Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Bad Wilsnack damals und heute
Lokales Prignitz Bad Wilsnack damals und heute
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 02.10.2018
Bad Wilsnack damals und heute: Noch heute erinnert ein Schriftzug an den ehemaligen Betreiber: 1896 bis 2016 Fleischerei Sengespeck. Quelle: Jens Wegner
Bad Wilsnack

Berühmtheit erlangte Wilsnack durch das Erscheinen von Wunderblut und die Entdeckung heilenden Moores. Im Jahr 1384 wurde Wilsnack erstmals urkundlich erwähnt. Anlass war die Zerstörung der Kirche, als der Ritter Heinrich von Bülow am 15. August 1383 den Ort mitsamt Kirche niederbrennen ließ. In der Ruine der Kirche fanden sich Blutwunderhostien auf dem Altar. Der Glaube an ein Hostienwunder verbreitete sich daraufhin.

Die MAZ-Serie zeigt anhand historischer Ansichten und neuer Aufnahmen, wie sich Städte und Gemeinden der Region verändert haben. Oder mancherorts auch nicht.

Nachdem die Kirche wieder aufgebaut war, wurde Wilsnack vom 14. bis zum 16. Jahrhundert ein Wallfahrtsort von europäischem Rang für viele Gläubige. In der Reformationszeit beendete Pfarrer Joachim Ellefeld im Jahr 1552 die Wallfahrten. Vor Zeugen verbrannte er das Blut auf den angeblichen Wunderbluthostien. Mit der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Hamburg–Berlin im Jahr 1846 bekam auch Wilsnack einen Haltepunkt. Die beschauliche Stadt war für erholungssuchende Großstädter gut erreichbar. So begann ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung.

Im Jahr 1899 schickte der Stadtförster Gustav Zimmermann Moorproben in einer Heringsdose verpackt nach Berlin, um sie auf ihre Heilwirkung hin untersuchen zu lassen. Es wurde ein Gehalt von über 28 Prozent Eisenoxid und Huminsäuren festgestellt. Wilsnack entwickelte sich zum Kurort.

1929 erhielt Wilsnack vom preußischen Staatsministerium den Titel „Bad”

Am 1. Mai 1907 wurde die Moorbadeanstalt als städtische Kureinrichtung eingeweiht. Im September 1929 erhielt die Stadt nach der Eröffnung eines Genesungsheims für Sozialversicherte vom preußischen Staatsministerium offiziell den Titel „Bad”. Ein kontinuierlicher Anstieg der Gästezahlen trug daraufhin zum weiteren Aufschwung des Ortes bei.

Oswald Brandl, ehemaliger Lehrer und langjähriger Stadtverordneter in Bad Wilsnack, fotografierte vor 50 Jahren jedes Haus in der Kurstadt. Diese Fotos und seine immens große Sammlung alter Postkarten stellte er für diesen Beitrag zur Verfügung.

Von Jens Wegner

Prignitz Die Ausgehtipps für die Prignitz - Lesungen, Herbstfeuer und Musical

Haben Sie am Wochenende schon was vor? Wenn nicht, findet sich hier sicher das Passende. Das Programm in der Region von Wittenberge bis Wittstock folgt auf einen Blick. Die Kulturbeiträge finden sich in der Reihenfolge der Orte alphabetisch geordnet von Freitag, 28. September, bis Sonntag, 30. September.

27.09.2018

Das BUND-Auenzentrum mit Sitz auf Burg Lenzen hat in diesem Jahr den Fischbestand in den Auengewässern der Elbe untersucht. Auch wenn noch nicht alle Daten analysiert sind, ist doch einiges klar, der Fischbestand ist durch den heißen, trockenen Sommer dezimiert worden.

26.09.2018

Zu einem Zugunfall kam es am Montag um kurz vor 21 Uhr auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Ein Intercity stieß mit einem Tier zusammen. Die Feuerwehr war im Einsatz. Es kam zu Verspätungen auf der Strecke nach Berlin.

27.09.2018