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Magier hat einen Zauberlehrling

Johannes Giertz wird bald blind Auto fahren Magier hat einen Zauberlehrling

Johannes Giertz ist Magier. Im vergangenen Jahr hat er die Schlagzeilen der MAZ vorhergesagt, nun plant er eine weitere verrückte Aktion. Die kann allerdings gefährlich werden, denn der Zauberer möchte blind mit dem Auto fahren. Doch zuvor gibt er seine Künste an einige Lehrlinge weiter.

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Pritzwalk. Seit dem Film "Der Duft der Frauen" hat zumindest Schauspieler Al Pacino nachgewiesen: Auch Blinde können Auto fahren. Doch nach Los Angeles müssen die Prignitzer gar nicht erst schauen, um dies zu erleben. Magier Johannes Giertz, der Ende vergangenen Jahres bei einer gemeinsamen Aktion mit dem Prignitz-Kurier die Schlagzeilen der Märkischen Allgemeinen erfolgreich vorhergesagt hatte, plant eine neue Aktion. Er möchte blind Auto fahren ‒ und dazu seinen Kopf in einen dafür extra angefertigten blickdichten Blendsack stecken. Nach derzeitigem Stand soll die Aktion in Perleberg stattfinden ‒ der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Eine Ausnahme im Berufskodex

Fürs erste jedoch hat er sich als Ausbilder betätigt. "Eigentlich weihen Magier ja andere Leute nicht in ihre Tricks ein. Das geht gegen ihren Berufskodex. In diesem Fall habe ich aber gerne eine Ausnahme gemacht", sagt Giertz. Denn seine Zauberkünste kommen künftig in erster Linie Grundschulkindern von der ersten bis zur vierten Klasse zugute. Als Trainer hatte ihn der Zirkus Probst engagiert, der auch von zahlreichen Aufführungen in Pritzwalk bekannt ist. Der Zirkus zieht künftig als Projektzirkus mit Ziegen, Hühnern, Ponys und Hunden durch die Schulen im Lande, unter anderem mit Tieren, mit denen auch die Jüngsten bereits gut umgehen können. Die stehen dann selbst bei Aufführungen in der Manege und können auch als Artisten, Clowns oder eben als Magier auftreten. Und da kommt der Kemnitzer ins Spiel.

Magie gehört wieder in den Zirkusalltag

"Ich finde es ohnehin schade, dass die Magie aus den Zirkusmanegen weitgehend verschwunden ist, insofern habe ich mich über die Einladung von Probst auch gefreut", meint der Magier, der nun einen echten Zauberlehrling in die Lehre genommen hat. Wasilie heißt er, und war ursprünglich einmal technischer Mitarbeiter bei Probst. Weil der Techniker aber einen ganz besonderen Draht zu Kindern hat, ließ er sich von Giertz anleiten, das neue Wissen wird er nun an die Kinder weitergeben.

"Dabei haben wir vor allem mit den Requisiten gearbeitet, die bereits im Zirkus vorhanden sind", sagt Giertz. Er ist nun beauftragt, eine größere Ausrüstung zusammenzustellen: Haltbar soll sie sein und außerdem so einfach zu handhaben, dass auch die Grundschüler damit klar kommen.

Übersichtliche Tricks für den Nachwuchs

Obwohl Giertz eigentlich die Verwandlung von Tauben in Kaninchen und umgekehrt nicht unbedingt in seinen Programmen für Erwachsene aufnimmt: "Für die Kinder passt es, und in den Zirkus auch." Freilich werden die Kinder nicht "am lebenden Objekt" zaubern, sondern mit Plüschtieren. Giertz: "Das wäre ansonsten doch zu kompliziert."

Auch die übrigen Zaubertricks sollen übersichtlich bleiben. Dass sich ein großer Würfel mit ein, zwei Zaubersprüchen in lauter kleine Bälle verwandelt, werden die Kids künftig ebenso zeigen können, wie rätselhafte Tücher, die sich fast von alleine verknoten.

Von Claudia Bihler

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