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Mähboot in Perleberg unterwegs

Stepenitz wird entkrautet Mähboot in Perleberg unterwegs

Starkes Wachstum führte in den letzen Wochen dazu, dass das Kraut in der Stepenitz in die Höhe schoss. Durch den Einsatz eines Mähbootes wird dem Wildwuchs im Fluss jetzt ein Ende bereitet.

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Im Mähboot auf der Stepenitz: Andreas Klein.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Welche Schätze birgt die Stepenitz denn noch? Diese Frage stellt man sich unwillkürlich, wenn man Andreas Klein anhört, der dieser Tage mit einem Mähboot auf dem Fluss in Perleberg unterwegs ist.

„Drei Fahrräder habe ich in diesem Jahr schon wieder herausgefischt“, berichtet der Mitarbeiter des Wasser- und Bodenverbandes Prignitz. Das war unterhalb der Stadt, zum Rieseleiwehr. Sogar einen Einkaufswagen hatte er zu bergen. „Leider war nichts mehr drin.“ Von den Büchsen Bier, die mit dem Wagen vielleicht mal weggefahren wurden, habe er nichts gesehen, mutmaßte er mit leichtem Schmunzel. „Die haben die Übeltäter lieber selbst ausgetrunken.“

Das Mähboot des Wasser- und Bodenverbandes wurde am Mittwoch am neuen Krautziehplatz oberhalb des Hotels „Deutscher Kaiser“ eingesetzt. „Endlich, das wird auch Zeit“, äußerte eine Spaziergängerin mit Hund. Aufgrund hoher Sonneneinstrahlung und dem dadurch begünstigten Wachstum ist das Kraut in den letzten Wochen geradezu durch die Wasseroberfläche geschossen. Flussgrün und Hagengrün schienen schon miteinander zu verschmelzen. Dass die Stepenitz einer der saubersten, wenn nicht gar der sauberste Fluss Brandenburgs sein soll, war nur noch schwer vorstellbar.

Doch bei der Entkrautung des Flusses geht es weniger um ein gutes Erscheinungsbild, sondern vor allem um einen reibungslosen Abfluss des Wassers. Für die Stepenitz, die zu den Gewässern erster Ordnung gehört, trägt das Land die Verantwortung. Der Wasser- und Bodenverband handelt bei der Entkrautung im Auftrag es Landesumweltamtes. Geld steht für maximal zwei Entkrautungen im Jahr zur Verfügung.

Am Mittwoch wollte Andreas Klein die Stepenitz entlang des Hagens bis zur Pferdeschwemme mähen. Danach fährt er weiter bis vor die Staumauer des Hochwasserrückhaltebeckens an der Neuen Mühle. Andreas Klein hofft, dass der Wasserstand in der Stepenitz dies auch zulässt. Da der Fluss derzeit relativ wenig Wasser führt, wurde für die Zeit des Mähens das UT-Wehr geschlossen und das Wehr am „Deutschen Kaiser“ dafür entsprechend geöffnet. Denn eine gewisse Strömung ist nötig, damit die Mengen an Grünschnitt bis zum neuen Krautziehplatz getrieben werden, wo das Grün auf Hänger verladen wird.

Von Michael Beeskow

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