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Prignitz Märchenhafte Stadtführung in Wittenberge
Lokales Prignitz Märchenhafte Stadtführung in Wittenberge
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02:17 21.12.2015
Schneeflöcken (Laura Maslo) und Nussknacker Burkhard Genth bitten zur Väterchen-Frost-Stadtführung durch Wittenberge. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

„Ist das schön.“ Ein ums andere Mal klatscht Simone Albers in die Hände. Der pflichtbewusste Nussknacker öffnet den Jutesack, und das Schneeflöckchen guckt staunend hinein. Das ist nur eine von vielen Szenen, die Wittenberge-Besucher bei einer ganz besonderen Stadtführung erwarten. Sie steht im Zeichen von „Väterchen Frost“, der russischen Verkörperung des Weihnachtsmannes.

Besonderes Angebot hat besonderen Preis

Die Erlebnis-Stadtführung „Väterchen Frost“ ist die bislang aufwendigste Produktion des Wittenberger Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebs. Die Idee entstand im Sommer, um in den traditionell besucherschwächeren Wintermonaten eine Attraktion anbieten zu können.

14 Mitwirkende gestalten die Führung. Sie treten in den Rollen von Märchen- und Sagengestalten aber auch von realen Personen auf und vermitteln Wissenswertes über die Elbestadt.

Die erste Führung am 2. Januar ist ausgebucht. Wer das besondere Erlebnis sucht, kann sich noch für 3. Januar, 17 Uhr, anmelden. Treffpunk sind die Elbterrassen an der Elbstraße. Die Führung hat ihren Preis: 45 Euro kostet sie. Anmelden kann man sich in der Touristinformation Wittenberge,
 03877/92 91 81 oder 92 91 82.

Erstmals am 2. Januar wird der prächtig gewandetet Rauschebart die Besucher durch die Elbestadt führen. „Dieser Termin ist schon ausgebucht“, sagt Simone Albers, Marketingleiterin beim Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb der Stadt Wittenberge. Daher wurde ein zweiter Termin eingeplant. Am 3. Januar, ebenfalls ab 17 Uhr geht es noch einmal mit Väterchen Frost durch das märchenhafte Wittenberge. Aber was erwartet die Besucher? „Das ist eine richtig aufwendige Inszenierung“, sagt Simone Albers. Neben der Hauptfigur wirken 13 weitere Figuren mit, teils märchen-, teils sagenhaften Ursprungs, manche sind auch historisch verbürgt. Die Teilnehmer der Stadtführung lernen die Geheimnisse Wittenberges kennen. In märchenhaften Spielszenen erfahren die Gäste Wissenswertes, Merkwürdiges und Lustiges aus der Geschichte der Elbestadt. Väterchen Frost, so sieht es die Rahmenhandlung vor, war schon länger nicht mehr in Wittenberge und erkundet gemeinsam mit den Gästen die offensichtlichen Sehenswürdigkeiten, aber auch die verborgenen Winkel. Begleitet von gleich zwei reizenden Schneeflöckchen und seinem treuen Kutscher Iwan, begibt sich der frostige Alte mit den Teilnehmer auf eine rund zweieinhalbstündige Tour durch das hoffentlich winterliche Wittenberge.

Schüler und Laiendarsteller spielen mit

Unterwegs verteilt der Nussknacker Rätselnüsse. Kleine Fragen zur Stadt ergeben am Ende ein Lösungswort. „Wenn man aufmerksam verfolgt, was bei der Führung gesagt wird, ist das nicht schwer“, sagt der Nussknacker. In der schmucken blau-rot-weißen Uniform steckt Burkhard Genth, seit einigen Jahren einer von vielen Wittenberger Stadtführern. Besucher der Elbestadt kennen „Karl Singer“, den Nachtwächter, Fährmann Hildebrand oder die Ackerbürgerin Mathilde. „Doch von den bekannten Figuren wird bei der Väterchen-Frost-Führung keine dabei sein“, versichert Simone Albers. Im prächtigen Väterchen-Frost-Kostüm wird übrigens mit Jürgen Schmidt ein echtes Wittenberger Original stecken. Auch die anderen Rollen sind mit Gästeführern besetzt, zudem sind Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums dabei sowie einige ehrenamtliche Laiendarsteller.

„Die Besucher erwartet etwas komplett Neues, was in der Region, und ich möchte behaupten in ganz Brandenburg seinesgleichen sucht“, schwärmt Simone Albers. Besondere Gebäude der Altstadt werden in einem ganz eigenen Licht zu sehen sein und auch musikalische Klänge, die zur kalten Jahreszeit passen, umrahmen die Führung. Nach vielen Eindrücken für die Sinne, findet die märchenhafte Führung im Torwächterhaus ihren Abschluss. Dort erwarten Glühwein, Gebäck und heißer Tee die Besucher. Gereicht wird die Stärkung übrigens von den Wittenberger Honigkuchenweibern, die vor langer Zeit tatsächlich zum Stadtbild gehörten. Der größte Wunsch aller Mitwirkenden wäre es, dass tatsächlich Schnee liegt.

Von Andreas König

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