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Prignitz Lenzen damals und heute
Lokales Prignitz Lenzen damals und heute
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00:16 10.07.2018
Lenzen damals und heute Quelle: Kerstin Beck
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Lenzen

Im Elbestädtchen begann alles mit einer Schlacht. Das stimmt aber nicht ganz, denn Lenzen trat zwar 929 mit einem grauenvoll-blutigen Gemetzel in das Licht der Geschichte ein, erhielt jedoch erst 1239 Stadtrecht. Das viertägige Blutvergießen ist auch auf einer Ansichtskarte aus DDR-Zeiten dargestellt – allerdings nicht in Farbe.

Als die Schlacht 929 in Lenzen tobte, war der Ort noch keine Stadt. Inzwischen hat sie sich gemausert und im Laufe der Jahre auch sehr verändert. Manches Gebäude hat auch noch viel alten Charme.

Von der Burg gibt es ohnehin viele Darstellungen. So ist die Ansicht von Südosten her bekannt, die in unzähligen jahreszeitlichen Varianten existiert. Ebenso sind Fotos aus fast allen Himmelsrichtungen geschossen worden. Doch besonders schön sticht die 1938 geschaffene Federzeichnung Tamara Ramsays zur „kleinen Dott“, die hier in einem nächtlichen Traum die Vergangenheit der Festung erlebte, hervor.

Zu dieser Zeit gehörte die Burg dem 1984 in Zittau geborenen Architekten Paul Renner, der das Anwesen in einen respektablen Zustand brachte und sogar in ein attraktives „Töchterheim“ - für junge Damen aus besserem Hause, versteht sich - verwandelte. Heute gehört die Burg dem BUND und ist öffentlich zugänglich.

Den Mittelpunkt der Lenzener Altstadt nimmt die gotische St.-Katharinen-Kirche ein. Das um 1300 errichtete Gotteshaus ist bereits das dritte an dieser Stelle und war bis in das 18. Jahrhundert von einem Friedhof umgeben. Nach Einebnung der Begräbnisstätte 1759 ist der „Markt“ entstanden, an dem auch ein solcher abgehalten wurde. In dieser Zeit muss sich auch das Hotel Deutsches Haus etabliert haben, welches sich zwar rühmte, „erstes Haus am Platze“ zu sein, doch niemals eine eigene Ansichtskarte produzieren ließ.

Lenzen hat viel Geschichte aber auch Anekdoten zu bieten

Reich an „Restaurationen“ war das Handwerker- und Ackerbürgerstädtchen durchaus: Es gab keine Straße, in der es nicht eine Wirtschaft gab. Schließlich nutzten die Bauern aus der Umgebung gern einen der nahezu 30 Ausspanne und Kneipen, um ihre Pferde während des Einkaufs wohl versorgt zu wissen. So gab es 1733 35 Schankkrüge, 25 Braustellen und 24 Branntweinblasen.

Noch reicher ist Lenzen wohl an Anekdoten, die hier an jeder Ecke festzumachen sind. So ist die zum Rathaus führende Kellerstraße nach dem Rathauskeller benannt, in dem man während des letzten großen Stadtbrandes 1703 nichts Wichtigeres zu tun hatte, als eiligst die dort lagernden Weinfässer zu leeren - in der Zwischenzeit brannte die Stadt fast gänzlich lichterloh ab. kb

Von Kerstin Beck

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