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Prignitz MAZ-Schulreporter stellen knifflige Fragen
Lokales Prignitz MAZ-Schulreporter stellen knifflige Fragen
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02:15 17.06.2017
Jeden Tag Zeitung lesen – das dürfen die Schülerinnen der 10b des Pritzwalker Gymnasiums in diesen Wochen. Quelle: Beate Vogel
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Pritzwalk

Bis ins Detail haben die Schülerinnen und Schüler der 10a des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums die MAZ in den ersten Wochen des Projektes Schulreporter 2.0 beleuchtet. Das berichtete Lehrerin Christina Frühauf. „Wir wollten zum Beispiel wissen, wie sich die Märkische Allgemeine Zeitung auf die digitalen Medien einstellt.“

Seit dem Projektbeginn am 6. Juni lesen die Zehntklässler die Druckausgabe der MAZ, aber auch das E-Paper und die App. Nun wollten sie wissen, wie jeden Tag die Artikel entstehen. Christina Frühauf hatte deshalb für diese Woche MAZ-Redakteurin Beate Vogel in den Unterricht eingeladen. Und die Schülerinnen und Schüler hatten eine Menge Fragen – zum Redaktionsalltag ebenso wie zum Stellenwert des Journalismus in einer Zeit, in der jeder rasend schnell Neuigkeiten und Meinungen im Internet verbreiten und lesen kann. „Dürfen Sie sich die Themen selbst aussuchen?“ „Gab es schon einmal ein Thema, über das Sie nicht schreiben wollten?“ „Was passiert, wenn Sie mal krank werden und aus den Artikeln, die Sie geplant haben, nichts wird?“ „Glauben Sie, es wird in Zukunft noch Tageszeitungen geben?“

Knifflige Fragen. Ja, Themen dürfen sich Redakteure selbst aussuchen. Es gibt aber auch Pflichttermine, die die Redaktion aus dem Netzwerk von Verwaltungen, Kulturschaffenden, Veranstaltern, Ehrenamtlichen und vielen anderen erhält und dann eben wahrnimmt. Immer wieder passiert es, dass Themen auch mal unangenehm für den Schreiber sind. Gute Journalisten versuchen, ein Thema möglichst neutral von allen Seiten zu beleuchten und dazu auch Hintergrundinformationen zu liefern. Die persönliche Meinung darf ein Journalist auch äußern – allerdings nur im Kommentar. Wenn ein Kollege ausfällt, muss die Zeitung natürlich trotzdem gefüllt werden. Dann versuchen die anderen einzuspringen. Wenn es ganz eng wird, können auch Texte aus den Nachbarredaktionen in die Lokalausgabe übernommen werden. Tageszeitungen aus Papier werden in der Zukunft sicher nur noch Nischenprodukte sein. Dennoch wird es immer Leser geben, die – mit Blick auf Fake News – auch im Netz – Wert auf gut recherchierte und ausgewogene Berichterstattung legen.

Die Schüler der 10b wollen als nächstes selbst Themen recherchieren und dafür auch Gesprächspartner suchen. Dass sie keine Angst haben, auch kritische Frage zu stellen, haben sie jedenfalls bewiesen.

Von Beate Vogel

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