar: „Der Randstreifen müsste abgefräst werden, damit nicht bei Regen die Fahrbahn überflutet oder bei Frost die Straße zur Eisbahn wird“, meint der Fehrbelliner.

Trotz zwischenzeitlicher Erhaltungsmaßnahmen wie dem Auffüllen von Schlaglöchern und der Erneuerung von Fahrbahnmarkierungen sei der Zustand der Straße nicht wirklich besser geworden. Dennoch hofft Seeger auf eine Änderung. „Ich habe weiter die Hoffnung, dass sich an unseren Straßen etwas verbessert.“

MAZ sucht weiterhin schlechte Straßen

Die MAZ hat alle bisher eingegangenen Zuschriften gelesen und meldet sich in den kommenden Tagen und Wochen bei den Absendern zurück, um den einzelnen Beispielen weiter nachzugehen.

Wir möchten klären, ob an den entsprechenden Stellen Sanierungsmaßnahmen für die jeweiligen Straßen geplant werden oder welche Gründe möglicherweise gegen eine Sanierung sprechen.

Weitere Meldungen über schlechte Straßen in Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz können nach wie vor unter der Nummer 03391/45 75 16 durchgegeben oder gesendet werden an:

Neuruppin@MAZ-online.de, ­Kyritz@MAZ-online.de, ­Wittstock@MAZ-online.de oder Prignitz@MAZ-online.de.

Von Christina Koormann

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